Reitsport

Wie 2011: Candin siegt zum Start

Autor: 
Rüdiger Rüber
Lesezeit 4 Minuten
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11. Juli 2015
Gestern als Sechste gut unterwegs: der Vizemeister von 2014 und Landesmeister von 2007 und 2011, Armin Schäfer (RV Mannheim), und V Candate.

Gestern als Sechste gut unterwegs: der Vizemeister von 2014 und Landesmeister von 2007 und 2011, Armin Schäfer (RV Mannheim), und V Candate. ©Ulrich Marx

In der ersten Wertung der baden-württembergischen Meisterschaften in Schutterwald haben sich die Favoriten in Stellung gebracht. Das gestrige Ein-Sterne-S der Springreiter entschied der rumänische EM-Starter Andy Candin vom Pforzheimer RV auf Caruso für sich. Timo Beck (RFV Legelshurst) als Vierter mit Habicht und seine Ehefrau Julia Beck (RV Lahr) als Zehnte mit Stella blieben ebenfalls fehlerfrei. Ein starkes Comback feierte Stephan Köberle (TSG Breisgau) im Sattel von Darjeeling mit seinem Sieg in der S***-Dressur Intermediaire II.

 »Er kann noch schneller«, schickte Andy Candin (Pforzheimer RV) nach seinem gestrigen Sieg mit Caruso in der ersten Wertung der Springreiter bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Schutterwald (Springen, Dressur, Pony) einen selbstbewussten Gruß an die Konkurrenz. Mit dem 13-jährigen Holsteiner blieb der 43-Jährige, der international für Rumänien startet, nicht nur ohne Abwurf über die zwölf Hindernisse, sondern ritt auch als viertletzter von 48 Startern Bestzeit in dem Ein-Sterne-S am zweiten Tag des viertägigen Reitturnieres. Damit wiederholte Candin, der sich mit Caruso für die EM in diesem Jahr in Aachen und für Olympia 2016 in Rio qualifiziert hat, seinen Auftaktsieg von 2011, als er nach drei Wertungen Gesamt-Dritter geworden war, und kann entspannt dem eineinhalbfach gewerteten Zwei-Sterne-S heute (15.30 Uhr) als zweiter Wertung und dem Drei-Sterne-S als Finale morgen (15.15 Uhr) entgegensehen.

Zweiter wurde gestern bei den Springreiter der Vizemeister von 2012 und Gesamt-Dritte von 2013, Manfred Ege (RC Blättringen) mit Utopia (0/63,85 Sek.) vor dem 24-jährigen Marcell Marschall (RV Altheim) auf Vacharo (0/64,64 Sek.), der bei den Senioren schon zweimal Meisterschafts-Vierter und zuvor fünfmal in Folge bei den Jungen Reitern und Junioren Vizemeister war.

Unter den 19 Paaren ohne Abwurf waren auch zwei Ortenauer. Der bereits dreifache Landesmeister Timo Beck aus Kehl-Bodersweier verfehlte dabei mit Habicht in 65,56 Sekunden als Vierter nur knapp das Siegerpodest. Seine Ehefrau Julia Beck, die 2011 unter ihrem Mädchennamen Rode ebenfalls schon die Landesmeisterschaft feierte, ritt mit Stella als beste Amazone auf Rang zehn (0/68,12). Die Titelverteidigerin bei den Damen, Tina Deurer (RC Bretten), wahrte als 16. mit Chanoc (0/72,61) ebenso ihre Titelchance wie Herren-Titelverteidiger Markus Kölz (PSV Burkhardshof) als bester »Vierer« mit Etiche de Fribois (4/65,54) auf Rang 20.Das Gleiche gilt für Alexander Schill vom RV Ichenheim. Der 20-Jährige aus Kehl-Goldscheuer hatte mit Chass (22./68,37) und Limnos  (25./72,12) jeweils einen Abwurf – genauso wie die Brüder Teufel vom RC Altenheim. Jochen Teufel landete mit Quidado (4/75,17) auf Rang 30, während Thomas Teufel mit Crocodile Dundee noch einen halben Fehlerpunkt als Strafe wegen Zeitüberschreitung dazu kassierte und 32. (4,5/79,19) wurde.

»Ich bin überrascht wie gut die Besetzung trotz des zeitgleichen internationalen Turnieres in Albführen ist«, lobte Parcoursbauer Kurt Braunschweig gestern die Qualität des Starterfeldes auf dem bestens präparierten Sandplatz. Der 69-Jährige aus Konstanz baut zum zweiten Mal in Schutterwald. Im Vorjahr vertrat er den plötzlich erkrankten Hans Dussler (Balingen), der in diesem Jahr schon lange beim CSI** in Albführen zugesagt hatte. Denn Schutterwald findet wegen des CHIO nächste Woche in Mannheim ein Wochenende früher als gewohnt statt und kollidiert dadurch mit dem höher dotierten Turnier in der Nähe von Waldshut. Im Großen und Ganzen ist aber dennoch die komplette Landeselite in der Ortenau vertreten. »Als Mitglied des Landeskaders sollte man eigentlich in Schutterwald reiten«, erklärte der amtierende Landesmeister Markus Kölz.

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Köberle Dressur-Sieger

Bei Sonnenschein, blauem Himmel und angenehmen Temperaturen präsentierte sich gestern Morgen in der Dressur der Senioren ebenfalls ein sehr starkes Teilnehmerfeld. Dabei zeigte Stephan Köberle (TSG Breisgau) mit Darjeeling ein fast schon sensationelles Comeback. Nach einem Jahr Pause wegen einer Operation des Pferdes und einer schweren Kopfverletzung des Reiters erst im April erreichten der 30-jährige Profi aus Umkirch und der 14-jährige Oldenburger in der gestrigen Intermediaire II 70,447 Prozent der Punkte und siegten. »Das war ein echter Kaltstart und schon ein wenig gewagt«, freute sich Stephan Köberle über eine harmonische Runde ohne größere Fehler.

Trotz einer guten Leistung musste sich deshalb Christoph Niemann aus Mannheim mit Don William und 69,184 Prozent mit Rang zwei begnügen. »Alle sind ganz dicht beisammen«, meinte der 58-jährige Landestrainer, der am Sonntag nach der zweiten Wertung (13 Uhr/Kurz-Grand-Prix) gerne seinen zehnten Landesmeistertitel feiern würde.

Zufrieden war auch Michael Bühl (Bad Boll) mit Rang vier hinter Isabelle Steidle (RC Bodenseereiter) mit Long Drink (3./68,842 Prozent). Der 45-jährige ehemalige Gengenbacher Reitlehrer erreichte mit seiner elfjährigen Stute Beyonce, die zuletzt mehrmals S-Prüfungen gewonnen hat, 68,74 Prozent.

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