Fußball-Landesliga, Staffel 1

TuS Oppenau in Elchesheim gefährdet

Autor: 
Fritz Bierer / Richard Morgenthaler
Lesezeit 5 Minuten
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06. April 2018

Vor Torjäger Jan Philipowski, der auch schon das gelbe Trikot trug, hat man beim SV Oberkirch einigen Respekt. Rechts. Volker Gieringer (TuS Oppenau). ©Iris Rothe

In der Fußball-Landesliga, Staffel 1, gibt Spitzenreiter TuS Oppenau (45 Punkte) beim FC RW Elchesheim (8./27)  seine Visitenkarte ab. Um den Klassenerhalt geht es für den SV Freistett (14./19) zu Hause gegen den Tabellenzweiten SV Oberachern II (36), den VfR Willstätt (11./23) beim SV Bühlertal (4./35) und den SV Oberkirch (13./23), der im Weinort-Derby beim TuS Durbach (6./31) gastiert.  
 

Freistett – Oberachern II
Samstag, 15.30 Uhr

Keinen Schritt vorwärts im Abstiegskampf ist über Ostern der SV Freistett gekommen. Der erhoffte »kleine Befreiungsschlag« ist ausgeblieben, die Elf von Trainer Steve Schröter kassierte beim FV Schutterwald eine 0:2-Niederlage. »Wir bekommen derzeit knallhart zu spüren, wie Spiele laufen können, wenn man unten drin in der Tabelle platziert ist. Seit Jahresbeginn waren wir in fast allen Partien ebenbürtig und hätten Punkte einfahren können, verlieren am Ende aber meist unglücklich«, klagt SVF-Pressesprecher Sebastian Schmidt. »Auch wenn das wie eine typische Floskel im Abstiegskampf klingt: Wir müssen weiter arbeiten und uns das Glück wieder erkämpfen«, fügt Schmitt hinzu, allerdings wissend, dass die Hausaufgabe gegen Neuling und Tabellenzweiten SV Oberachern II alles andere als leicht ist. Etwas entspannt hat sich die Personalsituation beim SVF: Marc Wehrle, Thomas Schneider und Kevin Sackmann kehren in den Kader zurück.
Obwohl die Oberligareserve des SV Oberachern beim 2:2 gegen den SV Bühlertal einen frühen Rückstand drehen konnte und dem 3:1 ganz nahe war, musste sie am Ende froh sein, wenigstens einen Zähler gerettet zu haben. »Aufgrund unserer schwächeren zweiten Halbzeit und der Roten Karte müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein«, bilanzierte Oberacherns Coach Stefan Geppert. »Am Samstag erwarte ich ein ganz anderes Spiel, wobei Freistett auch eine Mannschaft ist, die über den spielerischen Ansatz kommt. Die Elf benötigt Siege, um aus dem Tabellenkeller zu kommen. Wir müssen voll dagegenhalten und die sich bietenden Räume konsequent nutzen« so Geppert. 
Abwehrchef Junkung Minteh hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen, dafür fehlt Routinier Cedric Krebs nach seiner völlig unnötigen Roten Karte, die er sich gegen Bühlertal einhandelte.
Bühlertal – Willstätt
Samstag, 15.30 Uhr

Der VfR Willstätt ist nach seiner Heimniederlage gegen Elchesheim wieder in der Bredouille. »Die Niederlage war vermeidbar und am Ende der Sieg dann auch schmeichelhaft für die Gäste. In der ersten Halbzeit sind wir in zwei Konter gelaufen und konnten vor der Pause noch auf 1:2 verkürzen. In der zweiten Halbzeit war es dann ein Spiel auf das Tor der Gäste, doch wir konnten aus unseren zahlreichen Chancen kein Kapital schlagen«, war VfR-Vorsitzender Stefan Hochwald nach der Partie ziemlich enttäuscht. Am Samstag schnuppern die Schützlinge von VfR-Coach Asbet Asa »Höhenluft« auf dem Mittelberg beim SV Bühlertal. »Die Gastgeber dürfen sich keinen Ausrutscher erlauben, möchten sie noch im Aufstiegsrennen mitmischen. Beim Hinspiel konnten wir mit dem 1:1 dem SVB die ersten Punkte abnehmen. Wir sind aber klarer Außenseiter und können befreit in Bühlertal aufspielen«, ist Hochwald überzeugt. Bis auf den gesperrten Nicolas Rios steht Asbet Asa der komplette Kader zur Verfügung.
Elchesheim – Oppenau
Samstag, 15.30 Uhr

Spitzenreiter TuS Oppenau hatte wenig Probleme beim 3:0-Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten SV Oberharmersbach. Abteilungsleiter Frank Spinner: »Der Heimsieg war aufgrund einer richtig starken ersten Hälfte von uns verdient. In Durchgang zwei war das Spiel etwas ausgeglichener aber letztendlich gelang es uns ohne Gegentor zu bleiben.« Keine einfache Aufgabe erwartet den TuS jetzt in Elchesheim.  In der Rückrundentabelle stehen die Huber-Schützlinge auf Rang zwei. Frank Spinner ist überzeugt, dass sich die Elchesheimer für die enttäuschende 0:6-Schlappe  vom Ostermontag  gegen den FV Schutterwald rehabilitieren wollen. »Wir müssen eine Top-Leistung abrufen um dort etwas Zählbares mitzunehmen«, ist Oppenaus Fußball-Boss überzeugt. Neben den lanzeitverletzten Simon Vogt, Dominik Huber, Patrick Braun und Steffen Schmeier muss auch Nicolas Lietz (Knieprellung) ersetzt werden.
Durbach – Oberkirch
Samstag, 16 Uhr

Sieben Zähler notierte der SV Oberkirch aus den letzten drei Heimspielen in Folge. Allerdings war das 1:1 gegen die Spvgg Ottenau weder »Fisch noch Fleisch«. Da hatte man sich beim den Renchtäler doch mehr erwartet und wollte sich Luft im Abstiegskampf verschafften.  
»Sicher war mehr drin. Leider konnten wir nach der Führung nicht nachlegen um das Spiel zu entscheiden. Wenn man bedenkt, dass Ottenau kurz vor Schluss noch einen Pfostentreffer hatte, geht die Punkteteilung in Ordnung«, ist SVO-Coach Helmut Kröll überzeugt. Eigentlich sollte den Renchtälern vor dem Auftritt beim TuS Durbach nicht bange sein, denn in den letzten beiden Spielrunden  hat man im Weinort jeweils »Vollernte« mit über den Berg genommen. »Durbach hat aber in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel verloren. Die Mannschaft ist sehr erfahren und mit Jan Philipowski hat man einen Top-Torjäger der bereits 16 Treffer erzielte«, weiß Kröll was auf seinen Schützlinge zukommt. »Aber auch wir haben uns stabilisiert und in den letzten drei Spielen nur einen Gegentreffer zugelassen. Wir wollen im Derby auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen.« Verzichten muss der SVO-Coach auf Esteban Muller (starke Rippenprellung) und die gesperrten Loic Gerard und Jens Reiss.

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