Lokalsport

Topfavorit FFW Offenburg will im Süden nichts anbrennen lassen

Autor: 
Thomas Kastler
Lesezeit 4 Minuten
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29. Oktober 2002
Am Samstag starten die Offenburger Feuerwehrfaustballer mit einem Heimspiel gegen den TSV Roth in die neue Bundesligasaison. Nach der erfolgreichen Sommerrunde haben sich die Schützlinge des neuen Spielertrainers André Prokopp auch in der Hallenserie die Teilnahme an der Meisterschafts-Endrunde zum Ziel gesetzt.
Offenburg. Im Süden Deutschlands sind die Offenburger Faustballer in den vergangenen Jahren zur Topadresse avanciert. In der Feldrunde errang man mit der Vizemeisterschaft 2001, Turnfestsieg und dem zweiten Platz beim Europapokal große nationale und internationale Erfolge. Auch in diesem Jahr hatte das Team um Schlagmann Bernd Konprecht im Endrunden-Halbfinale gegen den späteren Meister TH Hannover bereits Matchball. Am Ende reichte es zu einem achtbaren vierten Platz. Allein unter dem Hallendach erzielte die FFW bei fünf DM-Teilnahmen in Folge jeweils nur den fünften Rang. Dies will der neue Spielertrainer André Prokopp ändern, doch zunächst steht die Qualifikation in der Bundesliga Süd auf dem Programm. Das heißt mindestens Platz drei in der Endabrechnung. Konkurrenz rüstet auf Prokopp ersetzte vor der Feldsaison den bisherigen Spielertrainer Ralf Herp, der sein Amt aus familiären Gründen abgab. Der sechsmalige Nationalspieler steht der FFW jedoch weiterhin als Spieler zur Verfügung. »Unser Ziel ist es, eine gute Saison zu spielen, wobei ich persönlich ganz klar den Titel im Süden im Visier habe«, gibt sich Prokopp zuversichtlich. Und wenn es mit der Endrunden-Qualifikation klappt, soll vielleicht auch einmal mehr als Platz fünf herausspringen. »Wir haben das Zeug dazu, um eine Medaille mitzuspielen«, meint der Coach. Trotz des Rückzugs von Dauerrivale TuS RW Koblenz (aus personellen Gründen) wird es in der kommenden Spielzeit jedoch nicht einfacher, die Qualifikation zur Endrunde, deren Austragungsort noch offen ist, zu schaffen, denn die Konkurrenz hat mächtig aufgerüstet. Der TuS Oggersheim konnte sich mit Angreifer Sven Boppre verstärken, Weil der Stadt holte den starken Thomas Weller und Aufsteiger TSV Roth sicherte sich die Dienste von zwei talentierten Abwehrspielern. Zudem ist die junge Truppe von Neuling Vaihingen/Enz stark einzuschätzen und auch der badische Vertreter TSV Rintheim hat sich für seine erste Bundesligarunde bestens vorbereitet. Prognosen sind also sehr schwer möglich, dennoch dürften die etablierten Mannschaften des NLV Vaihingen und der FFW als leichte Favoriten ins Rennen gehen. Dieser Meinung ist auch Prokopp: »Wenn alles normal läuft, sollten wir mit Vaihingen um den Titel kämpfen. Alle anderen Teams haben berechtigte Hoffnungen auf Platz drei.« Besonders Neuling Vaihingen/Enz traut der FFW-Trainer einiges zu: »Die können durchaus für eine Überraschung sorgen.« Zum Saisonstart am Samstag (15 Uhr) wollen die Offenburger ihre Ambitionen vor heimischer Kulisse gleich unter Beweis stellen und gegen den alten Bekannten TSV Roth um Hauptangreifer Armin Held, der seine Ellenbogenoperation überstanden hat, den ersten Sieg landen. Gute Vorbereitung Im Spielerkader der FFW gab es keine Veränderungen. Im Angriff setzt Prokopp, mit 22 Jahren gleichzeitig jüngster Coach der Liga, neben Konprecht auf Dirk Bürkle und Stephan Lutz, der nach einer Schulteroperation allerdings noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Auf der Zuspiel-Position werden erneut Stefan Birth und Ralf Herp agieren. Herp und Spielertrainer Prokopp sind außerdem zusammen mit Axel Rottenecker und Matthias Ruf für die Abwehraufgaben vorgesehen. Mit der knapp sechswöchigen Vorbereitung zeigte sich der Trainer sehr zufrieden, auch wenn bewusst auf eine Teilnahme an großen Turnieren verzichtet wurde. Nach dem die Formkurve in den vergangenen Jahren zum Saisonende immer nach unten zeigte, haben die Offenburger diesmal einen anderen Trainingsaufbau gewählt und zunächst weniger Wert auf die spielerischen Elemente gelegt. Bei zwei 3:0-Testspielsiegen am vergangenen Wochenende gegen die Zweitligisten TV Bretten und TV Dinglingen konnte Prokopp noch einmal alle Aufstellungs-Varianten testen. »Die Tests sind sehr gut verlaufen, ich habe viele wichtige Erkenntnisse gewonnen«, freut sich der Coach, der vor dem Spiel gegen Roth noch »zwischen zwei möglichen Startformationen« grübelt.

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