Fußball-Bundesliga

SC Freiburg selbstkritisch

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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13. August 2018

SC-Trainer Christian Streich. ©dpa-pipeline

Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart hat sich der SC Freiburg 1:1 vom spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian getrennt. Vor 13 300 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion schossen gestern Juanmi und Nils Petersen per Elfmeter die Tore.

Als sich seine ehemaligen Kollegen für die Generalprobe aufwärmten, nahm Caglar Söyüncü Abschied. Der Ende der Woche an Leicester City transferierte türkische Innenverteidiger bekam von den Vorständen Jochen Saier und Oliver Leki eine Schwarzwälder Kuckucksuhr mit auf den Weg nach England und von den Freiburger Fans warmen Applaus. Ein Ersatz soll nicht verpflichtet werden, der Sport-Club sieht sich gut genug aufgestellt, was sich im Spiel gegen San Sebastian nur teilweise bestätigte. Denn in der Anfangsphase hatten die Freiburger einige Probleme, die zum einen mit dem vom Pilz befallenen, löchrigen Rasen zusammenhingen. Außerdem mussten sie sich laut Christian Günter nach einer intensiven Trainingswoche »die Müdigkeit erst raus spielen«.

Chance für Waldschmidt
San Sebastian war nicht müde, obwohl die Spanier am Tag zuvor einen Test beim VfB Stuttgart 0:1 verloren hatten. Da waren sie jedoch mit einer anderen Elf angetreten. In den Fehler behafteten ersten 20 Minuten versprang den Freiburgern mehrfach der Ball, und sie kassierten in dieser Phase auch den Gegentreffer. Zunächst hatte Torwart Alexander Schwolow gegen Juanmi (12.) noch gut pariert, bei der nachfolgenden Ecke war er jedoch machtlos, als Juanmi (13.) nach einer Kopfballverlängerung ebenfalls mit dem Kopf zur Führung für die Spanier traf. »Gut war, dass wir uns ins Spiel rein gearbeitet haben«, sagte Trainer Christian Streich. Und nach einer guten Chance von Luca Waldschmidt (23.) und einem Tritt von Gorosabel in die Magengrube von Mike Frantz, glich Nils Petersen (28.) mit einem sicher verwandelten Elfmeter aus.

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»Wir haben uns durch ein paar Aktionen und auch verbal nach vorne gepusht, sonst wäre es eine bittere Generalprobe geworden«, erklärte der Torschütze. Dafür sorgte auch Schwolow (34.) mit einer Glanzparade nach einer Freistoßflanke. »Hinterher fühlt es sich gut an, auch wenn insgesamt noch einiges verbesserungswürdig war«, sagte die Freiburger Nummer eins. 

"Noch nicht bundesligareif"
Kurz vor der Pause hatte Waldschmidt nach einer guten Einzelaktion im Strafraum sogar noch die Chance zur Führung, scheiterte aber an Torwart Zubiaurre. In der zweiten Halbzeit drängten die Freiburger vergeblich auf das Siegtor, unter anderem weil ein Treffer von Petersen (50.) wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. »Das war ein sehr guter Gegner für den letzten Test, aber wir waren noch nicht bundesligareif«, gab sich Petersen gewohnt selbstkritisch.

Streich hätte in der Vorbereitung gerne noch mindestens einen Gegner mehr auf dem Niveau von San Sebastian gehabt. Da das nicht der Fall war, ließ er – bis auf den angeschlagen ausgewechselten Waldschmidt – die erste Elf 80 Minuten durchspielen, dann wurden bis auf Schwolow, Günter und den zuvor eingewechselten Terrazino alle ersetzt. Dass die Startformation auch die für den Pflichtspielstart am Montag in einer Woche im Pokal sein könnte, darauf wollte sich der SC-Coach nicht festlegen. »Wir haben noch viele Möglichkeiten und eine lange Woche«, sagte Streich. In der sollen die Spieler »genügend Zeit zum Ausruhen« bekommen, damit sie in Cottbus nicht die Anfangsphase verschlafen.
 

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