2. Volleyball-Bundesliga Frauen

VC Offenburg auch auswärts nicht zu stoppen

Autor: 
Melissa Lang
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28. Januar 2018
Überzeugte in Sonthofen am Netz: Taylor Brisebois wurde als wertvollste Spielerin des VCO-Teams ausgezeichnet.

Für das erste Auswärtsspiel im neuen Jahr hatten sich die Offenburgerinnen viel vorgenommen. Denn auch im Fernduell gegen den direkten Verfolger NawaRo Straubing wollten sich die VCO-Volleyballerinnen keinen Patzer erlauben, um im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg nicht an Boden zu verlieren. Dementsprechend euphorisch und fokussiert legte der Tabellenführer im ersten Satz los. Vor rund 600 Zuschauern erwischte die Sechs von Trainer Florian Völker  mit der nach Rückenproblemen genesenen Lisa Solleder und Youngster Anna Schupritt  einen perfekten Start. 

Völker: Von Fehlern des Gegners profitiert
Das Spiel des Heimteams war in der Anfangsphase nervös und von vielen einfachen Fehlern geprägt. Dies nutzen die VCO-Mädels und gingen mit 17:13 schnell in Führung. Nach nur 20 Minuten ging der erste Satz mit 25:16 leistungsgerecht an die Ortenauerinnen. »Wir haben vor allem von den Fehlern des Gegners profitiert, da mussten wir nicht viel Eigeninitiative aufs Feld bringen«, lautete das Resümee  von Trainer Florian Völker. 

Gewinn des zweiten Satzes Schlüssel zum Erfolg
Im zweiten Durchgang bot sich der stimmungsvollen Kulisse zunächst ein ähnliches Bild. Die Gastgeberinnen versuchten zwar mit den technisch versierten Offenburgerinnen auf Augenhöhe zu bleiben, mussten sich aber schnell mit der Einsicht anfreunden, dass der Vizemeister der Vorsaison spielerisch überlegen war. Nach dem 16:8 aus Sicht des VCO  kamen die AllgäuStrom Volleys dann doch besser ins Spiel und kämpften sich bis auf einen Punkt heran. Beim Stand von 24:23 wurde es spannend. Ein Aufschlagfehler auf Seiten des Heimteams brachte dem Völker-Sextett schließlich den Satzball, den der VCO zum 25:23 nutzte. »Obwohl es gegen Ende eng wurde, haben wir Ruhe bewahrt und uns die wichtige 2:0-Satzführung gesichert«, beschrieb der Coach den zweiten Satz im Anschluss als Schlüssel zum Erfolg.

Taylor Brisebois sichert Punkt um Punkt
Nach einer kurzen Pause nahmen die Offenburgerinnen zu Beginn des entscheidenden Durchgangs wieder die Zügel in die Hand. Vor allem die kanadische Mittelblockerin Taylor Brisebois, die vor der Saison aus der dänischen Liga in die Ortenau gewechselt war, überzeugte am Netz und sicherte den VCO-Damen Punkt um Punkt. 
»Den dritten Satz haben wir dann wieder dominant und zielstrebig begonnen. Der große Vorsprung ließ den Gegner schließlich selbst nicht mehr an einen Satzerfolg glauben, sodass wir die Punkte souverän ausspielen konnten«, war Völker mit der abschließenden Performance zufrieden. Das Heimteam hatte schließlich nichts mehr entgegenzusetzen und nach einem 13:4-Zwischenstand war der Rest nur noch Formsache. 25:17 stand es am Ende. Im Anschluss wurde die 1,86-Meter-große Brisebois verdient zur wertvollsten Spielerin ihres Teams ausgezeichnet. 

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Samstag Spitzenspiel gegen Grimma
Die Siegesserie der VCO-Damen hält also weiter an. Nach zwei Heimsiegen in Folge konnten sich die Offenburgerinnen auch zum Rückrundenstart erstmals in der Fremde durchsetzten. Am Samstag kommt es um 19.30 Uhr in der heimischen Nord-West-Halle nun zum brisanten Spitzenduell gegen den Tabellendritten VV Grimma.

Für den VCO spielten: Taylor Brisebois, Alexandra Bura, Viviane Hones, Chanelle Gardner, Franziska Fried, Pia Leweling, Lisa Solleder, Richarda Zorn, Anna Schupritt, Molly Lynn Karagyaurov, Nele Iwohn.