Ringer-Oberliga

VfK Mühlenbach vom Gegner taktisch überlistet

Autor: 
Werner Bauer
Lesezeit 4 Minuten
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26. September 2021
Paul Vollmer (rechts) brillierte mit einem technischen Überlegenheitssieg.

Paul Vollmer (rechts) brillierte mit einem technischen Überlegenheitssieg. ©Werner Bauer

Ringer-Oberligist VfK Mühlenbach verliert ohne Mihai Ungureanu überraschend mit 11:14 beim KSV Appenweier.

Der VfK Mühlenbach verlor am Samstagabend sein Derby in der Ringer-Oberliga beim KSV Appenweier mit 11:14. Die Niederlage war so nicht eingeplant, denn man durfte die Staffel von Patrick Schwendemann, Andreas Ringwald und Franz Vollmer von der Papierform her leicht favorisieren.

Vielleicht hätten die Kinzigtäler den eingeplanten Sieg auch realisieren können, wenn Neuzugang Mihai Ungureanu (61 kg Greco) mit vor der Partie gewesen wäre. So bekam Appenweier in dieser Gewichtsklasse vier Mannschaftspunkte geschenkt. Und es hätte trotzdem noch reichen können, doch die Gastgeber taktierten so geschickt, dass letztendlich eine einzige Paarung über den Ausgang dieses Duells entschied. Die KSV-Trainer Andreas Boczek und Franco Kovacs überraschten mit ihrer Aufstellung, denn beide Trainer standen selbst auf der Matte. Dies hatte es in dieser Saison beim KSV noch nicht gegeben.

Viel Pech im Spiel

Boczek trat im achten Duell gegen Mühlenbachs Siegbank Mario Eble an und gewann mit 3:0 Punkten. Das war letztendlich der Knock-out, denn der Vorsprung von 14:3 Punkten bei noch zwei ausstehenden Kämpfen konnten Nicolai Chireacov und Paul Vollmer nicht mehr egalisieren. Die Kinzigtäler hatten bis dahin nur zwei Paarungen gewonnen, die eine durch Felix Jenter gegen Robin Laas und die andere von Alexander Müller gegen Julian Lifke. Und gerade diese beiden Begegnungen zeigten, dass für den VfK auch viel Pech mit im Spiel war. Müller fehlte bei seinem 10:3-Sieg ein technischer Wertungspunkt zum 3:0. Von Jenter hatte man sich ein Schultersieg erhofft, was vier Mannschaftspunkte gebracht hätte, anstelle eines 5:3-Punkt­erfolgs. Mit diesen vier Punkten mehr hätten die Kinzigtäler die Matte als Sieger verlassen.

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Doch der Reihe nach: Zum Auftakt bezwang Marco Schmidt den jungen Mühlenbacher Robin Grießbaum wie erwartet. Dann kamen die beiden zuvor beschriebenen Duelle, und anschließend die wohl wichtigste Paarung mit dem Ex-Bundesligaringer Leo Kempf vom ASV Urloffen gegen VfK-Trainer Patrick Schwendemann, der bereits nach 20 Sekunden eine Zweierwertung nach einem Beinangriff abgeben musste, was überhaupt nicht in sein Konzept passte. Alle Versuche nützten nichts mehr, Kempf brachte den Vorsprung über die Zeit. So stand es zur Halbzeit 9:3.

Mit Wut im Bauch

Für Tobias Neumaier war nach der Pause nichts zu holen gegen Johannes Kiefer, und auch Michael Wettlin ging trotz starker Vorstellung gegen Eduard Semke leer aus. KSV-Coach Andreas Boczek holte dann den Big-Point für sein Team gegen Mario Eble, was der VfK letztendlich nicht mehr korrigieren konnte. Nicolai Chireacov schulterte dann mit Wut im Bauch Erwin Semke nach gut 100 Sekunden und Paul Vollmer deklassierte den zweiten KSV-Trainer Franco Kovacs mit technischer Überlegenheit zu Beginn der zweiten Runde.

„Schade“, war von VfK-Mannschaftsführer Daniel Neumaier zu hören, „es war in der Tat mehr drin, aber es lief bei uns heute alles schief.“ Dass die Gastgeber ohne László Simó und Alexander Sauer (beide 66 kg Freistil) angetreten waren, spielte keine Rolle, denn Sören Götz holte in dieser Gewichtsklasse ohne Gegner die maximale Punktzahl.

KSV Appenweier – VfK Mühlenbach 14:11
57 Kilo Freistil: Marco Schmidt - Robin Grießbaum SS 4:0 (4:0); 130 kg Greco: Julian Lifke - Alexander Müller PS 3:10 (0:2); 61 G: Robin Laas - Felix Jenter PS 3:5 (0:1); 98 F: Leo Kempf - Patrick Schwendemann PS 3:1 (1:0); 66 F: Sören Götz KL 0:0 (4:0); 86 G: Johannes Kiefer - Tobias Neumaier PS 5:0 (2:0); 71 G: Eduard Semke - Michael Wettlin PS 3:1 (1:0); 80 F: Andreas Boczek - Mario Eble PS 3:0 (2:0); 75 F: Erwin
Semke - Nicolai Chireacov SS 0:12 (0:4); 75 G: Franco Kovacs - Paul Vollmer TÜ 0:15 (0:4).

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