Lokalsport

Wenn neu nicht immer neu ist

Autor: 
Michaela Quarti und Rainer Henzel
Lesezeit 6 Minuten
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24. Juli 2006
Unter Leitung von DFB-Chefausbilder Erich Rutemöller startete gestern an der Hennes-Weisweiler-Akademie an der Deutschen Sporthochschule in Köln der 52. Fußball-Lehrer-Lehrgang, der mit dem Fußball-Lehrer-Diplom enden soll. Mit dabei ist auch OFV-Coach Jürgen Hartmann. Fußball-Theorie, Fußball-Praxis, Methodik und Pädagogik, Psychologie oder Sportmedizin heißen die Unterrichtsfächer. Nach dem Vereinspraktikum von Mitte September bis Mitte Oktober folgt der zweite Unterrichtsblock in Köln, ehe Mitte Dezember geprüft wird, wer die so genannte UEFA-Pro-Lizenz erhalten wird.
Die Trainingsarbeit von Montag bis Mittwoch liegt beim Offenburger FV in dieser Zeit in der Verantwortung von Co-Trainer Christoph Wetzel-Veilandics und Spieler Stefan Klein. Gerade die Verpflichtung von Wetzel-Veilandics, seit zehn Jahren erfahren im Trainergeschäft, wurde bereits unter diesem Gesichtspunkt getätigt. »Ich kenne die Mannschaft mittlerweile gut und bin mir sicher, dass sie mit der neuen Situation umgehen kann«, glaubt der Zunsweierer. Mit Jürgen Hartmann steht er natürlich in ständigem Kontakt, zudem sind die Trainingsziele abgesprochen. »Nur die Trainingsinhalte werde ich dann nach meinen Strickmuster gestalten«, so Wetzel-Veilandics. Beim Abschlusstraining wird Jürgen Hartmann in jedem Fall wieder im Karl-Heitz-Stadion sein. In Köln hat der Ex-Profi (u. a. VfB Stuttgart, Hamburger SV) im übrigen alte Bekannte aus der Bundesliga wieder getroffen. An dem sechsmonatigen Lehrgang nehmen prominente Akteure wie Thomas von Heesen, KSC-Coach Edmund Becker, Bruno Labbadia, Bernhard Trares, Rainer Krieg oder der Ex-Schalker Marc Wilmots teil. miqua Mit insgesamt neun Neuzugängen startete Fußball-Verbandsligist SV Linx in die Saison und mit einem, bei dem nur der Name neu ist: Mark Zehnle heißt nun Mark Lerandy. Grund dafür ist eine Hochzeit, aber nicht mal die eigene, sondern die von Philippe Lerandy, der einst mit 19 Jahren aus Martinique nach Deutschland gekommen ist, und Elisabeth Zehnle. »Meine Eltern haben erst vor drei Jahren geheiratet, und ich hatte immer noch den Namen meiner Mutter. Das habe ich nun geändert«, erzählt der gebürtige Allmannsweirer, der in Rammersweier lebt. Neben dem vielen Papierkram, den so eine Namensänderung im Alter von 24 Jahren mit sich bringt, muss Mark Lerandy nun auch immer wieder Erklärungen liefern - vor allem seit der SV Linx seinen Spielerkader veröffentlicht hat und der Name Zehnle dort fehlt. »Ich wurde in den letzten Tagen öfters gefragt, ob ich denn nicht mehr in Linx spiele«, erzählt Mark Lerandy lachend. Im ersten Vorbereitungsspiel vor einer Woche gegen den Kehler FV war er tatsächlich nicht dabei, »weil mein Spielerpass noch nicht umgeschrieben war«. Am Wochenende nun beim 4:0-Sieg gegen den SV Oberkirch und dem 5:1 gegen die U19 des SC Freiburg war es dann auch im Spielerpass ersichtlich: Aus Mark Zehnle war Mark Lerandy geworden. miqua Der über 30 Jahre alte Hausacher Hartplatz ist vielen Kickern ein Dorn im Auge. »In der warmen Jahreszeit ist er knochentrocken und knochenhart, wenn`s feucht wird, ist er morastig, und wenn`s richtig kalt wird, ist er gefroren«, erklärt Bernd Waidele vom Aktionsteam Kunstrasen, das entschlossen mit dafür sorgen will, dass der Entlastungsplatz für den Hausacher Stadion-Naturrasen zu Beginn der übernächsten Saison im Jahr 2007 fertig wird. Der neue Belag hat allerdings seinen Preis: 80 000 Euro muss der SVH aus eigener Tasche beisteuern. Das Land legt rund 86 000 Euro dazu. Ist das gewährleistet, stockt die Stadt Hausach den Betrag bis zu den geschätzten Gesamtkosten von rund 340 000 Euro auf. »Wir haben jetzt schon 20 000 Euro beisammen. Die Aktion läuft gut an. Optimismus ist angebracht«, freut sich Waidele. Die eingespielten 20 000 resultieren laut Waidele zum größten Teil aus der erfolgreichen Gutschein-Aktion des SVH: Zertifikate im Wert von insgesamt 33 000 Euro waren und sind im Umlauf - der Gutschein für einen Quadratmeter Kunstrasen kostet zehn Euro. »Spieler, Funktionäre und Freunde des SVH sind aktiv daran beteiligt. Bereits die letzten Spiele der vergangenen Saison wurden von erfolgreichen Aktionen begleitet, in denen wir Rasen-Gutscheine angeboten haben«, erklärt Waidele. T-Shirts in Hausach und Umgebung mit der Aufschrift »Ein Traum wird wahr - ich bin dabei«, die beim Aktionsteam erworben werden können, zeigen, wie froh die Hausacher Fußballer sind, wenn der ramponierte Hartplatz endlich der Vergangenheit angehört. henz L`Alpe d`Huez ist nicht jedermanns bevorzugtes Trainingsgebiet. Der Ohlsbacher Alexander Hoferer und Harald Bröker aus Nordrach zogen sich vergangene Woche dennoch für fünf Tage auf den Tour-Mythos in 1850 Meter Höhe zurück. »Es war phantastisch, einfach unvorstellbar«, schwärmten beide nach der Rückkehr. Damit meinten sie nicht nur die 15. Etappe der Tour de France, die von Gap nach L`Alpe d`Huez führte, sondern auch die eigenen Trainingsbedingungen. Hoferer und Bröker starten nämlich ab heute beim Premierenstart der Trans Schwarzwald, einem Mehr-Etappenrennen auf dem Mountainbike über 453 Kilometer von Pforzheim über Sasbachwalden und Wolfach nach Niederhof-Murg. »Beim ersten Mal wollten wir unbedingt dabei sein«, sagt Alexander Hoferer, der in seinem »richtigen« Leben als Personaltrainer arbeitet. Sportlich ist auch Harald Bröker. Der 36-jährige gelernte Ingenieur (Forstwirtschaft) arbeitet als Holzeinkäufer in einem Nordracher Sägewerk und so nebenbei auch als Spinningtrainer in einem Fitnessstudio in Zell a. H. Fürs Abschlusstraining der Trans Schwarzwald haben sich die beiden passionierten Mountainbiker nun an den Straßen-Assen orientiert und der Tour de France einen Besuch abgestattet. Genau in Kurve eins, das ist die berühmte 21. und damit die letzte Serpentine vor dem Ziel in L`Alpe d`Huez, stellten sie ihr Wohnmobil ab. »Eigentlich wollten wir ja Jan Ullrich sehen«, schmunzelt Hoferer, doch der Stimmung tat das Fehlen des gefallenen Radsport-Helden keinen Abbruch. Aber Alexander Hoferer und Harald Bröker begnügten sich nicht mit der Zuschauerrolle, die Königsetappe der diesjährigen Tour sind sie am Ende selbst abgefahren: von Bourg d`Oiseans nach La Toussuire über 182 Kilometer und 4700 Höhenmeter. Das Ergebnis? »Sieger Mickael Rasmussen hat fünfeinhalb Stunden gebraucht, wir achteinhalb«, so Hoferer schmunzelnd. Immerhin ist das Duo nun für die erste Trans Schwarzwald bestens gerüstet und richtig heiß. »Wir haben extra Trikots anfertigen lassen und ein eigenes Team gegründet«, so Hoferer: Kettenquäler Kinzigal - am kommenden Samstag wird sich dann zeigen, wer mehr gequält worden ist. Fahrer oder Fahrzeug. »Es ist unsere erste große Rundfahrt, da wollen wir erst mal ankommen«, gibt sich Hoferer bei der Zielsetzung vorsichtig. Zumal es noch eine große Unbekannte gibt: Anfang Juni hatte sich Harald Bröker bei einem Sturz den Ellenbogen gebrochen. »Zwei Wochen war der Arm in Gips«, berichtet Bröker und rätselt ein bisschen: »Wir haben jetzt zwar gut trainiert, wissen aber nicht, wie sich die Verletzung auswirkt.« Das Fern-Ziel ist dann noch eine Stufe höher: Einmal bei der berühmten Transalp mitfahren - und die wurde hierzulande vor allem durch die Abonnementsieger im Mixed-Wettbewerb bekannt: Anna Baylis-Scheiderbauer und Jörg Scheiderbauer aus Rammersweier haben dieses härteste Mountainbike-Etappenrennen der Welt gerade zum dritten Mal in Folge für sich entscheiden können. miqua

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