Fußball-Landesliga, Staffel 1

"Keller-Duell" im Oberkircher Renchtalstadion

Autor: 
Fritz Bierer / Richard Morgenthaler
Lesezeit 6 Minuten
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29. März 2018

Der VfR Willstätt will sich vom FV RW Elchesheim nicht aus der Erfolgsspur drängen lassen. Mit einem Heimsieg könnten die Schützlinge von Trainer Asbet Asa in der Tabelle weiter nach oben klettern. ©Ulrich Marx

Den Oster-Spieltag in der Fußball-Landesliga eröffnet der SV Oberachern II (3. Platz/35 Punkte) bereits am heutigen Freitag mit dem Derby gegen den SV Bühlertal (4./34). Sein drittes Heimspiel in Folge bestreitet der SV Oberkirch (13./22) gegen den Tabellennachbarn Spvgg Ottenau (12./23). Seine Spitzenposition festigen sollte der TuS Oppenau (1./42) zu Hause gegen den SV Oberharmersbach (15./16). Einen weiteren Sprung in der Tabelle nach oben will der VfR Willstätt (10./23) mit einem Sieg im Heimspiel gegen RW Elchesheim (8./24) machen. Erneut auf Reisen geht der SV Freistett (14./19) und hat beim FV Schutterwald (6./27) eine große Herausforderung vor der Brust.
 

Oberachern II – Bühlertal
Donnerstag, 19 Uhr

Trotz der 0:2-Niederlage beim FV RW Elchesheim, der dabei seine beste Saisonleistung zeigte, bleibt die Oberligareserve des SV Oberachern mit 35 Zählern auf dem dritten Rang. »Läuferisch, kämpferisch und von der Einstellung her kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen. Richtig Fußballspielen war auf dem Platz nicht möglich, trotzdem hatten wir die Spielkontrolle bis auf wenige Momente, die der Gegner in der zweiten Hälfte eiskalt ausgenutzte. Obwohl Elchesheim gegen Ende völlig platt war, fanden wir keine Lücke oder hatten einfach kein Schussglück«, bilanzierte Oberacherns Trainer Stefan Geppert nach der vierten Saisonniederlage.
Jetzt gastiert der SV Bühlertal zum Derby im Waldseestadion, wo die Gastgeber in dieser Saison noch ungeschlagen sind. Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Verbandsliga standen die Saisonziele beim SV Bühlertal ganz im Zeichen des sofortigen Wiederaufstiegs und zu Beginn sah es auch ganz danach aus. Mit sechs Siegen startete die Elf vom Mittelberg in die Runde und der Liga drohte an der Spitze die Langeweile. Dann kam etwas Sand ins Getriebe und zwischenzeitlich rutschte man mit jetzt 34 Zählern auf Rang vier ab, liegt aber immer noch in Reichweite zu Tabellenführer TuS Oppenau (42). Stefan Geppert verrät großen Respekt vor dem kommenden Gegner: »Da kommt eine richtig große Hausnummer an den Waldsee. Die Favoritenrolle trägt aus meiner Sicht klar der SVB, zumal man sich hinsichtlich des geplanten Aufstiegs keine Ausrutscher mehr erlauben darf. Unser Anspruch ist, dem Verbandsliga-Absteiger Paroli zu bieten und an die Teamleistung von Elchesheim anzuknüpfen«.
Auf seinen Abwehrchef Junkung Minteh (Gelb-Rot-Sperre) muss er dabei verzichten, dafür rückt Niclas Metziger wieder in den Kader. Nach überstandener Muskelzerrung wird Julien Guthleber für Joachim Schnurr zwischen die Pfosten rücken.
Willstätt – Elchesheim
Samstag, 15.30 Uhr

Der VfR Willstätt hat einen guten Lauf. Nach dem klaren Heimsieg gegen Altdorf sicherte sich das Team von Trainer Asbet Asa im Duell er Aufsteiger in Oberharmersbach einen Zähler. Vorsitzender Stefan Hochwald: »Es war das erwartet schwere Spiel auf dem kleinen Kunstrasenplatz in Oberharmersbach. Wir hatten leichte Vorteile und konnten durch zwei Standartsituationen jeweils in Führung gehen. Doch Oberharmersbach gab nie auf, am Ende war die Punkteteilung das gerechte Ergebnis.« Gegen Elchesheim hat die Willstätter Mannschaft noch etwas zu korriegieren – 0:4 unerlage man in der Vorrunde nach schwacher Leistung. »Die Elchesheimer sind durch das schnelle Umschaltspiel und starke Angreifer brandgefährlich. Wir müssen uns weiter steigern und möchten unsere Serie ausbauen, Minimalziel ist ein Zähler, mit einem Sieg könnte man die Gäste in der Tabelle sogar überholen«, weiß Hochwald. Bis auf den gesperrten Winterneuzugang Nicolas Rios sind beim VfR alle Mann an Bord.
Oppenau – Oberharmersbach
Samstag, 15.30 Uhr

Mit dem Auswärtssieg in Altdorf hat der TuS Oppenau seinen Vorsprung an der Tabellenspitze gegenüber den Verfolgen etwas ausgebaut. »Wie mir berichtet wurde konnte die Mannschaft eine gute Leistung abrufen. Sie konnte erneut einen Rückstand in einen Sieg drehen und unser Keeper José Poveda hielt uns durch einen gehaltenen Foulelfmeter in der ersten Halbzeit im Spiel. Durch einen Doppelschlag innerhalb von drei Minuten konnten wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden«, freut sich TuS-Fußball-Abteilungsleiter Frank Spinner. 
Gegen den Tabellenvorletzten SV Oberharmersbach ist der TuS in der Favoritenrolle. »Wir werden den Gegner aber ganz sicher nicht unterschätzen, denn der Sieg von Oberharmersbach in Bühlertal hat gezeigt was die Mannschaft an einem guten Tag zu leisten im Stande ist. Die Stimmung bei uns ist sehr gelöst und wir können unbeschwert aufspielen. Der größere Druck liegt sicher bei den Gästen, die um den Klassenerhalt kämpfen«, ist Frank Spinner überzeugt.
Die Personalsituation ist weiter angespannt.  Beim TuS fehlen auch am Samstag Patrick Braun, Steffen Schmeier, Simon Vogt, Dominik Huber und Nicolas Lietz.
Oberkirch – Ottenau
Samstag, 15.30 Uhr

Sechs Zähler notierte der SV Oberkirch aus den letzten beiden Heimspielen. Vor allem der 1:0-Erfolg gegen den FV Schutterwald hat überrascht, hauptsächlich deshalb, weil die Renchtäler über weite Strecken nach den Roten Karten gegen Jens Reiss und Loic Gerard  zwei Akteure weniger auf dem Rasen hatten als die favorisierten Gäste. »Der Heimsieg hat uns gut getan und war gut für die Moral. In Unterzahl hat die Mannschaft Willensstärke und Leidenschaft gezeigt. Es war eine tolle Mannschaftsleistung«, lobt Helmut Kröll. 
Gegen die Spielvereinigung Ottenau hat der SVO ein weiteres Heimspiel vor der Brust. Im Gegensatz zum FV Schutterwald sind die Ottenauer ein direkter Konkurrent in der gefährdeten Zone. »Die Spielvereinigung hat derzeit einen positiven Lauf. Aus vier Rückrundenspielen hat Ottenau zehn Punkte eingefahren. Wir sollten gewarnt sein. Trotzdem wollen wir den schwachen Auftritt vom Vorrundenspiel, das wir verloren haben, korrigieren«, weiß der SVO-Coach und hat eine klare Zielvorgabe. Verzichten muss er auf die gesperrten Jens Reiss und Loic Gerard, dagegen kehrt Matthias Spengler wieder in den Kader zurück.
Schutterwald – Freistett
Samstag, 15.30 Uhr

Der SV Freistett hat nur noch drei Zähler Vorsprung auf den Tabellevorletzten SV Oberharmersbach, allerdings auch nur vier Zähler Rückstand auf die sichere Zone. Nach zwei Niederlagen in Folge, zuletzt beim SV Bühlertal sollten die Schützlinge von Trainer Steve Schröter wieder für ein Erfolgserlebnis sorgen. »Wenn wir unsere Führung in Bühlertal in die Halbzeit mitgenommen hätten, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Nach dem Rückstand und anschließender Unterzahl war es dann natürlich sehr schwierig«, resümiert SVF-Pressesprecher Sebastian Schmidt. Eine schwierige Aufgabe erwartet die Freistetter am Samstag beim FV Schutterwald. Allerdings hat man den den kommenden Gegner gute Erinnerunngen. »Wir konnten immerhin die letzten beiden Begegnungen für uns entscheiden«, weiß Schmidt.
Die Personalsituation ist allerdings nicht rosig. Marc Wehrle fehlt gesperrt, ein Einsatz von Kevin Sackmann, Thomas Schneider und Maikel Govaert ist fraglich. Dafür kehrt voraussichtlich  Dominik Kaiser zurück in den Kader. 

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