Fußball-Kreisliga A, Nord

Ulrich Huber und Tiergarten gehen getrennte Wege

Autor: 
Fritz Bierer
Lesezeit 5 Minuten
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07. September 2018

Die Wege von Trainer Ulrich Huber und der DJK Tiergarten-Haslach haben sich getrennt. ©DJK Tiergarten

In der Fußball-Kreisliga A, Nord trägt der FV Wagshurst nach wie vor eine »weiße Weste« und gilt auch deshalb im Gastspiel beim SV Ödsbach, der zuletzt mit einem 3:0-Erfolg beim TuS Legelshurst aufhorchen ließ, als klarer Favorit. Der SV Renchen reist als Tabellenzweiter zum Derby nach Urloffen –die Meerrettichdörfler könnten mit einem Heimsieg die Grimmelshausenstädter in der Tabelle überholen und auf Platz zwei springen. Die Wege der DJK Tiergarten-Haslach und Trainer Ulrich Huber haben sich getrennt – Grund ist die sportliche Situation, wie die Spielleitung gestern per Pressemitteilung bekanntgab. Alle Spiele werden am Sonntag, 15 Uhr, angepfiffen.
 

Tiergarten – Zusenhofen
Dieses Derby birgt immer viel Brisanz. Diesmal kommt noch aufseiten der Gastgeber die Trennung von Trainer Ulrich Huber hinzu. DJK-Spielausschuss Philipp Ell in einer Pressemitteilung: »Die DJK Tiergarten-Haslach und Trainer Ulrich Huber haben nach einer Analyse der aktuellen sportlichen Situation gemeinsam beschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden. Nach dem Saisonstart mit drei Niederlagen waren sich beide Parteien einig, dass die Mannschaft neue Impulse braucht. Der Verein ist Ulrich Huber dankbar für seine Arbeit. Er hat das Team in einem großen Umbruch übernommen und vergangene Saison auf den fünften Platz geführt.« Martin Panter soll nun die Mannschaft interimsweise bis zur Winterpause übernehmen und beim Derby gegen Zusenhofen das erste Mal betreuen. 
Gast VfR Zusenhofen führte zu Hause nach einer halben Stunde gegen Appenweier 3:0, am Ende stand es 3:3. Spielausschuss Kevin Winkler: »Nach dem 3:3 in Urloffen erneut zwei Punkte zu verlieren war natürlich bitter. Trotz allem heißt  es, die positiven Erkenntnisse mitzunehmen. Schlimmer wäre es, in den ersten drei Partien keine Tore erzielt zu haben. So gilt es jetzt in der Abwehr auch einfach mal die Null zu halten«. Fehlen wird beim VfR urlaubsbedingt Kapitän Markus Feger. Für wen sich Trainer Bora Markovic auf der Torhüter-Position entscheidet lässt der Coach noch offen. »Es gilt hier vor allem bei Tobias Huber vorsichtig zu sein, der nach seinem Kreuzbandanriss in der Vorbereitung erst seit kurzem wieder im Training ist«, erklärt Winkler. Es sei durchaus möglich, dass erneut Handball-Keeper Steffen Dold zwischen den Pfosten steht.
Kork – Fautenbach
Den ersten Zähler in neuer Umgebung holte sich der SV Kork mit einem Torlosen Remis beim Mitaufsteiger SV Nußbach. Spielausschuss Fabian Fuß: »Mit dem Spiel muss man sich zufrieden geben, auch wenn nur ein Zähler dabei herauskam. Es wären definitiv drei Punkte drin gewesen. Die Einstellung der Mannschaft war sehr gut. Darauf kann man aufbauen. Die nötige Präzision fehlte uns in der ein oder anderen Situation.  Mit Fautenbach kommt jetzt ein Brocken. Eine hungrige Mannschaft. Der SVF ist Favorit. Personell sind wir geschwächt durch Verletzte und Urlauber.«
Zuletzt musste das Fautenbacher Team um Trainer Jupp Carnarius eine Dämpfer hinnehmen, als man zu Hause gegen den FV Zell-Weierbach mit 1:2 verlor. Personell kommen bei den »Rothosen« auch einige Stammkräfte wieder in den Kader zurück, die zuletzt noch urlaubsbedingt fehlten.   
Zell-Weierbach – Stadelhofen II
Der 2:1-Sieg zuletzt gegen die DJK Tiergarten-Haslach war ganz wichtig für die Landesliga-Reserve. Jetzt hat man fünf Zähler auf dem Konto und kann etwas befreiter in den Weinort fahren. Allerdings hängen beim Tabellendritten die »Trauen« ziemlich hoch, totzdem wollen die Renchtäler eine (Punkte-)Ernte einfachen. SVS-Coach Christian Wolf: »Eine engagierte Leistung wurde zum Schluss mit ersten Saisonsieg belohnt. Jetzt haben wir eines der besten Teams der Liga vor der Brust. Hier wollen wir uns so gut wie möglich verkaufen und wiederum alles Mobil machen was in dem jungen Kader steckt.«
Windschläg – Nußbach
Es ist ein Duell zweier »Tabellen-Kellerkinder«: Nußbach ein Zähler, Windschläg noch ohne Punkte, aber mit »Roter Laterne«. Nußbachs Keeper Ken Müller zur aktuellen Lage und zum Spiel im Offenburger Ortsteil: »Gegen Kork war definitiv mehr drin, jedoch haperte es, wie schon die ganze Runde mit der Chancenverwertung. Außerdem waren wir nicht aggressiv genug um das Spiel wirklich gewinnen zu wollen. Jedem Spieler muss klar sein, dass er eine Schippe draufpacken muss. Gegen Windschläg muss ein Sieg her, damit wir nicht den Anschluss ans Mittelfeld verlieren. Leider fehlen bei uns sechs Spieler, die verletzt oder in Urlaub sind«.
Ödsbach – Wagshurst
Ganz wichtige für die Oberkircher Teilörtler war der 3:0-Erfolg zuletzt im Gastspiel beim TuS Legelshurst und aus Sicht von SVÖ-Trainer Patrick Braun auch verdient, der nun etwas entspannter dem Duell mit Spitzenreiter FV Wagshurst entgegenblicken kann. Braun: »Gegen die Spitzenteams Renchen und Ichenheim sahen wir sehr schlecht aus. Gegen Wagshurst wollen wir das besser machen. Für uns ist es eine sehr schwere Aufgabe. Personell haben wir neben unseren Langzeitverletzten einige angeschlagene Spieler, über deren Einsatz nur kurzfristig entschieden werden kann«.
Linx II – Legelshurst
Mit Schnelligkeit, Aggressivität und Dynamik wollte Legelshurst zuletzt den SV Ödsbach überraschen. Doch all das fehlte dann im Spiel. »Wir hatten am vergangenen Samstag nicht den Spieler, der die Tür öffnet. Aber auch in Richtung Defensive waren wir nicht mit maximalem Tempo unterwegs und bekamen die Quittung mit der 0:3-Niederlage serviert«, grantelte Legelshursts Trainer Dietmar Baas nach der Partie. »Es wird nach der Niederlage garantiert kein Sündenbock gesucht – es war ein kollektives Versagen«, so Baas, der nun fordert, die Eigenfehler zu reduzieren und die Chancenverwertung zu verbessern, »nur dann können wir etwas Zählbares in der Partie gegen Linx II mitnehmen«.
Urloffen – Renchen
Es ist ein Derby und gleichzeitig Spitzenspiel. Mit einem Heimsieg würde der Bezirksliga-Absteiger den Kontrahenten überflügeln und könnte sich auf Rang zwei vorarbeiten. Urloffens Pressesprecher Benjamin Knosp: »Auf uns wartet ein richtig guter Gegner. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe und die Tagesform wird entscheiden. Personell fehlen einige Stammspieler aufgrund von  Verletzungen und Urlaub.«
Beim SV Renchen war nach der 2:3-Heimniederlage gegen den SV Linx II die Enttäuschung groß. Vorsitzender Gerhard Schrempp: »Die Niederlage gegen Linx II schmerzt und sehr, vor allem weil sie völlig unnötig war. Wir hatten das Spiel im Griff, haben aber zu viele Geschenke verteilt. Gegen Urloffen haben wir nun den nächsten harten Brocken vor uns. Ziel ist es, das Spiel nicht zu verlieren.« Beim Personal, so Schrempp, muss Trainer Dieter Schindler erst das Abschlusstraining abwarten und wird dann sehen wer spielen kann und wer nicht.

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