Fußball-Oberliga

SV Linx verliert knapp, aber verdient

Autor: 
Thorsten Kern
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2019

Timo Wehrle musste am Samstag mit dem SV Linx eine Auswärtsniederlage einstecken. ©Ulrich Marx

Oftmals sind sich Fußballtrainer in der Beurteilung nicht ganz einig. Da sieht der Gewinner seine Mannschaft klar überlegen, der Verlierer spricht von einer unverdienten Niederlage. Ganz anders war es am Samstag nach dem Oberliga-Spiel in der Ravensburger Cteam-Arena. „Manchmal muss man einfach akzeptieren, wenn der Gegner besser war“, sagte Thomas Leberer nach der 2:3-Niederlage seines SV Linx gegen den FV Ravensburg. 

Speziell in der ersten Halbzeit waren die Ravensburger das klar bessere Team. „Da haben wir dominiert wie noch nie“, meinte Trainer Steffen Wohlfarth. Die Linxer kamen kaum aus ihrer Hälfte raus, mit frühem Pressing eroberten sich die Gastgeber immer wieder schnell den Ball. Und dann ging es mit viel Tempo über die Außenbahnen. Der Lohn war die verdiente Führung in der 22. Minute. Samuel Boneberger schnappte sich an der Außenlinie den Ball und passte in die Mitte zu Burhan Soyudogru. Der FV-Stürmer hatte viel Platz und nutzte diesen zu einem fulminanten Schuss aus 20 Metern in den Winkel – 1:0. 

Erste​ Chance genutzt

Linx tat sich extrem schwer. „Vielleicht hätte ich früher auf ein 4-4-2 umstellen müssen“, zeigte sich Leberer selbstkritisch. Doch den Gästen reichte eine Torchance, um zurückzukommen. Ravensburgs Linksverteidiger Moritz Strauß ließ Timo Wehrle in der 35. Minute zu leicht flanken, am langen Pfosten war Marc Rubio frei und köpfte den Ausgleich. „Ich hatte die Konterqualitäten von Linx extra angesprochen“, ärgerte sich Wohlfarth. Doch nach diesem unnötigen Gegentreffer machte der FVR weiter Druck nach vorne. Fast schon slapstickhaft ging es in der 38. Minute zu. Felix Schäch schoss einen Freistoß an den Pfosten, auch der Nachschuss von Moritz Jeggle ging an den Pfosten. Jeggle kam erneut an den Ball, traf dann aber das leere Tor nicht. 
Ravensburg vergab Topchancen, ging aber dennoch mit einer Führung in die Kabine. Über Burhan Soyudogru und Pascal Maier kam der Ball in der 42. Minute zu Jona Boneberger, der im zweiten Nachfassen SV-Torwart Norman Riedinger zum 2:1 überwand.

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Taktische Umstellung

Zur zweiten Halbzeit stellte Leberer auf ein 4-4-2 um – mit Erfolg. Mit der zweiten richtigen Torchance kamen die Gäste erneut zum Ausgleich. Nach einem Eckball von Wacim Tine von der rechten Seite hielt Timo Schwenk am langen Pfosten den Fuß hin – 2:2. Ravensburg ließ etwas nach, ehe der lange verletzte Daniel Schachtschneider eingewechselt wurde. Den ersten Flachpass von Schäch wehrte Torwart Riedinger gerade noch vor dem neuen FVR-Stürmer ab (70.), zwei Minuten später traf Schachtschneider aber zum 3:2.
Nach dem dritten Rückstand musste Linx natürlich mehr Risiko gehen. Die beste Chance hatte kurz vor Schluss Alexander Merkel, dessen Schuss leicht abgefälscht ans Außennetz ging. „Wir hatten das Ziel, einen Punkt mitzunehmen“, sagte Leberer. „Aber den Konter vor dem 3:2 spielte Ravensburg auch hervorragend.“ 

FV Ravensburg – SV Linx 3:2 (2:1)
Ravensburg:
Kraus – Hörger, Jeggle, Soyudogru (84. Reiner), Altmann, S. Boneberger, Strauß, Schäch (90.+2 Geiselhart), Bronizewski, Maier (68. Schachtschneider), J. Boneberger (75. Barth)
Linx: Riedinger – Kopf (75. Venturini), Kopf, Schmider, Schwenk, Tine, Merkel, Madihi, Feist (81. Henkel), Wehrle (66. Helfer-Lebert), Rubio
Schiedsrichter: Hofheinz (Niefern-Öschelbronn) – Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Soyudogru (22.), 1:1 Rubio (35.), 2:1 J. Boneberger (42.), 2:2 Schwenk (58.), 3:2 Schachtschneider (72.)

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