Lokalsport

Trotz »Hammer-Auftakt«: SG gelassen nach Eisenach

Autor: 
Rüdiger Rüber
Lesezeit 2 Minuten
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09. September 2004
Gute Stimmung beflügelt an der Börse die Aktienkurse, auf eine gute Stimmung setzen auch die Handballer der SG Willstätt/Schutterwald beim Start in die 2. Handball-Bundesliga am Samstag, 19.30 Uhr, beim Bundesliga-Absteiger ThSV Eisenach.
Offenburg. »Wir sind gut vorbereitet und ohne Druck. Eisenach dagegen muss gewinnen - wir wollen nur gewinnen«, sieht SG-Kapitän Daniel Kempf der schweren Aufgabe am Samstag in Eisenach gelassen entgegen, obwohl die Ergebnisse der Testspiele alles andere als zufriedenstellend waren. Was den Mittelspieler zuversichtlich stimmt, ist der Auftritt im DHB-Pokal am vergangenen Wochenende beim Zweitliga-Absteiger Konstanz. »Das war ein gutes Spiel, auch wenn wir erst in der Verlängerung 31:30 gewonnen haben. Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen«, erklärt Kempf, den auch der »Hammer-Auftakt« zum Zweitliga-Start mit den Auswärtsspielen bei den Bundesliga-Absteigern Eisenach und Kronau (25. September) sowie dem Heimdebüt am Mittwoch gegen die hoch gehandelte HSG Gensungen/Felsberg nicht schockt. »Wenn`s gut läuft, kann man Selbstvertrauen für die ganze Saison tanken.« In Eisenach ist die SG allerdings klarer Außenseiter. Der Ausfall von Toptorjäger Martin Valo, der mit einem Muskelfaserriss in der Wade noch drei Wochen fehlen wird, wiegt im dünnen SG-Kader schwer. Dass wie in Konstanz Youngster Oliver Junker mit sieben Toren in die Bresche springt, ist keine Selbstverständlichkeit. »Man darf nicht zu viel von Olli erwarten. Er muss dosiert in die 2. Liga integriert werden«, warnt der sportliche Leiter Armin Emrich vor übertriebenen Erwartungen. Außerdem plant Eisenach den sofortigen Wiederaufstieg. »Die ersten Sieben sind gestandene Bundesliga-Spieler«, weiß SG-Trainer Dragan Markovic um die Stärken der Thüringer, bei denen Danijel Grgic, der vor zwei Jahren mit Willstätt/ Schutterwald in der Bundesliga spielte, der Dreh- und Angelpunkt ist. Mit Dragan Jerkovic steht zudem ein ehemaliger kroatischer Nationalspieler zwischen den Pfosten. Und für Tore aus dem Rückraum soll der ungarische Neuzugang Krisztian Szep-Kis sorgen, während der isländische Olympia-Teilnehmer Runar Sigtryggsson, der von der SG Wallau-Massenheim kam, zusammen mit dem französischen Ex-Nationalspieler Bernhard Latchimy (zuletzt Strahlsunder HV) vor allem die Abwehr stabilisieren wird. »Wir müssen vor allem disziplinierter als in der Vorbereitung spielen, nur so haben wir eine Chance«, gibt Emrich als Marschroute unter der Wartburg aus.

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