Handball, 3. Liga

TV Willstätt bricht nach 26:26 ein

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05. Mai 2021
Daniel Schliedermann war der Antreiber des TV Willstätt, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Daniel Schliedermann war der Antreiber des TV Willstätt, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. ©Christoph Breithaupt

Auch nach dem dritten Aufstiegsspiel zur 2. Handball-Bundesliga wartet der TV Willstätt weiter auf den ersten Sieg. Beim Spitzenreiter der Gruppe B, HC Oppenweiler/Backnang, verlor der Drittligist aus der Ortenau am Samstagabend mit 31:39 (19:20). Mitte Oktober – vor dem Saisonabbruch wegen der Corona-Pandemie – hatte der TVW noch sein Meisterschafts-Heimspiel gegen die Schwaben mit 35:32 gewonnen. Doch diesmal bekam das von Co-Trainer Fredy Beker gecoachte Team aus dem Hanauerland, Trainer Ole Andersen konnte wegen einer kleinen Operation am Mittwoch seine Mannschaft nicht begleiten, seine Abwehr einfach nicht dicht und den Tempo-Handball der Oppenweiler nicht in den Griff. Außerdem fehlten im linken Rückraum Jan-Philpp Valda (Knieprobleme) und Felix Gäßler (Schulterprobleme). „Wir hatten praktisch keinen richtigen Rückraum“, kommentierte Fredy Beker die Niederlage. Einzig Spielmacher Daniel Schliedermann auf Rückraum-Mitte zeigte eine starke Leistung, aber seine sieben Tore reichten nicht, um den HCOB erneut auf die Verliererstraße zu schicken.

Schliedermann als Antreiber

Vor der Pause agierte der TV Willstätt, angetrieben von Spielmacher Schliedermann, in einem Spiel mit viel Tempo und Toren noch auf Augenhöhe. Oppenweiler/Backnang ging zwar mit 4:2 (4.) in Führung, doch über 4:4 (6.) zog der TVW durch einen Treffer von Rechtsaußen Regis Matzinger erstmals mit 6:5 (7.) in Front. Und als Torhüter Steffen Dold mit einem langen Ball zum 13:11 (18.) traf, lagen die Gästen sogar mit zwei Toren vorne.

Aber die Willstätter Abwehr bekam den starken Rückraum der Oppenweiler mit Linkshänder Ruben Sigle auf Halbrechts, der insgesamt elf Tore erzielte, und mit dem erst 20-jährigen Youngster Timm Buck im linken Rückraum, der zehnmal traf, nie wirklich in den Griff, sodass die Gastgeber über 15:13 (23.), 16:18 (27.) zur Pause mit 20:19 führten.

Fünf Minuten ohne Tor

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Nach dem Wechsel drückte Oppenweiler dem Spiel dann seinen Stempel auf. Nach Timm Bucks 23:20 (34.) glich der gegenüber den ersten beiden Spielen verbesserte TVW-Linkshänder im rechten Rückraum, Petar Bubalo, für Willstätt zwar noch zum 24:24 (39.) aus, doch anschließend gaben die Schwaben den Takt vor. Nach dem 26:26 (43.) erzielten die Willstätter mehr als fünf Minuten lang kein Tor mehr, verwarfen durch Alexander Velz sogar einen von zwei Siebenmetern und weitere gute Chancen, und der HCOB traf fünfmal in Folge. Ein Siebenmetertor von Linksaußen Marcel Lenz zum 31:26 (48.) bedeutete erstmals eine Fünf-Tore-Führung für die Gastgeber.

Davon erholten sich die Ortenauer nicht, auch wenn sich Schliedermann, Dinko Dodig und Christopher Räpple gegen die drohende Niederlage stemmten. Eine Minute vor Ende führte der HC Oppenweiler/Backnang nach dem Treffer von Lenz zum 39:30 gar mit neun Toren.

Einbruch nach 43 Minuten

„Bis zum 26:26 in der 43. Minute war die Welt noch in Ordnung, wir hatten viel investiert und waren gleichauf, doch dann sind wir eingebrochen. Der vergebene Siebenmeter, weitere Fehlwürfe und eine starke Leistung von Oppenweilers eingewechseltem Torhüter Stefan Koppmeier kosteten uns die Moral“, meinte Fredy Beker.
Am nächsten Samstag (20 Uhr) braucht der TV Willstätt in seinem zweiten Heimspiel der Aufstiegsrunde gegen Schlusslicht TSB Heilbronn-Horkheim nun unbedingt einen Sieg, um seine kleine Chance auf einen Platz unter den ersten vier, der zu den Überkreuzspielen gegen die Gruppe A berechtigt, zu erreichen.

Oppenweiler/B. – TV Willstätt 39:31 (20:19)
Oppenweiler/Backnang: Müller (1.-34.), Koppmeier (35.-60.); Lenz 4/1, Buck 10, Raff 2, Sigle 11, Wolf 5, Schöbinger, Prasolov, Strýc 3, Csauth, Frank, Maurer 2, Bühler, Rauh, Düren 2.
Willstätt: Kvesi (21-42.), Dold (1.-20., 43.-60.) 1, Irion (n.e.); Kunde, Kirschner 1, Ludwig 4, Räpple 2, Dodig 6, Kauffmann (n.e.), Matzinger 4, Velz 2/1, Oßwald 1, Bubalo 1, Schliedermann 7.
Schiedsrichter: Lucas Hellbusch/Darnel Jansen (Trebur/Geinsheim) – Zuschauer: keine.
Siebenmeter: 1/1 - 1/3.
Zeitstrafen: 10 Minuten für Oppenweiler – sechs Minuten für Willstätt.

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