Fußball-Oberliga

SV Linx spielt 2:2 nach 2:0-Führung in Nöttingen

Autor: 
Dieter Heidt
Lesezeit 3 Minuten
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12. August 2019
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Der Linxer Stürmer Dennis Kopf hat sich gegen einen Abwehrspieler des FC Nöttingen durchgesetzt.

Der Linxer Stürmer Dennis Kopf hat sich gegen einen Abwehrspieler des FC Nöttingen durchgesetzt. ©Sven Bilz

Der SV Linx ist in der Fußball-Oberliga angekommen. Nach dem 2:4-Fehlstart vor einer Woche gegen Freiberg roch es am Samstag beim FC Nöttingen nach einer Überraschung. Zwei Strafstöße verhinderten nach einer 2:0-Führung den Auswärtssieg: 2:2 hieß es am Ende.
 

SVL-Coach Thomas Leberer trat erstmals mit Vierer-Abwehrkette an. Adrian Vollmer spielte vor der Abwehr, Marc Rubio in der Sturmspitze. Nöttingen, das am ersten Spieltag gegen Titelanwärter VfB Stuttgart II einen 1:0-Sieg gefeiert hatte begann stark. Die beiden Linxer Außenverteidiger, Dennis Kopf und Geoffrey Feist, hatten gegen Eray Gür und Mario Bilger Schwerstarbeit zu leisten. Keeper Kevin Mury behielt aber kühlen Kopf und verhinderte mit Paraden gegen Mario Bilger und Leutrim Neziraj den frühen Rückstand. 

Wacim Tine Schlüsselspieler

Das SVL-Team war klug eingestellt, setzte zuerst Kampf und dann Spielkunst dagegen. Schlüsselspieler war Wacim Tine, bei dessen Rechtsflanke Adrian Vollmer die erste Chance vergab. Linksverteidiger Geoffrey Fest jagte den Ball über den Kasten von Andreas Dupps, aber nach dem dritten Anlauf durfte gejubelt werden. Dennis Kopf spurtete über rechts auf und davon, seinen strammen Schuss konnte Andreas Dupps abwehren, beim Nachschuss von Adrian Vollmer zappelte der Ball zum 0:1 (37.) im Netz. 

2:0-Pausenführung

Nöttingen war geschockt, Linx legte nach. Nach Einwurf für Nöttingen schnappte sich Wacim Tine den Ball an eigenen Strafraum, spurtete übers ganze Spielfeld, ließ Nöttingens Kolbe und Brenner stehen und überwand Schlussmann Dupps eiskalt zum 0:2 (44.). Freudentänze auf der Linxer Trainerbank über die 2:0-Pausenführung folgten. 

Gastgeber zunächst konfus

Gegen zuweilen konfus wirkende Gastgeber hätte Linx nachlegen müssen, aber Pierre Venturini vergab freistehend, weil er Rubio einsetzen wollte statt selbst zu schießen, und beim Zuspiel von Adrian Vollmer fehlten Rubio Zentimeter zum Torerfolg. 

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Strafstöße Weckruf für Nöttingen

Dann trat Schiedsrichter Bartschat in Aktion. Dennis Kopf hatte Mario Bilger an der Strafraumseitenlinie touchiert, Bartschat zeigte auf den Elfmeterpunkt, Timo Brenner verwandelte zum 1:2 (70.). Das war der Weckruf für die bis dahin behäbig spielenden Gastgeber. Fünf Minuten später wieder Strafstoß, diesmal war Sinan Gülsoy der Ball unglücklich an den Arm gesprungen, eine knifflige Handspiel- Entscheidung wie sie derzeit heftig diskutiert wird. Brenner war erneut Vollstrecker zum 2:2. Danach folgte, was Thomas Leberer schwer zu schaffen machte. »Unser Zweikampfverhalten war komplett weg, die Zuordnung stimmte nicht mehr, das müssen wir aufarbeiten«, so seine Kritik. 

Schlussviertelstunde Nervensache

Die Schlussviertelstunde wurde für Linx zur Nervensache, denn Nöttingen drehte voll auf, hatte innerhalb von vier Minuten drei Lattentreffer und einen Pfostenknaller. Dennoch hätte es noch gut werden können aber dem eingewechselte Harry Föll fehlten frei vor FCN-Keeper Dupps Zentimeter zum Torerfolg. Nach 94 Minuten war der SV Linx erlöst und trat mit einem Punkt im Gepäck die Heimreise an. 

Samstag gegen Oberachern

Thomas Leberer äußerte sich zu den Elfmeterentscheidungen nicht. Die Tatsache, dass Tobias Bartschat im seinem Bericht Samy Madihi als Linxer Torschütze zum 0:2 angab, dieser aber gar nicht spielte, spricht für zeitweilige Unsicherheit in der Spielleitung. Am Ende konnten beide Trainer mit der Punkteteilung lebenm aber Thomas Leberer sah noch reichlich Verbesserungsbedarf im Abwehrverhalten, zumal es am Samstag (17 Uhr) zu Hause gegen seinen Ex-Club SV Oberachern geht. 

FC Nöttingen – SV Linx 2:2 (0:2) 
FC Nöttingen:
Dupps - Fareta, Kolbe, Ulusoy, Bitzer, Brenner, Bitzer, Gür (68. Podolsky), Manduzio, Urisno (58. Schürg), Neziraj. 
SV Linx: Mury - Kopf, Schwenk, Schlieter, Feist, Gülsoy, Vollmer, Tine (76. Föll), Ventrini (68. Merkel), Kopf (71. Recht), Rubio.
Schiedsrichter: Bartschat (Müllheim) – Zuschauer: 443
Tore: 0:1 Vollmer (37.), 0:2 Tine (44.), 1:2 Brenner (70./Foulelfmeter, 2:2 Brenner (75./Handelfmeter).

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