Volleyball

Wie der VC Offenburg den Ausfall von Ricky Zorn wegsteckt

Autor: 
Heiko Rudolf
Lesezeit 3 Minuten
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24. Januar 2017
Der am Fuß verletzten Richarda Zorn droht eine mehrwöchige Pause.

Der am Fuß verletzten Richarda Zorn droht eine mehrwöchige Pause. ©Peter Heck

Eigentlich müsste man beim VC Printus Offenburg alles andere als glücklich darüber sein, dass unmittelbar nach dem ersten Spiel des neuen Jahres erneut eine zweiwöchige Pause in der 2. Volleyball-Bundesliga ansteht und der Rhythmus der Mannschaft nach dem 3:1-Auswärtserfolg beim VC Neuwied vom Samstag schon wieder unterbrochen wird. Doch kamen Tanja Scheuer, Trainerin des amtierenden Zweitliga-Meisters aus der Ortenau, zwei spielfreie Wochenenden wohl noch nie gelegener als in der momentanen Situation: »Der Spielplan läuft uns voll rein!« Schließlich fällt mit Richarda »Ricky« Zorn nicht nur die überragende Spielerin der Meistersaison aus, sondern zugleich die einzige Zuspielerin im Kader.

»Ich habe mir bereits Ende November ein Band an der Fußsohle in unmittelbarer Nähe des Sesambeins gerissen, daher schmerzen die Knochen im Vorderfuß stark«, klagt die 1,69 Meter große Zorn über »Beschwerden im Großzehengrundgelenk bei jedem Schritt«. Bis zur Winterpause hat sich die Trainee im Einkauf bei VCO-Hauptsponsor Printus durchgebissen, doch nach einer MRT-Untersuchung und der ärztlichen Diagnose war klar: nur eine Belastungspause hilft bei der Heilung.

Nur Training ohne Belastung 

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Wie lange dieser Prozess im komplexen knöchernen Konstrukt des Fußes dauert, ist ebenso ungewiss wie die Ursache der Verletzung. »Das kann an falschem Schuhwerk oder an einer Überbelastung liegen, wobei zumindest ein Ermüdungsbruch  ausgeschlossen werden konnte«, ist die 29-Jährige froh, nicht ganz so schlimm dran zu sein wie die ehemalige Offenburgerin Merle Weidt, die mit einem Ermüdungsbruch des Sesambeins vier bis sechs Monate Volleyballpause einlegen muss.
So lange wird es bei Richarda Zorn, die sich seit dem Trainingsstart des VCO am 2. Januar mit Krafttraining, Fahrradfahren und Physiotherapie fit hält, wohl nicht dauern. »Ich hoffe, in rund vier Wochen wieder spielen zu können. Doch es kann auch noch bis zu acht Wochen dauern«, will Zorn nichts überstürzen.

Beim 3:1-Sieg ihrer Mannschaft am Samstag in Lohhof war sie als Co-Trainerin auf der Bank dabei und Augenzeugin einer ganz starken Johanna Ewald. In der Meistersaison noch die Nummer zwei hinter Zorn, hat sich die 22-Jährige vor der Runde aus beruflichen Gründen in die zweite Mannschaft verabschiedet, mit der sie als Aufsteiger an der Tabellenspitze der Oberliga steht. Am Samstag fügte sich Ewald nahtlos ins Spiel der ersten Mannschaft ein. »Sie hat das wahnsinnig gut gemacht«, lobte Scheuer ihre Interimslösung im Zuspiel, die jedoch keine Dauerlösung werden soll.

Ewald soll sich nicht festspielen

»Bei einem weiteren Einsatz wäre Johanna bei uns festgespielt. Das wollen wir vor Ende der Oberliga-Saison auf keinen Fall«, will Tanja Scheuer den Unterbau auf dem Weg zum möglichen Regionalliga-Aufstieg  nicht schwächen. »Wir sind mit diesem Risiko in die Saison gegangen, konnten extern so kurzfristig keine bezahlbare Lösung finden und müssen diese Situation nun vereinsintern lösen«, erklärt Scheuer, die bei vier Punkten Rückstand und einem Spiel weniger auf dem Weg zur Titelverteidgung von Woche zu Woche denkt: »Sophie Schellenberger war schon die ganze Runde unsere Notoption im Zuspiel, zudem könnte die 16-jährige Noemi Freitag als Jugendspielerin aufrücken, ohne sich festzuspielen.«

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