Fußball-Landesliga

TuS Oppenau trifft auf Verfolger Bühlertal

Autor: 
Fritz Bierer / Richard Morgenthaler
Lesezeit 5 Minuten
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13. April 2018

Ohne den verletzten Spielertrainer Christian Seger bestreitet Oppenau das Spitzenspiel gegen Bühlertal. ©Peter Heck

Im Blickpunkt des Spieltages am Wochenende in der Fußball-Landesliga, Staffel 1, steht das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer TuS Oppenau (48 Punkte) und Verfolger SV Bühlertal (2. Platz/38 Punkte). Mit einem Sieg könnten die Renchtäler fast schon die Tür zur Verbandsliga für einen Spalt öffnen. In anderen Tabellensphären rangieren der SV Oberkirch (11./24), der zu Hause den SV Sinzheim (9./27) erwartet, und der VfR Willstätt (13./23), der im Stadion am Rosengarten im Hanauerland-Derby den SV Freistett (14./20) vor der Brust hat. Der SV Oberachern II (3./37) reist zum zu Hause noch ungeschlagenen FV Schutterwald (5./36), der sich noch Hoffnungen auf den Relegationsplatz macht.

Oppenau – Bühlertal
Sonntag, 15 Uhr

Zehn Zähler auf Bühlertal und elf Punkte auf  den SV Oberachern II und VfB Bühl – bei einem Spiel mehr – beträgt der Vorsprung des TuS Oppenau auf die Verfolger. Jetzt steigt ein echtes Spitzenspiel am Haldenhof – bei einem Oppenauer Sieg können die Verantwortlichen um Fußball-Abteilungsleiter Frank Spinner den Meister-Sekt zumindest in Kühlschranknähe platzieren. »In Elchesheim zeigte unsere Mannschaft eines der besten Saisonspiele und hat trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Spielertrainer Christian Seger verdient gewonnen. Was die Spieler, die auf dem Platz stehen derzeit abzurufen, das ist außergewöhnlich«, schnalzt ein zufriedener Abteilungsleiter Frank Spinner mit der Zunge.
Jetzt kommt der SV Bühlertal mit viel Rückenwind durch den 8:1-Kantersieg gegen Willstätt ins obere Renchtal. »Wenn es uns wieder gelingt eine Top-Leistung abzurufen wie gegen Elchesheim dann dürfen sich die Zuschauer auf ein  interessantes und intensives Spiel freuen. Wir können ohne Druck aufspielen und werden versuchen unseren derzeitigen Lauf fortzusetzen«, verspricht Oppenaus Fußball-Boss. Allerdings sind die personellen Voraussetzungen alles andere als gut. Für Frank Spinner ist die Situation schon dramatisch: »Neben den Langzeitverletzten (Simon Vogt, Steffen Schmeier, Dominic Huber und Patrick Braun) werden auch Nicolas Lietz (Knieprobleme), Matthias Kimmig und Spielertrainer Christian Seger (beide Muskelfaserriss) am Sonntag nicht zur Verfügung stehen«.
Willstätt – Freistett
Sonntag, 15 Uhr

Eine 1:8-Klatsche kassierte Neuling Willstätt auf dem Mittelberg beim SV Bühlertal. Die »Höhenluft« ist den Schützlingen von Trainer Asbet Aasa nicht bekommen. «Wir wurden eiskalt erwischt. Die Abstände waren zu groß, die Mannschaft einfach zu passiv, hinzu kamen zahlreiche individuelle Fehler. Nach einer halben Stunde lagen wir schon 0:7 hinten. Gott sei Dank hat der SV Bühlertal  im Verlauf des Spiels dann einen Gang tiefer geschaltet«, blickt VfR-Fußball-Boss Stefan Hochwald kopfschüttelnd auf den vergangenen Spieltag zurück.« Doch inzwischen ist der Blick wieder nach vorne gerichtet – auf das Hanauerland-Derby gegen den SV Freistett. »Da gilt es die Ärmel hochkrempeln und alles raushauen, dass die Punkte in Willstätt bleiben«, ist seine Vorgabe ans Team. Der Kader ist allerdings nicht komplett: Nicolas Rios fehlt gesperrt, Nicolas Jabain  ist veruflich verhindert und der Einsatz der angeschlagenen Yannick Assenmacher und Aaron Kuscu ist noch fraglich.
Zumindest einen Teilerfolg beim 0:0 gegen den SV Oberachern II sicherte sich der SV Freistett im Vorfeld des Derbys, der aber die Mannschaft in der Tabelle auch nicht weiter voran bringt. »Pressesprecher Sebastain Schmidt: »Generell ist ein Punkt gegen einen Tabellenzweiten in Ordnung, wobei er uns nicht wirklich weiter hilft. Wir haben gegen den SVO über 90 Minuten jedoch kaum Torchancen zugelassen und standen defensiv sehr gut, was uns Selbstverrtauen und Stabilität für die künftigen Aufgaben geben sollte. Gegen Willstätt muss natürlich gepunktet werden, möglichst dreifach. Wir fahren dorthin und wollen gewinnen.« Neben den Lanzeitverletzten muss SVF-Coach Steve Schröter auf  Maikel Govaert verzichten.
Schutterwald – Oberachern II
Samstag, 15.30 Uhr

»Herbstmeister« SV Oberachern II tritt momentan auf der Stelle. Nur ein Sieg in der Rückrunde und zuletzt ein torloses Remis beim abstiegsgefährdeten SV Freistett nach einer insgesamt eher dürftigen Vorstellung. Trainer Stefan Geppert glaubt, die Gründe dafür zu kennen: »Die Jungs tun sich derzeit schwer, ihren eigenen und den gestiegenen Ansprüchen im Umfeld gerecht zu werden. Wir haben unter der Woche viele Aspekte angesprochen und dabei den Fokus auf ganz elementare Dinge gelegt, die im Fußball Grundvoraussetzung sein müssen, um als Mannschaft erfolgreich zu bestehen«. Vor allem die Offensive bereitet Geppert Kopfzerbrechen, denn da fehlte es zuletzt an der nötigen Durchschlagskraft.
Jetzt gastiert die Oberligareserve beim daheim noch ungeschlagenen FV Schutterwald. Für Geppert, der die Liga besser kennt, als jeder andere, sind die Grün-Weißen neben dem souveränen Tabellenführer TuS Oppenau die »Mannschaft der Stunde«. Im Hinspiel behielt der SVO verdient mit 4:1 die Oberhand. Am Samstag wird man aber mit Sicherheit einen ganz anderen FV Schutterwald erleben.
Cedric Krebs hat beim SVO seine Rotsperre abgesessen. Ansonsten wird es im Vergleich zur Vorwoche keine großen Veränderungen geben. 
Oberkirch – Sinzheim
Samstag, 15.30 Uhr

Seit vier Spielen ist der SV Oberkirch ungeschlagen und sammelte zehn Zähler. Allerdings aus der gefährdeten Zone haben sich die Renchtäler längst noch nicht verabschiedet. Das 1:1 zuletzt beim »Vizemeister« Durbach war positiv. »Das war ein guter Auftritt der Mannschaft. Doch geht die Punkteteilung in Ordnung. Auf diese Leistung können wir aufbauen«, freute sich Trainer Helmut Kröll nach dem Spiel. Auch Gast SV Sinzheim kämpft um den Ligaverbleib, das Remis am Mittwoch im Nachholspiel gegen Elchesheim hat den SVS nicht weiter gebracht, zumal man zwei Spiele mehr als Oberkirch ausgetragen hat. Doch der Respekt von Helmut Kröll ist groß: »Sinzheim ist ein Gegner auf Augenhöhe. Im Hinspiel wurden uns die Grenzen aufgezeigt. Da haben wir noch etwas gutzumachen.« Etwas entspannt hat sich die Personalsituation. Jens Reissist wieder dabei, Loic Gerard (Rote Karte) muss noch pausieren, Esteban Muller trainiert beginnt in der nächsten Woche mit dem Lauftraining.

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