Lokalsport

Torefestival der Männer der SG BBM Bietigheim

Bernhard Gaus
Lesezeit 4 Minuten
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03. Dezember 2022

©Redaktion

Der Zweitligist feiert beim 36:22 (17:12)-Erfolg über die Wölfe Würzburg den höchsten Saisonsieg. Der Tabellenletzte konnte am Freitag nicht an den Überraschungserfolg gegen den ThSV Eisenach anknüpfen.

„Das System funktioniert. Bei uns greifen immer mehr Rädchen ineinander“, stellte ein zufriedener Konstantin Poltrum nach dem Schlusspfiff fest. Der Keeper der SG BBM vergoldete eine starke Abwehrleistung seines Teams mit zehn Paraden im zweiten Abschnitt. Die eigentliche Post ging aber im Bietigheimer Angriff ab, der mit einer Wurfquote von über 73 Prozent die Würzburger Hintermannschaft ganz schön alt aussehen ließ. „Wenn du keinen Zugriff findest und keine Emotionen in die Abwehr reinlegst, dann verlierst du hier berechtigt mit 14 Toren“, versuchte sich Wölfe-Kapitän Patrick Schmidt in einer ersten Analyse.

Vom späteren deutlichen Ergebnis war 20 Minuten lang noch nichts zu erkennen. „Wir waren da in etwa gleichwertig“, stellte Wölfe-Coach Julian Thomann zum 11:10-Zwischenstand fest. Vor allem die Tore von Lukas Böhm und Oliver Seidler am Kreis hielten die Gäste gut im Spiel. „Der Knackpunkt ist direkt nach der Halbzeit, als wir in einer Minute drei Gegentore kriegen. Wir waren dann in allen Bereichen nicht mehr bereit Abstiegskampf zu spielen, der Widerstand war gebrochen“, redete Thomann Klartext.

„Meine Mannschaft hat da weitergemacht, wo sie vor fünf Tagen in Dessau-Roßlau aufgehört hat“, freute sich dagegen Iker Romero. „Der Wille war da, immer mehr zu geben, immer mehr Tempo zu gehen“, so der spanische Trainer. Und erneut gehen die Routiniers in der Anfangsaufstellung voran. Christian Schäfer glänzte mit einer perfekten Wurfquote. Bis auf einen im zweiten Abschnitt verwandelten Siebenmeter markierte der Rechtsaußen seine Tore schon im ersten Abschnitt. Dann durfte Youngster Vincent Brenner auf der Schäfer-Position lange zeigen, was er kann. Bietigheim spielt aus einer sicheren Abwehr und erhöht kurz vor der Pause den Druck. Fabian Wiederstein markiert praktisch mit dem Pausenpfiff den 17:12-Halbzeitstand.

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Und nach dem Wiederanpfiff hatten längst noch nicht alle der 983 Zuschauer ihren Platz wieder gefunden, da war die Partie vollends in Bietigheimer Hand. Die SG BBM erhöhte mit drei Treffern innerhalb einer Minute auf 20:12. Auch nachdem Wölfe-Coach Thomann beim 26:16, der ersten zweistelligen Führung der Gastgeber, seine Auszeit genommen hatte, war kein nennenswerter Widerstand mehr im Spiel der Mainfranken. Wenig Mühe hatten auch die beiden Unparteiischen Sophia Janz und Rosana Sug mit einer souverän geleiteten Partie.

Zeit für die SG BBM also, etwas für die Seele zu tun, die unter den vier Niederlagen im „Schwarzen November“ (Romero) etwas gelitten hatte. Beispielsweise mit den vier Treffern von Nikola Vlahovic. „Es war für mich schon wichtig dem Trainer zu zeigen, dass ich auch im Angriff eine Alternative sein kann“, kommentierte der 23-Jährige seine Leistung. Auf der rechten Angriffsseite fehlte bei der SG BBM der erkrankte Maximilian Hejny, bei Würzburg war erneut Keeper Jonas Maier nicht dabei.
Selbst die Zeit für das eine oder andere Kabinettstückchen war gekommen. Nikola Vlahovic legt zum Kempa auf, Alexander Pfeifer verwandelt bei seinem ersten längeren Einsatz nach überstandener Ellbogenverletzung von Linksaußen zum 36:21.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Genz; Vlahovic (4), Claus (4), Öhler (3), Wolf (4/1), Schäfer (8/5), de la Peña (3), Wiederstein (3), Velz, Barthe (2), Asmuth, Brenner (1), Pfeifer (2), Fischer (2).
Wölfe Würzburg: Wieser; Siegl, Daugs, Böhm (6), Karle, Neagu (1), Schmidt (6), Kaufmann (1), Dürr (2), Hack (1), Beran, Rose, Seidler (4), Merk (1).
Zeitstrafen: Fischer (49.) - Rose (9.), Dürr (20.)Siebenmeter: 6/6 – 0/0
Schiedsrichter: Sophia Janz / Rosana Sug (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 983 (Viadukthalle, Bietigheim)

Spielverlauf: 3:3(7.), 7:3 (11.), 10:9 (19.), 15:12 (28.), 17:12 (30.), 20:12 (33.), 24:16 (40.), 29:17 (47.), 35:20 (58.), 36:22 (60.).

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