Volleyball

VCO: Die Sensation ist im Kopf

Autor: 
Heiko Rudolf
Lesezeit 4 Minuten
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26. Oktober 2016
Die VCO-Spielerinnen Pia Leweling, Tanya Paulin, Richarda Zorn, Lisa Solleder, Sarah McKinny und Sophie Schellenberger (v. l.) freuen sich auf das Pokalspiel gegen Köpenick.

(Bild 1/2) Die VCO-Spielerinnen Pia Leweling, Tanya Paulin, Richarda Zorn, Lisa Solleder, Sarah McKinny und Sophie Schellenberger (v. l.) freuen sich auf das Pokalspiel gegen Köpenick. ©Peter Heck

»Gemeinsam zur Sensation« – unter dieses Motto haben die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Printus Offenburg das DVV-Pokal-Achtelfinale am Mittwochabend (19 Uhr/Nordwest-Halle) gegen den Erstligisten Köpenicker SC aus Berlin gestellt. Trainerin Tanja Scheuer ist zuversichtlich, den »Schlüssel gefunden zu haben, um den Gegner zu knacken«. 

Als »ganz anders als im Vorjahr« bezeichnet VCO-Trainerin Tanja Scheuer die Ausgangssituation vor dem Pokal-Highlight. Denn im Vergleich zum 4. November 2015, als die Offenburgerinnen bei ihrem Premierenauftritt im DVV-Pokal vor 1017 begeisterten Zuschauern erwartungsgemäß mit 0:3 gegen den deutschen Meister Dresdner SC verloren, sind die Vorzeichen auf eine Sensation vor dem Pokal-Achtelfinale des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) am Mittwochabend um 19 Uhr in der heimischen Nordwest-Halle gegen den Bundesligisten Köpenicker SC viel besser. 

Videoanalyse zur Vorbereitung

Das liegt zum einen an der gestiegenen Qualität im Offenburger Kader, von der sich die Zuschauer beim eindrucksvollen 3:0-Erfolg am Samstag über den VC Neuwied erneut überzeugen konnten. Zum anderen ist das Kaliber des Köpenicker SC nicht mit dem des Dresdner SC, – von Scheuer im Vorjahr als »FC Bayern des Frauen-Volleyballs« bezeichnet – zu vergleichen. »Natürlich ist das ein Erstligist, der viel trainiert und mit Dominice Steffen eine herausragende Außenangreiferin sowie mit Nuria Lopes da Silva eine schnelle Mittelblockerin in ihren Reihen hat. In der Summe ist das aber kein Team aus dem oberen Erstliga-Bereich«, stuft Scheuer den Gegner nach etlichen Videoanalysen und Rücksprachen mit Erstliga-Trainern ein. 

Wollte sich ihre Mannschaft im Vorjahr gegen die Übermannschaft aus Dresden »einfach gut präsentieren«, ist Understatement vor dem Duell mit dem Vorjahresachten Köpenick, seit 2005 in der Beletage, 2015 aber sowohl sportlich als auch finanziell knapp dem Abstieg von der Schippe gesprungen, beim amtierenden Zweitliga-Meister fehl am Platz. »Es ist eine ganz andere Situation. Wir freuen uns auf diese Herausforderung, haben Bock zu gewinnen und dürfen nicht überrascht sein, wenn sich die Chance zur Sensation bietet«, schildert Scheuer, die die Langzeitverletzte Katrin Kreuzer als Option auf die Bank setzt und somit lediglich auf Franziska Fried verzichten muss, die Situation und ergänzt: »Ich glaube, den Schlüssel gefunden zu haben, um den Gegner zu knacken.« Die Katze aus dem Sack lassen wollte Scheuer aber verständlicherweise nicht.

Gästecoach hat Respekt

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Der Köpenicker SC, der vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Manuel Rieke trainiert wird und eine recht junge Mannschaft mit nur drei Ausländerinnen hat, gewann sein Auftaktspiel in der Bundesliga am Samstag beim Nachwuchsteam VC Olympia Berlin um die ehemalige VCO-Spielerin Merle Weidt mit 3:0, tat sich über weite Strecken aber schwer. Sicher auch, weil im Sommer fünf neue Spielerinnen integriert werden mussten, während Topangreiferin Lauren Barfield nach Schwerin abwanderte. 

Bereits am Dienstag trat der Hauptstadt-Club die rund 760 Kilometer lange Reise in die Ortenau an, wo am Mittwochvormittag noch ein Abschlusstraining auf dem Programm steht. Auch ein Zeichen dafür, dass KSC-Coach Rieke dem VCO viel Respekt entgegenbringt: »Wer sich in der 2. Liga so stabil wie Offenburg durchsetzt, verdient allerhöchste Achtung. Wir dürfen den Zweitligisten auf keinen Fall unterschätzen. Das wird gerade bei der heißen Atmosphäre in der Offenburger Halle böse bestraft.«

Zuschauer als Pluspunkt

Und genau auf diese Atmosphäre baut Trainerin Tanja Scheuer, der am Mittwoch Nachwuchstrainer Christopher Röder und der ehemalige Erstliga-Coach Michael Gabler, mittlerweile Trainer des Oberliga-Teams, an der Seitenlinie unter die Arme greifen: »Wir brauchen die Unterstützung von außen, um unsere Heimstärke auszuspielen.« 

Dimensionen wie im Vorjahr, als 1017 Zuschauer in die Halle strömten, werden am Mittwoch vermutlich nicht erreicht. »Es macht sich beim Kartenvorverkauf bemerkbar, dass Köpenick keine Topadresse im deutschen Volleyball ist. Wir würden uns freuen, wenn 500 bis 600 Zuschauer kommen«, so VCO-Manager Florian Scheuer, der mit seinem 30-köpfigen Helferteam für einen reibungslosen Ablauf sorgt und eine Showtanzgruppe als Rahmenprogramm organisiert hat. Einlass ist um 17.30 Uhr, Spielbeginn um 19 Uhr. Tickets gibt es an der Abendkasse.
 

Info

Parksituation

Der VC Offenburg bittet seine Besucher, die Parkplätze am Tesa-Werk gegenüber der Halle zu nutzen.

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