Pressestimmen zum 2:3 des FC Bayern gegen Paris St. Germain

„Bayern Münchens wilde Horror-Show“

Autor: 
Jürgen Kemmner
Lesezeit 4 Minuten
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08. April 2021
Die ernüchterten Bayern-Profis Eric Maxim Choupo-Moting, Thomas Müller und David Alaba im Spiel gegen PSG – fehlt eigentlich nur noch Rudi Ratlos.

Die ernüchterten Bayern-Profis Eric Maxim Choupo-Moting, Thomas Müller und David Alaba im Spiel gegen PSG – fehlt eigentlich nur noch Rudi Ratlos. ©Foto: dpa/Sven Hoppe

Titelverteidiger FC Bayern kassierte im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League eine 2:3-Heimpleite gegen Paris St. Germain. Die Medien thematisieren die mangelhafte Chancenverwertung. Ein Überblick.

Stuttgart - Auch nach der 2:3-Niederlage des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain setzt Oliver Kahn noch auf den Halbfinaleinzug der Münchner in der Champions League. „So ist das im Fußball: Die Mannschaft hat sich nicht belohnt und Paris - brutalst-effektiv“, sagte der 51 Jahre alte designierte Chef des FC Bayern, „aber wir sind Bayern München und es gibt noch ein Rückspiel. Und dann schauen wir mal.“ Die Medien blicken allerdings nicht so optimistisch nach vorn. Wir haben ein paar gesammelt.

Vor dem Aus

Die „Bild“ packt den Kalenderrechner aus und erklärt die Europacup-Regel, die jeder Fußball-Fan kennt: „Irre Pleite gegen PSG. Bayern vor dem Aus! 227 Tage nach dem Finale in der Champions League (1:0) treffen Bayern und PSG im Viertelfinale wieder aufeinander. Die Franzosen gewinnen diesmal ein verrücktes Fußballspiel 3:2. Der Titelverteidiger braucht im Rückspiel jetzt einen Sieg mit zwei Toren Vorsprung.“

Mit dem Rücken zur Wand

Der „Spiegel“ erklärt Oliver Kahn, warum das Rückspiel eine ziemlich harte Nuss wird: „Mbappé und Neymar zu stark – der FC Bayern steht mit dem Rücken zur Wand. Trotz einer der besten Saisonleistungen droht dem FC Bayern das Aus in der Königsklasse. Sorgen bereiten vor dem Rückspiel neue Verletzte – und die pure Weltklasse in der Offensive des Gegners.

Schwache Chancenverwertung

„Spox“ bringt die Niederlage auf den Nenner – Paris hatte Mbappe und der FC Bayern keinen Torjäger: „Der FC Bayern hat auf seiner Mission Champions-League-Titelverteidigung einen herben Rückschlag kassiert. Im Viertelfinal-Hinspiel unterlag die Elf von Hansi Flick dem letztjährigen Endspiel-Gegner Paris Saint-Germain mit 2:3 (1:2). Dabei war sie über weite Strecken der Partie die dominantere Mannschaft, scheiterte aber letztlich an ihrer schwachen Chancenverwertung und der Effizienz des überragenden Kylian Mbappe.“

FC Bayern bewies Moral

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Bei „Sport1“ bekommen die Bayern-Fans ein wenig Trost, weil ja zumindest die Moral stimmte: „Was für ein wilder Schlagabtausch! Der FC Bayern München muss in der Champions League ernsthaft um den Einzug ins Halbfinale bangen. Der Titelverteidiger bewies im Viertelfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain zwar Moral, verlor die Neuauflage des Vorjahresfinales aber mit 2:3 (1:2).“

Viele Chancen vergeben

Der „Kicker“ stellt die Münchner ebenfalls mit dem Rücken zur Wand, was ja an eine Exekution erinnert. Ob es so weit kommt? Offenbar nicht, wenn sich die Bayern-Profis richtig strecken: „Matchwinner Mbappé: Bayern nach 2:3 gegen PSG mit dem Rücken zur Wand. Der FC Bayern München muss sich auf dem Weg zur Titelverteidigung in der Champions League mächtig strecken. Zwar holte die Flick-Elf ein frühes 0:2 auf, kassierte aber am Ende trotz vieler Chancen eine 2:3-Heimniederlage gegen Paris Saint-Germain.“

Es geht fast alles schief

Die „Süddeutsche“ blickt ebenfalls zurück zum letztjährigen Finale und findet eine Anti-Parallele: „Grotesk turbulente Niederlage. Im Winter-Spektakel verlieren die Bayern ihr Viertelfinal-Hinspiel gegen Paris 2:3. Es geht fast all das schief, was beim Finalduell im vergangenen Jahr noch geklappt hatte.“

Horror-Show der Bayern

Bei „sport.de“ ist von einer wilden Heimpleite die Rede, und wir fragen uns: Was wäre denn eine brave Heimpleite? „Bayerns wilde Horror-Show Der FC Bayern muss um die Titelverteidigung in der Champions League bangen - und zwar schon im Viertelfinale. Im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain setzt es eine wilde Heimpleite.“

Stars unter Normalform

Bei „t-online“ bekommen einige Bayern-Stars miese Zeugnis-Noten. Immerhin müssen sie nicht in den Fernunterricht – und immerhin Thomas Müller bekommt eine eins: „Drei Mal Note fünf für vogelwilde Bayern. Der FC Bayern bangt nach der Pleite gegen PSG ums Weiterkommen in der Champions League. Dabei zeigte sich der Titelverteidiger in der Abwehr teilweise vogelwild. Gleich eine ganze Reihe Bayern-Stars zeigten sich gegen PSG unter Normalform. Positive Ausnahme: Thomas Müller. Das Bayern-Urgestein empfahl sich zum x-ten Mal vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw.“

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