Volleyball – Allianz MTV Stuttgart

Das vorweggenommene Endspiel

Autor: 
Jochen Klingovsky
Lesezeit 2 Minuten
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10. Dezember 2019
Duell der Topspielerinnen: Stuttgarts Diagonalangreiferin Krystal Rivers beim Versuch, den Block des SSC Schwerin mit Lauren Barfield und Denise Hanke zu überwinden.

Duell der Topspielerinnen: Stuttgarts Diagonalangreiferin Krystal Rivers beim Versuch, den Block des SSC Schwerin mit Lauren Barfield und Denise Hanke zu überwinden. ©Foto: Baumann

Brisantes Duell: Im Pokal-Halbfinale treffen die Stuttgarter Volleyballerinnen auf Dauerkonkurrent SSC Schwerin – und wollen ein anderes Gesicht zeigen als noch im Supercup.

Stuttgart - Wenn es zwei Teams gibt, die eine Sportart dominieren, hat das Folgen. So war den Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart relativ klar, dass sie irgendwann den SSC Palmberg Schwerin schlagen müssen, wenn sie ihren Traum vom Pokalsieg verwirklichen wollen. Anschließend bestimmte das Los, dass es bereits im Halbfinale zu dem brisanten Duell kommt – an diesem Mittwoch ab 18.10 Uhr in der Scharrena (Sport live/Restkarten an der Abendkasse). „Es ist unser wichtigste Spiel in diesem Jahr“, sagt MTV-Sportchefin Kim Renkema, „und es ist ein guter Zeitpunkt.“

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Weil nicht nur die Schwerinerinnen top drauf sind, sondern auch die Formkurve des Meisters aus Stuttgart zuletzt steil nach oben zeigte: Neben souveränen Siegen in der Bundesliga gab es einen sensationellen 3:1-Sieg gegen Champions-League-Titelverteidiger Igor Gorgonzola Novara, der anschließend immerhin ins Halbfinale der Club-WM einzog. Kim Renkema ist folglich zuversichtlich, dass es im Pokal-Halbfinale enger zugeht als noch im Supercup im Oktober, den Pokalsieger SSC Schwerin klar mit 3:0 für sich entschied. „Wir sind als Team wesentlich weiter als vor zwei Monaten“, sagt sie, „ich bin sicher, dass es ein ganz anderes Spiel wird. Meine Mannschaft will unbedingt ins Finale nach Mannheim.“

Wer hat mehr zu verlieren?

Dort möchte allerdings auch Titelverteidiger SSC Schwerin hin. „Das Duell zwischen uns und Stuttgart hat in den letzten zwei, drei Jahren den deutschen Volleyball geprägt, deshalb war es das schwierigste Los, das wir bekommen konnten“, sagt SSC-Coach Felix Koslowski, der zugleich Bundestrainer ist, „weil das Heimrecht ein klarer Vorteil ist, hat Allianz MTV Stuttgart allerdings mehr zu verlieren als wir.“ Ob das stimmt? Ist durchaus fraglich. Schließlich haben sich beide Clubs den Pokalsieg als Ziel gesetzt, entsprechend enttäuscht wird der Verlierer sein. Weshalb vor allem gilt, was Aurel Irion, der Geschäftsführer von Allianz MTV Stuttgart, sagt: „Dieses Halbfinale ist das vorweggenommene Endspiel.“

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