Sport

Playoff-Entscheidung in der Schänzle-Hölle

Andreas Joas
Lesezeit 4 Minuten
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31. Mai 2024
Lars Michelberger und die HSG Konstanz wollen den nächsten Schritt gehen.

Lars Michelberger und die HSG Konstanz wollen den nächsten Schritt gehen. ©Michael Elser

Die Entscheidung im Playoff-Halbfinale um den Aufstieg in die 2. Bundesliga fällt in der Konstanzer Schänzle-Hölle. Nach dem 22:22 im Hinspiel in Krefeld kommt es dort am Sonntag, 17 Uhr, zum Rückspiel.

Zwei von vier Hälften sind absolviert – ohne jedoch einen Vorteil für eine der beiden Mannschaften gebracht zu haben. Die letzten beiden Halbzeiten versprechen somit erneut Hochspannung, Kampf und Emotionen. Bereits die hart umkämpfte Abwehrschlacht in Krefeld am Donnerstag hatte der HSG Konstanz nach einer Fünf-Tore-Führung zum Seitenwechsel Chancen zu einem großen Schritt in Richtung Gesamtsieg eröffnet. Die spielerische Überlegenheit aus dem ersten Durchgang konnte jedoch im zweiten Abschnitt nicht mehr genutzt und aufrechterhalten werden – wenngleich sich kurz vor Schluss bei einem freien Abschluss aus der Nahdistanz die große Chance zum Auswärtssieg bot, der Ball aber knapp über die Latte strich.

Nur zwei Tage liegen nun zwischen den beiden Spieltagen, sodass sich der Fokus von Jörg Lützelberger und Vitor Baricelli schnell auf das erste Finale in eigener Halle richtete. Bereits direkt nach der Abfahrt begann im Mannschaftsbus der Videoschnitt, sodass die Spieler noch auf der Rückfahrt ihre Szenen noch einmal begutachten und analysieren konnten. Am Freitagnachmittag stand dann die Analyse mit der Mannschaft und eine lockere Trainingseinheit auf dem Programm. „Jetzt gilt es dies natürlich schnell zu analysieren“, hatte Lützelberger nach einem intensiven und aufwühlenden Duell in Krefeld gesagt. Positiv stimmen kann ihn die über weite Strecken des Spiels sehr gute Abwehrleistung in Verbindung mit einem bärenstark haltenden Konstantin Poltrum im Tor. Offensiv dürfte sein Wunsch vor allem sein, das schnelle, variantenreiche Spiel aus den ersten 30 Minuten nun länger auf die Platte zu bekommen.

Mut machen dürfte außerdem, dass die junge Mannschaft im Vergleich mit einem deutlich erfahrenen Kontrahenten unter Druck in fremder Halle standhielt, kämpfte, kühlen Kopf bewahrte und sich trotz der zwischenzeitlichen Probleme im Angriffsspiel nicht auseinanderbrach. „Das ist viel Wert“, so der HSG-Coach. „Wir nehmen das Unentschieden mit und wissen, dass wir mit einem Sieg in eigener Halle ins Endspiel einziehen können.“ Groß ist nun die Vorfreude bei dieser schweren Aufgabe eine vollbesetzte, bekannt stimmungsvolle Halle mit den eigenen lautstarken Anhängern als gelb-blaue Wand im Rücken zu haben. Lützelberger: „Wir wissen, dass unsere Fans uns richtig anfeuern werden. Dann werden wir alles auf der Platte lassen und 60 Minuten dafür kämpfen, dass wir ins Finale kommen.“ Geleitet wird die Begegnung von den beiden erfahrenen Schiedsrichtern Thomas Hörath und Timo Hofmann aus dem Bundesligakader des DHB, als zusätzlicher Technischer Delegierter wird Frank Sattler eingesetzt.

Die Ausgangslage vor dem von Lützelberger erneut erwarteten Kampf ist denkbar klar und einfach: Der Gewinner darf sich auf die Finalspiele gegen Rostock oder Hildesheim freuen. Bei einem Remis entscheiden die mehr erzielten Auswärtstore über das Weiterkommen. Sollte auch das Rückspiel 22:22 enden, kommt es zu einem Entscheidungsspiel – das Heimrecht würde dann vom DHB ausgelost werden. In den anderen Halbfinal-Paarungen hatte sich Empor Rostock mit einem 32:27-Erfolg im Hinspiel einen kleinen Vorteil für den Gang Richtung Niedersachsen erarbeitet. Entschieden ist aber auch hier noch nichts. Ebenso eng waren die Partien zwischen Emsdetten und Braunschweig (34:32) sowie Oppenweiler/Backnang und Ferndorf

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Beim ETO-GRUPPE-Heimspieltag gibt es schon vor dem Spiel im Foyer einiges zu entdecken. So können sich die Besucher beim Quiz und Handball-Torwurf versuchen und attraktive Preis gewinnen. Oder aber in der Halbzeit mit etwas Glück eines der von den HSG-Spielern signierten Shirts ergattern, die per T-Shirt-Kanonen in das Publikum geschossen werden.

Dauerkartenbesitzer erhalten ihren Platz reserviert und freien Eintritt, werden jedoch gebeten, mitzuteilen, ob sie ihre Plätze in Anspruch nehmen wollen oder für andere Zuschauer zur Verfügung stellen möchten.

Normale Tickets für das Playoff-Rückspiel können online unter www.hsgkonstanz.de/ticketshop erworben werden. Aktuell sind nur noch wenige Sitzplätze verfügbar, dafür wurden zusätzliche Stehplätze freigegeben.

Das Spiel wird wieder auf Sportdeutschland.tv übertragen. Die Vorberichterstattung beginnt ab 16.15 Uhr. Team- und Saisonpässe sind nicht für die Aufstiegsspiele gültig.

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