Bayerns Tormaschine läuft

Müller und Lewandowski überragen

Autor: 
red/dpa
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17. Oktober 2020
Die überragenden Doppelpacker Thomas Müller (8./51.) und Robert Lewandowski (26./45.+1).

Die überragenden Doppelpacker Thomas Müller (8./51.) und Robert Lewandowski (26./45.+1). ©Foto: dpa/Martin Meissner

Zwei Tage nach dem Sieg im Pokal tritt der FC Bayern in der Liga bei Arminia Bielefeld wieder mit der A-Elf an. Thomas Müller und Robert Lewandowski überragen beim lockeren 4:1 - das allerdings auch eine ärgerliche Rote Karte für die Münchner mit sich bringt.

Bielefeld - Serienmeister Bayern München ist in der Bundesliga wieder klar auf Kurs. Am vierten Spieltag präsentierten sich die Münchner als gnadenlose Tormaschine und gewannen mit 4:1 (3:0) bei Aufsteiger Arminia Bielefeld. Dadurch eroberte der FC Bayern zumindest vorübergehend Platz zwei und hat den 1:4-Ausrutscher in Hoffenheim fast schon wieder korrigiert. „Wir haben ein gutes Gesicht und ein tolles Spiel gezeigt“, sagte Kapitän Manuel Neuer. „Wir haben vier Tore erzielt, das spricht für unsere starke Offensive.

Die überragenden Doppelpacker Thomas Müller (8./51.) und Robert Lewandowski (26./45.+1) sicherten bei einem Gegentor von Ritsu Doan (58.) den 26. Bayern-Sieg in den letzten 27 Pflichtspielen. „Die erste Halbzeit war nah dran an dem, wie wir uns Fußball vorstellen“, sagte Trainer Hansi Flick, der die späte Rote Karte für Corentin Tolisso wegen einer Notbremse (76.) als „blöd“ kritisierte.

Lewandowski vervollständigte persönliche Statistik

„Europas Fußballer des Jahres“ Lewandowski vervollständigte seine persönliche Statistik. Er hat nun gegen alle aktuellen 18 Erstligisten inklusive der Bayern getroffen. Mit sieben Saisontoren überholte er zudem den aktuell wegen einer Corona-Infektion ausfallenden Hoffenheimer Andrej Kramaric (6) an der Spitze der Torjägerliste. Und mit insgesamt 17 Treffern stellten die Bayern den 53 Jahre alten Vier-Spiele-Startrekord von Borussia Mönchengladbach ein. Allerdings haben die Münchner auch schon acht Gegentore kassiert, die aktuell viertmeisten der Liga.

Der Saisonstart der zuvor über ein Jahr daheim ungeschlagenen Arminia ist mit vier Punkten aus vier Spielen immer noch ordentlich. Die Sensation am Samstag war mit einer lange Zeit ängstlichen Leistung gegen unantastbare Bayern zu keinem Zeitpunkt greifbar. „Wir sind zu behäbig ins Spiel gekommen, mit einer Portion zu viel Respekt“, sagte Torhüter Stefan Ortega. Mit Aufsteigern haben die Bayern, die zwei Tage nach dem 3:0 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Düren mit neun Änderungen wieder mit der A-Elf spielten, seit Jahren wenig Mitleid; es war der 41. Sieg in den letzten 44 Duellen.

„Das tut richtig bitter weh“

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Als die Bayern zuletzt in Bielefeld spielten, war Jürgen Klinsmann noch ihr Trainer und Luca Toni schoss das Siegtor zum 1:0. Elfeinhalb Jahre hatten die Ostwestfalen auf ein Gastspiel des Rekordmeisters warten müssen - und dann durften am Samstag keine Zuschauer rein. „Das tut richtig bitter weh“, sagte Arminia-Coach Uwe Neuhaus (60), der zum ersten Mal als Cheftrainer auf die Münchner traf.

Der Champions-League-Sieger, der ohne den werdenden Vater Joshua Kimmich antrat, ging das Spiel seriös an und war von der ersten Minute an hochdominant. Die Belohnung folgte schnell, und das ausgerechnet durch Müller, neben Niklas Süle der einzige, der schon 46 Stunden zuvor beim Anpfiff gegen Düren auf dem Platz gestanden hatte. Eine sensationelle Hacken-Ablage von Lewandowski nutzte der 2014er-Weltmeister im zweiten Versuch.

Lewandowski entschied das Spiel schon vor der Pause

In der Folge rettete Bielefelds Torhüter Stefan Ortega mehrfach stark gegen Müller (15.), Lewandowski (28.) oder Corentin Tolisso (33.). Lewandowski, der zum 63. Mal in einem Bundesliga-Spiel mindestens doppelt traf, entschied das Spiel dennoch schon vor der Pause und hätte noch deutlich öfter treffen können. So bei einem Kopfball (34.) und einem Lattenschuss nach Fehler von Ortega (49.).

Bielefelds einzige Chance der ersten Halbzeit vergab der immer noch aufs Erstliga-Tor wartende Kapitän Fabian Klos, der an Manuel Neuer scheiterte (31.). Dem sehr quirligen Doan gelang später zumindest das Ehrentor - und Klos mit der Vorlage der erste Bundesliga-Scorerpunkt.

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