Handball-Südbadenliga

HC Hedos Elgersweier erwischt gegen HGW Hofweier Sahnetag

Autor: 
davfr/pes
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25. März 2018
Philipp Hackl (l.) und Christopher Räpple durften einen klasse Auftritt bejubeln.

(Bild 1/2) Philipp Hackl (l.) und Christopher Räpple durften einen klasse Auftritt bejubeln. ©www.handball-server.de

Handball-Südbadenligist HC Hedos Elgersweier kann es doch noch. Seit November wartete das Team um Trainer Simon Herrmann auf einen Sieg in der heimischen Otto-Kempf-Sporthalle. Ausgerechnet am Samstag im Derby gegen Tabellenführer HGW Hofweier gelang der nun mit 29:24 souverän.

Beim Heimsieg gegen den heißesten Anwärter auf den Aufstieg in die Oberliga präsentierte sich der HC Hedos Elgersweier so, wie es sich die Anhänger schon lange gewünscht haben: Eine kompakte Defensive, ein schnelles Umschaltspiel und ein weitgehend effektiver Angriff, der gegen einen angeschlagenen Tabellenführer vieles richtig machte. »Wir haben uns an die Vorgaben gehalten und vieles so umgesetzt, wie wir es vorhatten«, freute sich Hedos-Coach Simon Herrmann. 

Überragende Kulisse
Die Zuschauer sahen zunächst einen nervösen Beginn des Gastgebers, verbunden mit einem schnellen 0:2-Rückstand (2.). Mit einem bärenstarken Manuel Schnurr im Tor, der nicht nur gut mit seiner Abwehr kooperierte, sondern auch mehrere glasklare Torgelegenheiten zunichte machte, glich der HCH zunächst aus und nahm dann das Heft in die Hand. Aus einem 4:4 wurde erst ein 7:5 (18.), bevor man beim 10:6 (21.) das erste Ausrufezeichen gesetzt hatte. Angetrieben von einer überragenden Kulisse erkämpfte man sich Ball um Ball und bestrafte die Fehler des HGW eiskalt.

Nach zwei Gegenstoßtoren von Paolo Scavelli und einem Treffer von Winterneuzugang Stepháne Robin, der nicht nur offensiv, sondern auch defensiv eine ganz starke Partie zeigte und mittlerweile sehr gut integriert ist, war der Vorsprung bis auf 13:7 (28.) angewachsen. Dem Tabellenführer merkte man deutlich an, dass nicht jeder Spieler bei 100 Prozent war. Stefan See hatte Fersenschmerzen, Manuel Cybulski war ohne Trainingseinheit die Woche über. Michael Herzog hatte Schmerzen an der Schulter, Florian Herzog lief mit dick bandagiertem Knöchel auf, und als Krönung kam der krankheitsbedingte Ausfall von Nebojsa Nikolic, dazu das Fehlen von Sven Gieringer. Schon vor der Partie beruhte die Hoffnung beim HGW auf viel Zweckoptimismus. Nichtsdestotrotz verkürzte die Mannschaft um Michael Bohn auf Grund ihrer individuellen Stärke bis zur Pause auf 9:13.

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Starkes Comeback von René Junker
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Einheimischen wieder konzentrierter und williger. Aus einem 15:10 (34.) machte man ein 19:11 (40.). »In dieser Phase hat bei uns alles geklappt, hinzu kam das Quäntchen Glück, was man braucht«, so Herrmann. Trotz der hohen Führung wollte sich der HCH noch nicht in Sicherheit wiegen. Der HGW probierte viel, brachte unter anderem den siebten Feldspieler, wirkte an diesem Abend allerdings nicht frisch genug und konnte das Ruder nicht mehr herumreißen. Beim 24:15 (51.) durch René Junker, der nach seiner Ellenbogenverletzung sein Comeback feierte und gleich Akzente setzen konnte, war die Partie endgültig entschieden. Die Gäste schafften es, noch nach 60 Spielminuten auf 24:29 zu verkürzen, doch der HC Hedos Elgersweier konnte endlich wieder einmal zwei Punkte in eigener Halle feiern.

»Wir haben einen Sahnetag erwischt, wissen aber, dass es nicht jede Woche so laufen kann und wird«, wusste Simon Herrmann diese Leistung nach Spielende einzuschätzen. Nach der Osterpause steht am 7. April beim TV Oberkirch dann das nächste wichtige Spiel an.
HGW-Trainer Michael Bohn sprach von einem hochverdienten Erfolg des HC Hedos. »Aufgrund der letzten Wochen, in denen immer wieder Spieler im Training fehlten, müssen wir mit so einem Einbruch leben. Um die verbleibenden fünf Partien mit einem hoffentlich kompletteren, gesunderen Kader bestreiten zu können, liegt die Prämisse in den nächsten Tagen erst mal auf Regeneration.«

Hofweier bleibt trotz der Niederlage Tabellenführer, büßte aber zwei schmerzliche Punkte auf dem Weg zurück in die Oberliga ein. Während es am 7. April zum Heimspiel gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach kommt, muss der HGW dann am 14. April bei der HSG Konstanz II antreten. 

Elgersweier – Hofweier 29:24 (13:9)
Elgersweier:
Schnurr, Plschek; Hackl 2, Robin 5, Schoch, S. Räpple 2, Metelec 3, Junker 2, Tschopp 1, Scavelli 4, Stehle 2, C. Räpple 6/2, Fritsch 2.
Hofweier: Langenbach; F. Herzog 2, Spraul, Barbon 1, Schnak, Monschein 2, Schade 2, M. Herzog 7/4, See 3, Cybulski 2, Bures 2, Schulz, Blasius 1.

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