Corona-Quarantäne vor Australian Open

Auch Tennisprofi Angelique Kerber betroffen

Autor: 
red/dpa
Lesezeit 3 Minuten
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16. Januar 2021
Angelique Kerber muss in Corona-Quarantäne (Archivbild).

Angelique Kerber muss in Corona-Quarantäne (Archivbild). ©Foto: AP/Seth Wenig

So hatten sich Angelique Kerber und 46 weitere Tennisprofis ihre Ankunft in Melbourne nicht vorgestellt. Wegen positiver Corona-Tests bei Mitreisenden auf ihren Flügen zu den Australian Open müssen sie sich im Hotel isolieren - und dürfen nicht auf dem Platz trainieren.

Melbourne - Eine zweiwöchige totale Quarantäne zwingt Angelique Kerber in der entscheidenden Vorbereitungsphase auf die Australian Open komplett ins Hotel. Die beste deutsche Tennisspielerin gehört zu insgesamt 47 Profis, die sich nach der Ankunft in Melbourne in ihren Quartieren isolieren müssen und sie nicht wie eigentlich geplant für zumindest fünf Stunden am Tag verlassen dürfen. Training auf dem Tennisplatz ist der Melbourne-Siegerin von 2016 damit nicht erlaubt, Fitness ist nur im Hotel möglich.

Wie die Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres am Samstag mitteilten, sind die Ursache positive Corona-Tests auf zwei Charterflügen, mit denen die Profis und der reduzierte Betreuerstab nach Melbourne gebracht werden. Dort sollen am 8. Februar die wegen der Corona-Pandemie um drei Wochen verschobenen Australian Open beginnen, für schon im Vorfeld die strenge Hygienemaßnahmen gelten.

Kerber äußert sich auf Twitter

„Wir wurden gerade informiert, dass eine Person auf unserem Flug aus Abu Dhabi einen positiven Corona-Test abgegeben hat“, berichtete Kerber am Samstag bei Twitter aus der Metropole des Bundesstaates Victoria. Als Konsequenz daraus müssten sich nun alle an Bord Gewesenen für 14 Tage in ihren Zimmer isolieren. „Das ist alles, was ich im Moment weiß. Lass uns abwarten und schauen“, ergänzte die 32-Jährige und verabschiedete sich mit einem Gute-Nacht-Kuss.

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Die Organisatoren bestätigten zunächst zwei positive Tests - je einer bei einem Crew-Mitglied und einem Passagier, aber keinem Tennisprofi - auf einem Flug, der Medienberichten zufolge aus Los Angeles kommend am Freitag in Melbourne landete. An Bord waren offiziellen Angaben zufolge 79 Personen, davon 67 Passagiere. Dabei waren auch 24 Tennisprofis. Weitere 23 - unter ihnen Kerber - kamen mit einem Flug aus Abu Dhabi an. Unter den 64 Menschen, die an Bord waren, habe eine zuvor negativ getestete Person nach der Ankunft einen positiven Corona-Test abgegeben. Auch hierbei handele es sich nicht um einen Tennisprofi, erklärten die Veranstalter.

Tennisplatz ist tabu

Turnierdirektor Craig Tiley versicherte, es werde alles getan, damit die Bedürfnisse der Spieler und Spielerinnen, für die sich die Bedingungen nun geändert hätten, so gut wie möglich erfüllt würden. Die Profis können sich jetzt ausschließlich in ihren Hotelzimmern fit halten und dürfen nicht zum Training auf den Tennisplatz - ein enormer Nachteil nicht nur für Kerber.

Zu den ersten Stars, die am Freitag eintrafen, zählte die zweimalige Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka. Die 31 Jahre alte ehemalige Weltranglisten-Erste aus Belarus erklärte, sie freue sich, trotz aller Beschränkungen in Melbourne dabei zu sein. Dagegen konnte die US-Amerikanerin Madison Keys nach einem positiven Corona-Test nicht anreisen. Fraglich ist die Teilnahme des früheren Weltranglisten-Ersten Andy Murray. Auch der fünfmalige Melbourne-Finalist aus Schottland durfte nach einem positiven Test nicht eine der Chartermaschinen besteigen, die nur zu 20 Prozent ausgelastet sind, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Ab dem 31. Januar sind zunächst zwei parallele Vorbereitungsturniere in Melbourne geplant, am 1. Februar soll zudem der ATP Cup der Herren mit zwölf Mannschaften beginnen.

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