Fußball-Bundesliga

Streich »stinkt’s gewaltig« vor Dortmund-Spiel

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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19. April 2019

Freiburgs Trainer Christian Streich möchte mit seinem Team unbedingt die dritte Niederlage in Folge vermeiden. ©dpa

Nach zwei Auswärtsniederlagen kehren die Spieler des SC Freiburg dorthin zurück, wo sie sich am wohlsten fühlen – ins ausverkaufte Schwarzwald-Stadion. Zuhause können die Freiburger jedem Gegner Probleme bereiten, und das erhoffen sie sich auch vom Spiel gegen Meisterschaftsanwärter Borussia Dortmund am Ostersonntag (15.30 Uhr).

Wenn Dortmund einen guten Tag habe, dann »hauen sie uns raus aus dem Stadion«, sagte SC-Trainer Christian Streich, der darauf hofft, dass der BVB vielleicht nur einen durchschnittlichen Tag erwischt. »Wenn wir dann sehr gut sind, können wir vielleicht einen Punkt holen. Und vielleicht sind sie auch mal nicht so gut, dann können wir eine Sensation landen.« Viele solcher Tage gab es noch nicht für die Freiburger gegen die Dortmunder, nur drei Mal haben sie in 37 Bundesligaspielen gewonnen. In den letzten fünf Heimspielen haben sie nicht mal ein Tor geschossen, in der vergangenen Saison aber immerhin 0:0 gespielt.
Solche statistischen Daten interessieren Streich in dieser Woche aber genauso wenig wie die aktuelle tabellarische Konstellation, in der es für den BVB im Fernduell mit Bayern um die Meisterschaft geht, und für den SC möglicherweise um den vorzeitigen Klassenerhalt, vorausgesetzt der VfB Stuttgart gewinnt nicht in Augsburg. »Wir befassen uns nur mit uns, wir möchten noch besser spielen und uns belohnen«, sagte der SC-Coach, dem die beiden Auswärtsniederlagen in Mainz (0:5) und in Bremen (1:2) noch nachhängen. Uns stinkt’s gewaltig, weil ich nicht finde, dass wir die letzten beiden Spiele hätten verlieren müssen.«
Er sieht deutlich mehr Potenzial in der Mannschaft, als diese zuletzt abgerufen hat, auch wenn weiterhin viele Stammspieler fehlen. »Die Mannschaft geht hervorragend damit um, aber wir können nicht aus einer Kontinuität heraus arbeiten«, erklärte Streich, der gerne mehr Spieler auf dem Trainingsplatz hätte. Gegen Dortmund kann zwar Mittelfeldspieler Nicolas Höfler nach seiner Gelb-Sperre wieder dabei sein, dafür fällt möglicherweise Stürmer Lucas Höler (Fieber) aus, und von der langen Verletztenliste kann an diesem Wochenende niemand gestrichen werden.
Der Rest hat nach der Niederlage in Bremen erstmal zwei Tage frei bekommen, weil »die Spieler das gebraucht haben«, erklärte Streich. Jetzt sollen sie gegen den BVB, der nach der Rückkehr einiger verletzter Spieler fast in Bestbesetzung antreten kann, »marschieren und fighten, als ob es unser letztes Spiel wäre.«
 Zuletzt führte die Personalnot in der Defensive zu einer Premiere für den SC, der erstmals in der Bundesliga ein Brüder-Paar in der Startelf hatte: In der Dreierkette spielten Keven (21 Jahre) und Nico Schlotterbeck (19) sogar nebeneinander. Wenn es nicht so viele Ausfälle gegeben hätte, hätte Nico nicht gespielt, erklärte Streich. Dass er jungen Spielern eine Chance geben könnte, seien die »positive Effekte« der eigentlich unbefriedigenden Situation. Sowohl Nico als auch Keven Schlotterbeck hätten es »sehr gut gemacht« und könnten auch gegen Dortmund wieder von Beginn an spielen. »Ich traue ihnen alles zu, sonst würden wir sie nicht aufstellen«, sagte der SC-Coach.
Ob die Schlotterbeck-Brüder morgen erneut gemeinsam verteidigen, wird auch davon abhängen, ob der SC wie in Bremen mit einer Dreierkette beginnt. »Wir haben mehrere Systeme durchgespielt diese Woche«, sagte Streich. Zwei seien letztlich übrig geblieben, eventuell noch ein drittes, und die könnten auch während des Spiels noch gewechselt werden. Auch wenn BVB-Trainer Lucien Favre »sein System sicher schon in der Tasche hat«, wie Streich vermutete, wollte er ihm doch keine Hinweise auf seins geben.

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