Volleyball

»Totalausfall« beim VC Offenburg

Autor: 
Michael Hoffmann
Lesezeit 2 Minuten
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10. Oktober 2016
Sophie Schellenberger (r.) musste mit dem VC Printus Offenburg am Samstag im vierten Saisonspiel in Stuttgart die erste Niederlage hinnehmen.

Sophie Schellenberger (r.) musste mit dem VC Printus Offenburg am Samstag im vierten Saisonspiel in Stuttgart die erste Niederlage hinnehmen. ©Ulrich Marx

Die Frauen des VC Printus Offenburg haben ihre erste Saisonniederlage in der 2. Volleyball-Bundesliga hinnehmen müssen. Am Samstag verloren die Ortenauerinnen das Derby bei Allianz MTV Stuttgart II mit 1:3 (25:23, 15:25, 15:25, 24:26). Trainerin Tanja Scheuer bezeichnete die Leistung ihrer Mannschaft als »Totalausfall«.

»Es war erst das vierte Saisonspiel«, sagte Tanja Scheuer, Trainerin des VC Printus Offenburg, um der 1:3-Niederlage bei Allianz MTV Stuttgart II doch noch etwas Positives abzugewinnen. Vielleicht sei es ein guter Zeitpunkt um zu realisieren, dass man in dieser Liga »nichts einfach mal so runter spielt«. Ihr Team war am Samstag der Bundesliga-Reserve aus der Landeshauptstadt klar unterlegen und zeigte vor rund 80 Zuschauern die bislang schwächste Saisonleistung. Durch die Niederlage rutschten die Offenburgerinnen in der Tabelle auf den zweiten Rang.

Aufschlag als Problemelement
 
Bereits im ersten Satz zeichnete sich ab, womit Scheuer das ganze Spiel haderte: »Unser Aufschlag war ein Komplettausfall!« Trotz des 25:23-Satzgewinns war der Gegner im Spiel. Vor allem im taktischen Bereich ging die Trainerin mit ihrem Team hart ins Gericht. Die Umstellungen im zweiten Satz seien »einfach nicht umgesetzt« worden. Wie blockiert sei die Mannschaft aufgetreten, unerklärliche Fehler im Annahme- und Blockverhalten waren die Folge. Bezeichnend: Teammanager Florian Scheuer verließ zwischendurch kurzzeitig die Halle, um seinem Ärger Luft zu machen. Die Durchgänge zwei und drei gingen mit jeweils 25:15 deutlich an Stuttgart.

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Kein Aufbäumen

Auch auf ein Aufbäumen im vierten Satz wartete man vergeblich. Mit 24:26 zog man am Ende den Kürzeren. »Das war ein Totalausfall«, bilanzierte die Trainerin. Nach Entschuldigungen wie die hohe Belastung am zweiten Doppelspieltag in Folge mochte sie nicht suchen: »So etwas passiert und es sollte uns eine Lehre sein.«
Viel Zeit zum Grübeln blieb nicht. Kurz nach Spielende ging es weiter in Richtung Grimma, wo am Sonntag die Pokal-Partie auf dem Plan stand (siehe Kasten links).

Für den VC Printus Offenburg spielten: Sarah McKinny, Tanya Paulin, Sophie Schellenberger, Pia Leweling, Sophia Bähr, Lisa Solleder, Richard Zorn, Molly Lynn Karagyaurov, Salomé Dikongué und Hanna Frei.

Info

3:2 – VCO-Frauen erkämpfen sich Achtelfinal-Einzug

Nur rund 20 Stunden nach der großen Enttäuschung aufgrund der 1:3-Niederlage in der 2. Bundesliga in Stuttgart, kannte der Jubel bei den Volleyballerinnen des VC Printus Offenburg am Sonntagnachmittag keine Grenzen. Durch einen nervenaufreibenden 3:2 (25:17, 27:29, 25:27, 25:18, 15:13)-Erfolg bei Ligakonkurrent VV Grimma haben die Ortenauerinnen – wie schon im Vorjahr – den Einzug ins Pokal-Achtelfinale des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) perfekt gemacht. Am 26. Oktober gastiert dann Erstligist Köpenicker SC in der Offenburger Nord-West-Halle.
»Es ist mehr Erleichterung als Freude, wir haben uns das Leben heute unnötig schwer gemacht«, musste Trainerin Tanja Scheuer nach 128 Minuten Spielzeit erstmal tief durchatmen. Denn die entscheidenden Elemente Aufschlag und Annahme seien nicht konstant auf dem Niveau der Vorwoche gewesen, als man Grimma in der Liga mit 3:0 beherrschte. »Das war der Knackpunkt«, analysierte Scheuer die Achterbahnfahrt der Gefühle. Denn nach souverän gewonnenem ersten Satz, gingen die Durchgänge zwei und drei trotz teils deutlicher VCO-Führungen knapp an Grimma. In Satz vier zeigte der amtierende Meister erneut seine Qualität und auch im Tie-Break waren die Gäste aus der Ortenau stets vorne. »Unterm Strich zählt, dass wir unser Ziel, das Pokal-Achtelfinale, erreicht haben«, war Scheuer stolz auf eine geschlossene Mannschaftsleistung und wie gut ihre Spielerinnendie Enttäuschung vom Vorabend weggesteckt hatten.

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