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Tennisspieler brauchen Geduld - prev

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12. Mai 2021
Der Saisonstart der Damen-Badenliga mit dem TC BW Oberweier um Melissa Kromer ist aktuell am 19. Juni vorgesehen.

Der Saisonstart der Damen-Badenliga mit dem TC BW Oberweier um Melissa Kromer ist aktuell am 19. Juni vorgesehen. ©Iris Rothe

Der Start der Tennis-Medenrunde ist im Juni geplant – wenn der Wettkampfsport bis dahin erlaubt ist. Die Spielpläne müssen überarbeitet werden, die Neuauflage des Pokalwettbewerbs bleibt ungewiss.

Anfang Mai geht es üblicherweise rund auf den Tennisplätzen, wenn sich die Mannschaften auf die anstehende Medenrunde vorbereiten. Aber auch die komplett kontaktlose Sportart wird im zweiten Jahr in Folge von der Pandemie ausgebremst. Am Ende der Pfingstferien im Juni soll es nun losgehen, aber auch dieser Starttermin ist noch längst nicht gesichert. Der Badische Tennisverband (BTV) hofft auf sinkende Inzidenz-Zahlen und Lockerungen in der Corona-Verordnung, um endlich konkret planen zu können.
„Wir haben in ganz Baden fast 4500 Mannschaften, die in den Startlöchern stehen und wissen wollen, wann es endlich losgeht“, beschreibt Nico Weschenfelder das Dilemma. Der für den Mannschaftssport zuständige Vizepräsident des BTV kann durchaus nachvollziehen, dass die Ungeduld groß ist: „Viele Tennisspieler fordern, dass wir frühzeitig eine Entscheidung treffen. Aber das bringt nichts, wir müssen die Entwicklungen abwarten.“ Denn der Verband möchte unbedingt eine normale Runde spielen lassen – nicht wie im Vorjahr ohne Auf- und Abstieg. Damals meldeten wegen dem fehlenden Wettkampfcharakter mehr als 50 Prozent der Mannschaften ab.

Saison mit Auf- und Abstieg geplant

„Natürlich können wir eine ähnliche Regelung auch dieses Jahr nicht ausschließen. Aber es ist definitiv nicht das, was wir wollen. Für unsere Ligenstruktur ist es wichtig, dass wir mit Auf- und Abstieg spielen“, sagt Weschenfelder. Positive Nachrichten gab es kürzlich, als das Land Baden-Württemberg die Bundesnotbremse eins zu eins übernommen hat. Dadurch ist auch bei einer Inzidenz von über 100 zumindest das Einzelspiel im Freien erlaubt. Für die Durchführung von Mannschaftsspielen und Turnieren muss aber auch der Wettkampfsport freigegeben werden – und diese erlösende Nachricht scheint noch ein Stück weit entfernt.

Regionalliga bringt Spielpläne durcheinander

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Während die 2. Bundesliga mit den Herren des TC BW Oberweier sowieso erst ab Mitte Juli geplant ist, wurde der Start der Regionalligen in den Altersklassen – unter anderem mit dem zweifachen deutschen Herren-40-Meister TC BW Bohlsbach – kürzlich vom 8. Mai auf den 12. Juni verschoben. „Hier haben wir das Problem, dass wir in den vier beteiligten Bundesländern einen Wildwuchs an unterschiedlichen Regelungen haben“, erklärt Weschenfelder, der seit Januar auch Vizepräsident des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) ist. Für den BTV hat die Regionalliga-Verlegung die Folge, dass auch die eigenen Spielpläne überarbeitet werden müssen. „Die höherklassigen Teams haben bei den Heimspieltagen immer Vorrecht. Und ob überhaupt mehrere Heimspiele an einem Tag auf den Anlagen möglich sein werden, müssen wir abwarten. Wenn das nicht geht, wird es praktisch unmöglich“, so Weschenfelder.

Spieler machen Abstriche

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes läuft bis zum 22. Mai. Vorher wird es auch vom BTV keine Entscheidung geben. „Wir wünschen uns dann eine Regelung, ab welcher Inzidenz der Wettkampfsport wieder erlaubt ist. Dann hätten wir etwas, woran wir uns orientieren können“, hofft der Vizepräsident. Und selbst dann blieben noch viele Fragen offen. Wie sind die generellen Rahmenbedingungen? Kann auch Doppel gespielt werden? Dürfen die Vereine die Gastronomie und Umkleiden öffnen? Weschenfelder ist optimistisch, dafür tragbare Lösungen zu finden, denn „die Spieler machen da notfalls Abstriche, das hat die letzte Saison bewiesen. Hauptsache, sie können spielen.“

Pokal-Pläne in der Schublade

Auch die Pläne für die Neuauflage des Pokalwettbewerbs mit Zweier-Mannschaften, der im Vorjahr kurzfristig ins Leben gerufen und mit über 800 gemeldeten Mannschaften gut angenommen wurde, bleiben vorerst in die Schublade. „Die Resonanz war durchweg positiv, deshalb möchten wir den Pokal gerne dauerhaft installieren. Ob und wann es dieses Jahr klappt, müssen wir abwarten. Schließlich wollen wir auch nicht mit der Mixed-Runde im September kollidieren“, erklärt Weschenfelder. Es ist also weiter Geduld gefragt.

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