Lokalsport

SV Oberachern setzt den i-Punkt

Richard Morgenthaler
Lesezeit 4 Minuten
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06. Juni 2022
Rais Awell (l.) traf zum 2:1.

Rais Awell (l.) traf zum 2:1. ©Stephan Hund

Fußball-Oberliga: Der SVO sichert den Klassenerhalt aus eigener Kraft und schickt mit dem 3:2-Sieg gleichzeitig den FCA Walldorf II in die Verbandsliga. Erfolgreichste Saison der Achertäler.

Mit einem verdienten 3:2-Sieg über die zweite Mannschaft des Regionalligisten FC Astoria Walldorf konnte der SV Oberachern beim Saisonfinale der Fußball-Oberliga auch die letzten Zweifel am zuvor rein rechnerisch noch möglichen Abstieg aus eigener Kraft beseitigen.

Erfolgreichste Saison

Nach dem erstmaligen Gewinn des SBFV-Pokals und dem Einzug in den DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach rundet der Klasserhalt in der Mammut-Oberliga mit 20 Clubs die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte der Achertäler ab.
„Unser Weg in den letzten neun Monaten verlief ganz anders, als es viele im Verein, in Südbaden und in der ganzen Oberliga erwartet hatten. Aus dem Absteiger Nummer eins wurde ein hervorragendes Team“, schrieben Trainer Fabian Himmel und der sportliche Leiter Marc Lerandy in ihrem gemeinsamen Vorwort im Stadionheft zum letzten Spiel.

Nach zuletzt drei Niederlagen ist es ihrem Team doch noch gelungen, die angestrebte 50-Punkte-Marke zu knacken. Dabei war die Partie gegen die technisch versierten Walldorfer, die jetzt absteigen müssen, alles andere als ein Spaziergang. Die Elf von Fabian Himmel hatte in der Anfangsphase zwar so gut wie alles im Griff und hätte bei zwei Großchancen von Rachid Gueddin (6.) und Nico Huber (8.) in Führung gehen müssen, doch dann fiel praktisch aus dem nichts das 0:1. Im Anschluss an eine Flanke von Kevin Krüger war Jannis Boziaris per Kopf zur Stelle und ließ SVO-Keeper Mark Redl keine Chance (20.).
Nur vier Minuten später traf Mohammed Ambri zum wichtigen 1:1, nachdem der stark aufspielende Rachid Gueddin Sekunden zuvor noch an der Querlatte gescheitert war. Walldorf II hielt in der Folge gut dagegen. Ein Schuss von Kapitän Benjamin Hofmann klatschte an die Latte (29.), dann scheiterte Arion Erbe an Redl (32.).

Das Glück half mit

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Rais Awell, der sich zuvor kaum in Szene setzen konnte, gelang zwei Minuten vor der Pause die 2:1-Führung für den SVO. Nach Vorarbeit von Ambri bezwang er den guten Astoria-Keeper Lucca Kletti mit seinem siebten Saisontreffer.

Walldorf drängte nach dem Wechsel auf den Ausgleich, doch dann war es der nur zwei Minuten zuvor eingewechselte Paul Schopf, der nach klasse Zuspiel von Awell zum 3:1 traf (59.). Mit einem von Patrick Wolf sicher verwandelten Handelfmeter zum 2:3 (66.) kam bei der nie aufsteckenden jungen Walldorfer Elf noch einmal Hoffnung auf. Viel Glück hatte Oberachern, als zunächst Roen Fordyce Hlywka den Ausgleich auf dem Fuß hatte (84.) und dann Marco Varivoda (86.) am Pfosten scheiterte. Walldorf warf in der Schlussphase alles nach vorne und war hinten völlig offen. Doch Rais Awell (87.), Nico Huber (88.) und Luca Fritz (89.) ließen beste Konterchancen des SVO ungenutzt.

Dann war Schluss und der SV Oberachern darf sich nun auf seine neunte Saison im baden-württembergischen Oberhaus freuen. Tiefe Niedergeschlagenheit herrschte bei Walldorf II, das den Gang in die Verbandsliga Nordbaden antreten muss. „Das ist brutal bitter, aber so ist es halt im Fußball“, sagte der enttäuschte Coach Andreas Kocher.

SV Oberachern – FCA Walldorf 3:2 (2:1)
Oberachern: Redl (83. Mettenberger) – Fritz, Zwick, Güzelcoban (73. Dietrich), Gueddin (61. Lamm), Ambri (57. Schopf), Huber, Awell, Leberer, Asam, Ludwig.
Walldorf II: Kletti – Jansen, Erbe, Nagelbach (77. Fordyce Hlywka), Manegold (80. Hauswirth), Wolf, Krüger, Menges (63. Varivoda), Hofmann, Kabashi (85. Weißer), Boziaris.
Schiedsrichter: Lars Erbst (Gerlingen) – Zuschauer: 260.
Tore: 0:1 Boziaris (20.), 1:1 Ambri (24.), 2:1 Awell (44.), 3:1 Schopf (59.), 3:2 Wolf (66./Handelfmeter).

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