Kehl

Verbandspokal als letzter Härtetest

Autor: 
Fritz Bierer
Lesezeit 5 Minuten
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28. Juli 2017

(Bild 1/2) Für die Verbandsligisten ist die erste Hauptrunde im Verbandspokal der letzte Härtetest vor dem Punktspielauftakt am Wochenende 4./5. August. Der SV Linx geht als Favorit in die Partie gegen Landesligist TuS Oppenau. ©Peter Heck

So wie es Kehls Fußball-Abteilungsleiter Jürgen Sax ausgesprochen hat, denken die meisten seiner Kollegen und Trainer: »Endlich geht’s wieder los«. Die Zeit der Testspiele ist zumindest für die Verbandsligisten vorbei, die am 4. August in Stadelhofen offiziell die Punktspielrunde einläuten  (die Landesliga beginnt eine Woche später). Nach der Qualifikation am vergangenen Wochenende wird jetzt 1. Hauptrunde im Südbadischen Verbandspokal angepfiffen. Für alle Teams aus dem Verbreitungsgebiet dieser Zeitung stehen echte Gradmesser auf dem Plan. Im Renchtalstadion (Oberkirch) und im Mührigwald-Sportpark (Stadelhofen) kommt es zu Duellen von Liga-Konkurrenten, als höherklassigere Teams werden der SV Linx (gegen Oppenau) und der Kehler FV (beim VfB Bühl) einlaufen und sind in der Favoritenrolle.
 

SV Linx – TuS Oppenau
Samstag, 17 Uhr

Die Generalprobe am Mittwochabend gegen den auf Oberliganiveau spielenden FC Haguenau ging für den SV Linx mit 0:2 daneben. Ohne Torjäger Marc Rubio angetreten, war die mangelnde Chancenverwertung Grund für die Niederlage. Jetzt wird es ernst für die Linxer. In der 1. Pokal-Hauptrunde gastiert Landesligist TuS Oppenau im Hans-Weber-Stadion. Fast auf den Tag genau, im Jahr 2012, warfen die Renchtäler den SV Linx ebenfalls mit einem 4:2-Sieg aus dem Wettbewerb. Das soll diesmal nicht passieren auch wenn Oppenaus neuer Spielertrainer Christian Seger, in der letzten Saison für den SV Linx spielend, Trainererfahrungen sammelte und die Linxer somit bestens kennt. Sascha Reiss hofft, dass Torjäger Marc Rubio und Rico Schmider bis Samstag wieder fit sind. Die Ziele beim SV Linx sind im zweiten Jahr unter Trainer Sascha Reiss hoch gesteckt. Einen Pokalsieg gegen Oppenau und einen guten Saisoneinstieg eine Woche später zuhause gegen den 1. SV Mörsch, das sind erste Pflichtaufgaben für die Linxer. 
»Wir sind in unserem Heimspiel sicher Favorit. Wir haben auch im Pokal unsere Ziele und möchten am Samstag auf jedenfall eine Runde weiterkommen. Das es eine schwere Aufgabe wird, ist uns bewusst. Unser letztjähriger Spieler Christian Seger wird sein neues Team gut auf uns einstellen und es uns so schwer wie möglich machen wollen«, ist SVL-Coach Sascha Reiss überzeugt.

SV Oberkirch – SV Freistett
Samstag, 17 Uhr

Mit einer 0:3-Tesspielniederlage gegen den SV Stadelhofen am Mittwochabend in Zusenhofen geht Landesligist SV Oberkirch morgen in das Pokalduell mit dem Ligakonkurrenten SV Freistett. Allerdings war der SVO keine drei Tore schlechter als der SVS. Zwei Treffer gehen klar auf die »Mütze« von Keeper Rico Spinner, was auch Trainer Helmut Kröll bestätigt: »Unser Torhüter hat in zwei Situationen etwas unglücklich ausgesehen, aber ich mache ihm deswegen keinen Vorwurf. Ich hätte mir gewünscht, dass wir wenigsten einen Treffer erzielt hätten, denn wir hatten uns einige gute Chancen herausgegearbeitet und Pech bei einem Lattenschuss.« Helmut Kröll kennt den SV Freistett aus der vergangenen Saison, allerdings erwartet er durch die Neuzugänge eine gewisse Aufbruchstimmung. »Die aktuelle Leistungsstärke des SVF ist aber schwer einzuschätzen«, so Kröll. Ziel sei die 2. Pokalrunde, wo man erneut ein Heimspiel hätte – möglicherweise gegen den OFV, der in Sinzheim die 1. Runde spielt. »Das wäre natürlich sehr lukrativ«, so der neue SVO-Trainer.
Ohne personelle Sorgen reist der SV Freistett ins Renchtal. Ein paar Akteure würden aufgrund kleinerer Blessuren fehlen, schwerwiegende Verletzungen müsse  man aber aktuell keine beklagen, meldet Pressesprecher Sebastian Schmidt. Unsere Neuzugänge haben sich prima integriert und werden teilweise dem Kader angehören«. Mit Gwenael Jegou hat der SVF noch einen erfahrenen Akteur aus Frankreich dazubekommen. Der 34-jährige Franzose sei ein alter Weggefährte von Steve Schröter, habe Verbands- und Landesligaerfahrung in Frankreich (FR Hagenau) gesammelt und war zuletzt sechs Jahre Spielertrainer beim FC Eckbolsheim. »Er soll unserem jungen Gesamtkader noch einen Tick Routine und Erfahrung verleihen. Die Spielberechtigung ist allerdings noch nicht eingetroffen«, informiert Schmidt.  

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Stadelhofen – Kuppenheim
Samstag, 17 Uhr

Mit Liga-Konkurrent SV Kuppenheim hat der SV Stadelhofen einen richtigen Härtetest vor der Brust. In der vergangenen Saison als Zehnter (ein Zähler mehr als der SV Stadelhofen) hatten die Murgtaler über weite Strecken nichts mit dem Abstieg zu tun, kamen erst ab Mitte der Rückrunde etwas in die Bredouille. »Wir haben einen tollen Auftakt. Zunächst die erste Pokalrunde gegen den SV Kuppenheim und dann die offizielle Saisoneröffnung am kommenden Freitag mit dem Derby zu Hause gegen den OFV. Wir sind in beiden Spielen sicher nicht der Favorit. Aber nach dem Pokalspiel udn dem Duell mit dem OFV wissen wir, wo wir leistungsmäßig stehen und wo der Schuh drückt.« Wichtig für Stadelhofens Trainer Daniel Bistricky ist, dass die Spieler befreit auftreten und keine Angst haben. »Solche Spiele müssen Fußballer einfach genießen. Wir wollen in beiden Spielen eine gute Leistung auf den Platz bringen«, so die Hoffnung von Daniel Bistricky.

VfB Bühl – Kehler FV
Samstag, 17 Uhr

Ein schnelles Wiedersehen mit ihrem Ex-Trainer Alexander Hassenstein, der seine Zelte beim Landesligisten VfB Bühl aufgeschlagen hat, gibt es für einige KFV-Akteure. Ungeachtet dieser Brisanz freut sich KFV-Abteilungsleiter Jürgen Sax auf dieses Pokalspiel, denn »endlich geht es wieder los«, pustete er gestern am Telefon kräftig durch. Allerding sei bei  den meisten Akteuren nach dem Testspiel am Dienstag beim Landesliga-Neuling VfR Willstätt (1:0-Sieg des KFV) eine gewisse Müdigkeit nicht zu übersehen. »Unabhängig von Testspielergebnissen sind wir mit dem Verlauf der Vorbereitung sehr zufrieden«, erklärt Sax. Doch drei Spiele innerhalb von vier Tagen wollen er und Trainer Heinz Braun nicht mehr machen. »Das war eindeutig zu viel. Denn jetzt ist eine gewisse Müdigkeit eingeschlichen. Ich hoffe, dass die Spieler diese bis zum Wochenende verdrängen können. Es war ein Tick zuviel, was wir ihnen da aufgebürdet haben«, klopft Jürgen Sax an die eigene Brust. Trotz allem: »Dieses Spiel müssen wir, vor allem alles höherklassigeres Team, gewinnen. Das ist unser Anspruch und unser Ziel.«
Trainer Heinz Braun kann fast den kompletten Kader am Samstag in der Zwetschgenstadt aufbieten. Auf die Freigabe von Amadou Dioum  vom Französischen Fußballverband wartet man allerdings noch in Kehl. »Aber die kann heute oder morgen eintreffen. Ich rechne fest damit, dass er spielen kann«, ist Jürgen Sax überzeugt. Am Donnerstag endete auch der Kurzurlaub von Anis Bouziane, »aber der wird zuerst auf der Bank Platz nehmen.«

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