Radsport

Erik Zabel soll Kittel bei Katusha-Alpecin helfen

Autor: 
dpa
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
07. Dezember 2018
Erik Zabel wird Performance Manager bei Katusha-Alpecin.

Erik Zabel wird Performance Manager bei Katusha-Alpecin. ©dpa - Bernd Thissen

Erik Zabel kehrt nach über fünfjähriger Zwangspause im Zuge seiner Doping-Sünden in den Radsport zurück und soll Marcel Kittel wieder zurück in die Spur bringen.

Der langjährige Telekom-Sprinter wird in der kommenden Saison Performance Manager bei Katusha-Alpecin - jenem Rennstall, bei dem er 2013 im Zuge seines zweiten Doping-Geständnisses den Posten des Sportdirektors abgeben musste. Nun folgt das Comeback des früheren Sprintstars, der mit seinem Know-how dem erfolgreichsten deutschen, zuletzt aber arg schwächelnden Tour-Etappensieger helfen soll.

Zabel zeigte sich bei seinem Comeback-Auftritt bei der Teampräsentation in Koblenz gut gelaunt, blieb aber auch bescheiden. Er wolle lieber im Hintergrund arbeiten, meinte Zabel und lächelte. «Ich hätte die Runde hier nicht gebraucht. Der Fokus soll im neuen Jahr dann auf den Sportlern wie Marcel Kittel liegen, er ist einer unserer Leader. Um mich wird es dann hoffentlich ein bisschen weniger gehen.»

Die Personalie Zabel birgt eine gewisse Brisanz. 2013 hatte der einstige Topsprinter ein weiteres Doping-Geständnis ablegen müssen, nachdem er im Zuge eines Berichts des französischen Senats als EPO-Sünder bei der Tour de France 1998 aufgeflogen war. Danach verlor Zabel all seine Tätigkeiten im Radsport und trat bei den Rennen nur noch als Privatier und Vater seines Sohnes Rick auf, der ebenfalls für Katusha fährt. Nun also die Rückkehr, bei der er auf Kittel trifft, der sich im Anti-Doping-Kampf mit einer klaren Meinung stets profiliert hat.

- Anzeige -

Kittel zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit: «Ich denke, wir können von Eriks Rennerfahrung profitieren. Seine Tipps sind eine große Hilfe. Ich arbeite das erste Mal mit ihm zusammen, klar ist das eine Hilfe.»

Hilfe kann Kittel nach der ernüchternden Saison 2018 gebrauchen. Der 30-Jährige, den sie in Frankreich nach insgesamt 14 Tour-Etappensiegen schon ehrfürchtig «Le Kaiser» nannten, blickt auf ein schwieriges erstes Jahr bei seinem neuen Team zurück. Bei kleineren Rundfahrten war er auch bei Sprintetappen weit abgeschlagen zurück, bei der Tour wurde er unter Wert geschlagen und wurde schließlich wie mehrere Sprinter auch wegen Zeitüberschreitung vorzeitig aus dem Rennen genommen.

«Es ist wichtig, auch erhobenen Hauptes aus einem beschissenen Jahr zu gehen. Mein Ansporn ist, dass wir es 2019 besser machen als dieses Jahr. Auch darum bin ich bei Katusha geblieben. Ich habe mir gesagt: Ich will nicht so gehen», betonte der Superstar, der das Jahr 2018 abgehakt habe.

Der Sprint-Spezialist kennt sich mit Tiefs genauso aus wie mit Höhepunkten, seine Karriere verlief zuletzt wellenförmig. Nach den triumphalen Jahren 2013 und 2014 folgte das schwere Jahr 2015, als überhaupt nichts zusammenlief, ehe er beim Quick-Step-Rennstall zu alter Stärke zurückfand. «In meiner Karriere lief es entweder supergut oder total scheiße. Das ist auch Kopfsache», sagte Kittel, der im September und Oktober eine längere Pause eingelegt hatte. In Japan und China testete er sich jetzt langsam wieder heran. Ab dem neuen Jahr sollen dann wieder die Siege folgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
  • 15.02.2019
    Bars, Musik, Kostümprämierung
    Schon siebenmal fand der Gammlerball in Kehl bislang am Schmutzigen Donnerstag statt. In diesem Jahr ist das anders. Erstmals wird in der Stadthalle am Fasnachtssamstag gefeiert. Neben DJ Vuko sorgen verschiedene Narrenzünfte und die Gammlerbänd Willstätt für die Musik. Mit der Terminänderung aufs...
  • 13.02.2019
    Manufaktur für orthopädische Leistungen
    Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 180.000 Kilometer – unsere Füße. FUSS ArT, die Manufaktur für orthopädische Leistungen rund um den Fuß, ist seit Anfang Februar 2019 in der Moltkestraße 30-32 in Offenburg am Start und bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum und...
  • 04.02.2019
    Offenburg
    Das Braun Möbel-Center bietet Wohnmöbel in vielen Formen, Farben und Materialien. Vom 7. bis zum 9. Februar findet auf dem Gelände die dreitägige Möbelmesse statt. Hier können die Kunden in verschiedenen Themenwelten die aktuellsten Wohntrends entdecken. Neben einem großen Sonderverkauf gibt es...
  • 03.01.2019
    Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.