2. Volleyball-Bundesliga

VC Offenburg trotz Zorn-Ausfall stark

Autor: 
Michael Hoffmann
Lesezeit 3 Minuten
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23. Januar 2017
Der »Joker« sticht: Johanna Ewald half bei der »Ersten« aus und machte beim VCO-Sieg in Neuwied ein starkes Spiel.

Der »Joker« sticht: Johanna Ewald half bei der »Ersten« aus und machte beim VCO-Sieg in Neuwied ein starkes Spiel. ©Peter Heck

Die Volleyballerinnen des VC Printus Offenburg feierten einen gelungenen Start in das neue Jahr. Mit 3:1 (25:19, 25:12, 20:25, 25:17) setzte sich der amtierende Zweitliga-Meister souverän am Samstagabend beim VC Neuwied 77 durch. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kompensierte der VCO den Ausfall von Zuspielerin Richarda Zorn.

 

Gepokert hatte Tanja Scheuer im Vorfeld des Rückrunden-Auftakts des VC Printus Offenburg beim VC Neuwied ja schon ein bisschen. »Wir fahren auch in Bombenbesetzung nach Neuwied«, hatte die Trainerin angekündigt. Die Leistung war, wie sich herausstellte, zwar »Bombe«, vollzählig war das Team aber mitnichten. Umso höher ist es der Mannschaft anzurechnen, wie souverän sie die Aufgabe beim Tabellensechsten der 2. Bundesliga Süd meisterte. Der 3:1-Erfolg vor rund 250 Zuschauern wackelte nur kurz im dritten Satz.
Vier Ausfälle
Gleich vier Ausfälle mussten die Offenburgerinnen verkraften. Am schwersten wog wohl der von Zuspielerin und Mannschaftsführerin Richarda Zorn. Sie hatte sich eine Fußverletzung zugezogen und war zum Zuschauen verdammt. Neben Zorn fehlten zudem Svenja Engelhardt sowie weiterhin Katrin Kreuzer und Franziska Fried.
In Neuwied zauberte Scheuer deswegen eine alte Bekannte aus dem Hut. Johanna Ewald, in der Vorsaison noch Teil der Meistermannschaft, half auf der Zuspiel-Position aus und machte ihre Sache so gut, dass sie von ihrer Trainerin ein Extra-Lob einheimste. »Jojo hat das taktisch wirklich unglaublich gespielt.« Mit einer Aufschlagserie (6:1) eröffnete die 22-Jährige, die mit der VCO-Reserve an der Tabellenspitze der Oberliga steht, den zweiten Satz und ebnete so den Weg zur 2:0-Satzführung.
Schon zuvor wurde der Unterschied beider Mannschaften deutlich. »Die ersten beiden Sätze waren wirklich dominant«, sagte Scheuer. »Wir waren wahnsinnig aggressiv unterwegs.« Mit Sarah McKinny auf der Diagonal-Position war der VCO sowohl defensiv als auch offensiv überlegen. Die Offenburgerinnen zeigte keine Spur von Startschwierigkeiten nach über vier Wochen Wettkampfpause. Scheuer hatte eher das Gefühl, dass Neuwied schon wieder »spielmüde« sei. Für die Gastgeberinnen war die Partie bereits der dritte Auftritt 2017.
Satzverlust im dritten Durchgang
Noch im vergangenen Jahr beendete Neuwied die Saison auf Rang drei. In der aktuellen Spielzeit kommen die Rheinländerinnen aber nicht wirklich in Fahrt. Mit vielen Fehlern machten sie dem VCO das Leben einfach. »Das hat uns natürlich reingespielt«, erklärte Scheuer. Man müsse den Gegner mit seiner Spielweise aber erst einmal zu solchen Fehlern zwingen. »Block,- Aufschlag- und Angriffstaktik haben gepasst.« Lediglich im dritten Durchgang verloren die VCO-Damen kurzzeitig den Fokus – was prompt im Satzverlust endete (20:25). Aufschlag und Annahme waren nicht mehr auf dem Niveau der vorangegangen Sätze. 
Auf einen fünften Durchgang wollte sich Scheuer dann nicht mehr einlassen: »Da gewinnst du zwei Sätze so dominant und musst dann in den fünften Satz gehen. Das wäre albern.« Mit einem wiedererstarkten Mittelblock ging der vierte Durchgang an den VCO (25:17). 

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Für den VCO spielten: Sarah McKinny, Tanya Paulin, Sophie Schellenberger, Pia Leweling, Sophia Bähr, Lisa Solleder, Johanna Ewald, Molly Karagyaurov, Salomé Dikongué, Hanna Frei. 

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