Pressestimmen zur Europa League

„Bayer Leverkusen gelingt kein Wunder von Bern“

Autor: 
Jürgen Kemmner
Lesezeit 4 Minuten
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19. Februar 2021
Drei Treffer waren nicht genug für Bayer: Leverkusens Patrik Schick (Mi.) erzielt gegen Berns Torwart David von Ballmoos den Treffer zum 1:3.

Drei Treffer waren nicht genug für Bayer: Leverkusens Patrik Schick (Mi.) erzielt gegen Berns Torwart David von Ballmoos den Treffer zum 1:3. ©Foto: dpa/Anthony Anex

Es waren spektakuläre Partien, die die deutschen Fußball-Bundesligisten in der Europa League ablieferten. Bayer Leverkusen unterlag 3:4 gegen Young Boys Bern, die TSG Hoffenheim spielte 3:3 gegen Molde FK. Wir haben Pressestimmen gesammelt.

Stuttgart - Zufrieden waren weder Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz nach dem 3:4 gegen die Young Boys aus Bern noch Sebastian Hoeneß von der TSG Hoffenheim nach dem 3:3 gegen Molde FK – es wäre mehr dring gewesen. Dieser Meinung sind auch die Beobachter der Hinspiele des Sechzehntel-Finales der Europa League. Eine kleine Presseschau.

Young Boys Bern – Bayer Leverkusen 4:3

Der „Kicker“ verpasst einer starken Aufholjagd ein hübsches Prädikat: Leverkusens Monster-Aufholjagd bleibt letztlich unbelohnt. Im Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals hat Bayer Leverkusen zwei gänzlich verschiedene Gesichter gezeigt. Die Werkself kam nach einem desaströsen 0:3-Halbzeitstand eindrucksvoll zurück, ging am Ende jedoch nicht als Sieger vom Platz.

Auf „Sportschau.de“ wird die erste Halbzeit von Bayer verbuddelt: Bayer verliert verrücktes Spiel in Bern. Es war eine unterirdische erste Halbzeit, die Bayer Leverkusen um eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel gebracht hat. Mit drei Toren nach der Pause sorgte Bayer aber zumindest für Schadensbegrenzung.

Bei „Transfermarkt.de“ brennt es kurzzeitig lichterloh, aber leider nicht lange genug: Eine Halbzeit katastrophal, eine Halbzeit furios – und am Ende doch verloren: Bayer Leverkusen hat in der Europa League ein verloren geglaubtes Spiel zunächst aus dem Feuer gerissen, steht im Rückspiel aber dennoch vor einer schweren Aufgabe. Die Werkself verlor beim Schweizer Double-Sieger Young Boys Bern nach einem 0:3-Pausenrückstand und zwischenzeitlichem Ausgleich noch mit 3:4.

Die „Bild“ erinnert sich an 1954, als Fritz Walter und Co. eine Aufholjagd ins Ziel gerettet hatten: Kein Wunder von Bern! Bayer-Pleite nach Aufholjagd. Bayer Leverkusen hat sich die Chance aufs Achtelfinale der Europa League gewahrt. Aber bei der völlig verrückten 3:4-Pleite beim Schweizer Meister Young Boys Bern drohte dem Bundesligisten lange ein Debakel. Nach dem 2:2 gegen Mainz hatte Trainer Peter Bosz vom „schlechtesten Spiel“ seiner Leverkusen-Zeit gesprochen. Fünf Tage später folgte die allerschlechteste erste Hälfte...

Bei „T-online.de“ hätten sie noch das passende Wort „Achterbahnfahrt“ einbauen können: Trotz großer Moral: Bayer Leverkusen lag zur Pause aussichtslos zurück, feierte im zweiten Durchgang ein großes Comeback – und verlor am Ende trotzdem.

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Und die „Süddeutsche“ sieht bereits ernsthafte Konsequenzen: Trotz Aufholjagd: Leverkusen verliert in Bern. Die Mannschaft verliert das Hinspiel bei Young Boys Bern mit 3:4 und muss nun um den Einzug ins Achtelfinale bangen.

TSG Hoffenheim – Molde FK 3:3

Bei „Spiegel.de“ gibt es was geschenkt: Tor aberkannt, Elfer verschossen – Hoffenheim verschenkt Sieg gegen Molde. Die TSG Hoffenheim könnte zum ersten Mal ins Achtelfinale der Europa League einziehen. Eine 3:1-Führung gegen Molde versprach eigentlich gute Chancen, doch die TSG war zu nachlässig.

Der „Kicker“ stellt Munas Dabbur ins Zentrum, den Doppeltorschützen und Elfmeter-Fehlschützen: Munas Dabbur als tragischer Held: In Villarreal kam Hoffenheim zu einem 3:3 gegen Molde FK und hat eigentlich eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel. Zufrieden sein mit diesem Resultat können die Kraichgauer ob des Spielverlaufs aber ganz und gar nicht.

Auf „ZDF.de“ darf sich TSG-Coach Hoeneß über alle Tore gleichermaßen ärgern: 1899 Hoffenheim hat beim K.-o.-Debüt im Europapokal eine exzellente Ausgangsposition verspielt. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß kam trotz zweier Tore von Munas Dabbur, einer scheinbar beruhigenden Führung und klarer Überlegenheit nicht über ein 3:3 hinaus. „Dass wir drei Gegentore bekommen, ist enttäuschend. Dass wir nur drei Tore schießen, ist auch enttäuschend“, sagte der Hoffenheim-Coach.

Auf „T-online.de“ wird von einer wilden Partie berichtet, jedoch ohne die wilde Hilde: Hoffenheim verspielt Zwei-Tore-Führung – wilde Partie gegen Molde. Die TSG führt schon souverän gegen die Norweger, dann aber entwickelt sich ein kurioses Spiel. Am Ende wird ein Doppel-Torschütze der Hoffenheimer Dabbur zum tragischen Helden.

Und auf „Faz.net“ kann man fast schon sehen, wie TSG-Trainer Hoeneß pausenlos den Kopf schüttelt: Dämpfer für die TSG 1899 Hoffenheim in der Europa League: Beim Remis gegen Molde vergibt die Hoeneß-Elf zahlreiche gute Chancen. Selbst einen Vorsprung von zwei Toren können die Kraichgauer nicht ins Ziel retten.

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