Volleyball

VCO-Trainer Michael Gabler: Erfolgreicher Kulturschock

Autor: 
Heiko Rudolf
Lesezeit 3 Minuten
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28. März 2017
Die zweite Mannschaft des VC Offenburg hat die Konkurrenz und sich selbst überrascht (hinten v. l.): Christin Kirmse, Kerstin Galosch, Teresa Saunders, Luisa Heimburger, Isabella Herb, Johanna Ewald, Noemi Freitag und Trainer Michael Gabler. Vorne v. l.: Hannah Haas, Luisa Seib, Lisa Walter, Inka Huber und Julia Steinert.

Die zweite Mannschaft des VC Offenburg hat die Konkurrenz und sich selbst überrascht (hinten v. l.): Christin Kirmse, Kerstin Galosch, Teresa Saunders, Luisa Heimburger, Isabella Herb, Johanna Ewald, Noemi Freitag und Trainer Michael Gabler. Vorne v. l.: Hannah Haas, Luisa Seib, Lisa Walter, Inka Huber und Julia Steinert. ©Verein

Als die rund 600 Zuschauer längst abgezogen waren, es in der Offenburger Nordwest-Halle wieder ruhig geworden war und die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Offenburg nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen Stuttgart frisch geduscht aus den Umkleidekabinen kamen, kochte kurz vor Mitternacht die Stimmung nochmal hoch – und die Party ging erst richtig los!
Aus zwei Mannschaftsbussen stiegen zwölf vom Erfolg und vom Meistersekt beschwingte Mädels und Trainer Michael Gabler aus. »Das hat vor der Saison niemand von uns erwartet«, strahlte Zuspielerin Johanna Ewald nach dem 3:0-Sieg der zweiten VCO-Mannschaft im letzten Spiel der Oberliga-Saison in Kleinsteinbach, mit dem der Aufsteiger den Durchmarsch in die Regionalliga am Samstag perfekt gemacht hatte. 

Um 4 Uhr im Bett

Noch in der Halle in Kleinsteinbach ging die Meistersause los, bei der auch der 56-jährige Erfolgscoach Michael Gabler Ausdauer bewies. »Bei einem Zwischenstopp im Burger King auf der Heimfahrt haben mich die Mädels überredet, noch mit ihnen feiern zu gehen«, wusste Gabler zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass er vor 4 Uhr morgens nicht im Bett liegen würde. »Das war definitiv das Highlight, dass Micha mit uns in die Etage 1 gegangen ist und wir in voller Besetzung waren«, zollte Johanna Ewald ihrem Trainer Respekt für sein Durchhaltevermögen. Denn ein Großteil der Mannschaft ist aus den Jahrgängen 2000/2001 – und damit rund 40 Jahre jünger als der Lehrer am Hans-FurlerGymnasium in Oberkirch. 

Mit seiner Volleyball-Erfahrung hat der A-Lizenz-Inhaber und ehemalige Bundesliga-Trainer in Ulm und Creglingen den Offenburger Zweitliga-Unterbau innerhalb von zwei Jahren auf direktem Wege von der Verbands- in die Regionalliga geführt und das eigentlich erst perspektivisch ausgegebene Ziel, die Lücke zwischen erster und zweiter Mannschaft zu verringern, bereits jetzt erreicht. »Die Mannschaft hat als Mannschaft funktioniert, und sie hat mich ertragen. Das war für die jungen Spielerinnen sicher auch ein Kulturschock«, ist Gabler stolz auf sein Team, das spätestens nach dem 3:1-Erfolg Mitte Januar gegen den direkten Titelkonkurrenten VSG Mannheim das Wort Aufstieg in den Mund genommen hat.

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Große Erleichterung

Von ihrem Weg haben sich die Offenburgerinnen auch von einer 2:3-Niederlage gegen den USC Freiburg nicht abbringen lassen. Im alles entscheidenden Spiel am Samstag ließ der VCO, der vor Spielbeginn eine Videobotschaft der ersten Mannschaft erhalten hatte, nichts mehr anbrennen. Gabler: »Es war ein souveräner Auftritt, auch wenn es im zweiten Satz kurz hektisch wurde und wir einen Satzball gegen uns hatten.« Johanna Ewald, eine der erfahreneren Spielerinnen, die für Gabler als »Antreiberinnen und Motivatorinnen« im Kreis der Jungen viel auffangen und Sicherheit geben, fielen Steine vom Herzen: »Die Erleichterung war riesig.«

Denn die Rückrunde war nicht einfach, Verletzungen und Krankheiten haben den Kader immer wieder dezimiert. Hinzu kam, dass sich ein Großteil der Spielerinnen wie die am Samstag im Angriff überragende Hannah Haas sowohl mit der U18 als auch mit der U20 für die deutschen Meisterschaften qualifizierte und quasi dreifach belastet war.

Entwicklung fortführen

Nun gilt es, den Entwicklungsprozess fortzuführen. »Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft weitestgehende zusammenbleibt. Dann müssen wir uns auch in der Regionalliga nicht verstecken«, ist Gabler zuversichtlich, in einem Jahr den Klassenerhalt feiern zu können – vielleicht ja wieder in der Etage 1, dann mit 57.

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