Basketball

NBA-Superstar James erobert Berlin: «Es ist verrückt hier»

Autor: 
dpa
Lesezeit 3 Minuten
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03. September 2018
LeBron Raymone James engagiert sich bei seiner Tour für den Kampf gegen Diskriminierung und für Chancengleichheit.

LeBron Raymone James engagiert sich bei seiner Tour für den Kampf gegen Diskriminierung und für Chancengleichheit. ©dpa -  Paul Zinken

LeBron James machte ein paar Späße mit Jérôme Boateng und Leroy Sané, tänzelte lässig durch die Halle und ließ sich von den kreischenden Fans feiern. Bei seinem ersten Besuch in Berlin zeigte sich der Basketball-Superstar der Los Angeles Lakers von seiner charmantesten Seite.

«Das ist ein toller Platz, ich bin begeistert, es ist verrückt hier», sagte James. «Berlin ist großartig.» Eine Werbetour seines Ausrüsters führt den 33-Jährigen in die Hauptstadt. Er richtete als Schirmherr ein Streetball-Turnier für Teenager aus, das letzte Spiel verfolgte der dreimalige NBA-Champion bestens gelaunt vom Spielfeldrand aus. Umgedrehte Basecap, markanter Vollbart, weißes Shirt. Bei dröhnenden Hip-Hop-Beats aus den Boxen murmelte er die Texte der US-Rapper Eminem und Kendrick Lamar lässig mit. Hunderte Handys waren dabei auf ihn gerichtet. Seine Anhänger rasteten völlig aus, als er wie ein Popstar die Arena betrat.

Doch bei allem Spaß und aller Show steckte ein ernster Hintergrund hinter dem Besuch. Unter dem Motto «More than an Athlete» («Mehr als ein Sportler») tourt der zweimalige Olympiasieger mit Stationen in Shanghai, Paris, Berlin und New York um die Welt. James engagiert sich schon lange sozial, sammelt Geld für den guten Zweck. Hautfarbe und Herkunft sollen keine Rolle spielen. James will Chancengleichheit und legt sich im Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus in den USA auch öffentlich mit Präsident Donald Trump an.

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«Es sind ganz verschiedene Leute da», sagte James beim Blick ins Publikum im Osten Berlins: «Basketball bringt alle zusammen. Egal woher man ist oder wer man ist.» Neben 500 Jugendlichen standen auch die Fußball-Nationalspieler Boateng, Sané, Antonio Rüdiger oder Serge Gnabry am Rand und lauschten King James. Alle sind bekennende Fans des Ausnahmekönners, der als bester Basketballer seiner Generation gilt.

Für ein Gruppenfoto posierten die Fußballer gemeinsam und warfen ein paar Bälle, auch der deutsche NBA-Jungstar Dennis Schröder von den Oklahoma City Thunder war dabei. Dass beide zusammen in der gleichen Liga spielen, liege an der verbindenden Wirkung des Sports, betonte James. «Ich komme aus Ohio, Dennis ist aus Deutschland, aber wir spielen beide in der NBA. Der Sport bringt uns alle zusammen, egal auf welchem Level. Das ist das Besondere.»

Zuvor hatte James auch das Leichtathletik-Meeting ISTAF besucht und Diskus-Olympiasieger Robert Harting im Olympiastadion ein Lakers-Trikot geschenkt. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen den 2,03-Meter-Hünen zudem beim Besuch der Berliner Mauer. Es sei «verrückt», sich vorzustellen, dass die Stadt mal geteilt war, sagte er in einem kurzen Clip. Eine ähnliche Situation mit einer Trennung von Ost und West sei für ihn in den USA unvorstellbar.

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