Handball-Südbadenliga

TuS Schutterwald verliert gegen Hedos Elgersweier zum ersten Mal

Autor: 
Michaela Quarti
Lesezeit 3 Minuten
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13. November 2017
David Fritsch hatte Grund zum Strahlen. Der Hedos-Kreisläufer konnte nicht gestoppt werden.

(Bild 1/2) David Fritsch hatte Grund zum Strahlen. Der Hedos-Kreisläufer konnte nicht gestoppt werden. ©www.handball-server.de

Jetzt hat es auch den TuS Schutterwald erwischt. Mit 25:31 (15:15) bezog der Spitzenreiter der Handball-Südbadenliga am Samstag in eigener Halle die erste Saisonniederlage. Der Sieg des HC Hedos Elgersweier vor rund 600 Zuschauern war dabei hochverdient.

35 Sekunden waren gespielt, da netzte Philipp Hackl per Kempatrick für Elgersweier zur ersten Führung ein. »Es hätte danebengehen können, doch es war ein Zeichen gesetzt«, erklärte nach der Partie Hedos-Coach Daniel Kempf. Das beim Gegner in der Tat nicht ohne Wirkung bleiben sollte. »Da startest du nicht optimal, und das zog sich wie ein roter Faden durch das Spiel«, gab TuS-Trainer Nico Baumann zu.

Überhaupt spielte Hedos auf der Klaviatur der Emotionen. Angesichts der rund 600 Zuschauer, die für eine prächtige Derby-Kulisse sorgten, hatte Kempf seinen Mannen noch in der Kabine eingebläut: »Jetzt geht es darum zu genießen.« Das sollten sie dann auch tun – 60 Minuten und noch ein bisschen mehr.

David Fritsch nicht im Griff
Ließen beide Teams nach dem 1:1 Chancen in Serie ungenutzt, stabilisierte sich Hedos zunehmend. Schutterwald ließ schon in der Anfangsphase zwei Tempogegenstöße und ein Siebenmeter ungenutzt – Elgersweier zog auf 5:2 davon. Eine kurzzeitige Verletzungspause des überragenden Gäste-Akteurs Christopher Räpple nutzte der TuS zwar wieder zum 5:5-Ausgleich (12.), doch rund lief es nicht. Schutterwald probierte immer wieder vergeblich, den Kreis zum Abschluss zu bringen. Die Gäste führten in der Folge weiterhin oder hielten zumindest den Gleichstand – so auch zur Pause beim 15:15. »Wir wollten von Anfang an aggressiv decken, das hat heute gar nicht geklappt«, gab Nico Baumann zu. Das Hedos-Spiel mit Kreisläufer David Fritsch bekam man beispielsweise überhaupt nicht in den Griff.

Auch in die zweite Hälfte startete Schutterwald ganz schlecht. Einen Siebenmeter vergeben (insgesamt drei), dazu viele weitere Chancen nicht genutzt – Christopher Plschek im Hedos-Tor lief zur Hochform auf und wurde von den Fans schon frühzeitig gefeiert. Über 20:16 (37.) zog Elgersweier auf 23:18 (46.) und 26:19 (48.) davon. Die Schutterwälder waren nun völlig von der Rolle, nahmen sich Würfe ohne Gelegenheit. Torwart Felix Heuberger verhinderte noch Schlimmeres. Erst wurde Christopher Räpple eng gedeckt, dann auch noch sein Bruder Stefan. Der TuS kam noch auf 25:28 (57.) heran, fing sich aber in den letzten Minuten die hohe 25:31-Niederlage ein.

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»Dass wir uns so präsentieren, war nicht zu erwarten. Doch es hat sich abgezeichnet. Schon unsere letzten beiden Spiele waren nicht gut. Heute haben wir die Quittung bekommen«, sagte Baumann, der am Samstag den »Kopf zum Handball spielen« vermisste.

»Wir hatten heute eine gute Abwehr mit einem guten Torwart. Es war wichtig, dass wir da sehr beweglich waren«, so Daniel Kempf, der das ganze Team lobte: »Alle Positionen waren stabil. Mit unseren wenigen Wechselmöglichkeiten haben wir das sehr ruhig und souverän gespielt.«

Zwei TuS-Verletzte
Apropos: Alternativen hatte Kollege Baumann schon, auch wenn Yannick Cesar und Timo Erlenwein verletzt waren. »Doch heute war es im Prinzip egal, wen ich gebracht habe«, stellte Baumann, der mit seinen Schützlingen nun am Samstag den TB Kenzingen erwartet, ernüchtert fest. Wieder zu Hause spielt auch der HC Hedos Elgersweier gegen die SG Waldkirch/Denzlingen.

Schutterwald – Elgersweier 25:31 (15:15)
Schutterwald:
Herrmann (ein 7-m), F. Herrmann; Wöhrle, Ehrler, T. Heuberger 5, Bachmann 2, Huck 2, Möschle 2, Baumann 1, Pilsitz 5/2, Harter 3, Seigel 2, Hug 3/2.
Elgersweier: Plschek; Hackl 4, St. Räpple 3, Metelec 3, Oehler 1, Bruder 2, Lothspeich, Scavelli, Stehle 4, Ch. Räpple 6/3, Fritsch 8.

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