Zandvoort

Serienchef Berger kündigt Entscheidung zur DTM-Zukunft an

Autor: 
dpa
Lesezeit 3 Minuten
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13. Juli 2018
Gerhard Berger muss dringend einen neuen DTM-Teilnehmer finden, sonst steht die Serie vor dem Aus.

Gerhard Berger muss dringend einen neuen DTM-Teilnehmer finden, sonst steht die Serie vor dem Aus. ©dpa - Uwe Anspach

Die Ziellinie ist bei der Suche nach DTM-Teilnehmern in Sicht. Nach Auskunft von DTM-Chef Gerhard Berger dürfte sich bald klären, ob die Rennserie einen Nachfolger für Mercedes findet und damit noch eine Zukunft hat.

«Ich würde sagen, innerhalb der nächsten acht Wochen sollten wir mehr wissen», sagte Berger der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den möglichen Einstieg eines Herstellers oder Privatteams in die Deutsche Tourenwagen Masters. Zudem bekräftigte er vor der Halbzeit der laufenden Saison an diesem Wochenende im niederländischen Zandvoort: «Wir arbeiten nach wie vor hart an diesem Thema.»

Dazu ist Berger auch gezwungen. Denn er braucht dringend mindestens einen neuen DTM-Teilnehmer, sonst steht die Serie vor dem Aus. Mercedes hatte Ende Juli vergangenen Jahres seinen Rückzug aus der DTM nach der Saison 2018 angekündigt. Die verbleibenden Hersteller BMW und Audi wollen die Serie nur weiterführen, wenn spätestens zur Saison 2020 ein weiterer Autobauer mitfährt. Wenn das frühzeitig gesichert ist, würden sie als Übergangslösung die kommende Saison nur zu zweit bestreiten.

Serien-Chef Berger bestätigte nun dpa-Informationen, wonach Aston Martin zu den Kandidaten zählt. Und wie Medien zuvor berichtet hatten: Auch Toyota-Ableger Lexus könnte laut Berger einsteigen. «Wir unterhalten uns auch mit diesen beiden Häusern. Beide Marken würden ausgesprochen gut zur DTM passen, da es sich um Premiummarken handelt», sagte der Österreicher. «Beide wollen auf dem europäischen Markt wachsen.»

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Insgesamt fänden Gespräche mit «diversen Herstellern statt», berichtete er. Darunter seien «vielversprechende Kontakte». Der 58-jährige ehemalige Formel-1-Fahrer hatte schon zuvor gesagt, dass der Einstieg eines nicht-deutschen Herstellers in die Serie möglich sei. Zu Bergers Acht-Wochen-Rahmen passt es, dass Audi öffentlich inzwischen deutlich weniger Druck macht als noch zu Saisonbeginn. Damals hatte der Motorsportchef der Ingolstädter, Dieter Gass, noch auf Klarheit über die DTM-Zukunft bis Mitte des Jahres gedrungen. Jetzt sagte er auf dpa-Anfrage: «Natürlich hätte ich mir diese Entscheidung bereits vor der Saison gewünscht. Aber es gibt für uns kein konkretes Datum.»

Die Vorbereitungen für das kommende Jahr liefen wie geplant und «ungebremst», versicherte Gass. Ganz ähnlich positioniert sich weiterhin BMW: Die Entwicklung des neuen Motors, den das Reglement ab der kommenden Saison fordert, sei weitgehend abgeschlossen, betonte der Motorsportdirektor der Münchner, Jens Marquardt.

Sollte Berger der Coup gelingen, für 2020 einen oder sogar mehrere Autobauer für die DTM zu gewinnen, stünde die Serie wohl vor einer deutlich internationaleren Zukunft. Bevor es soweit ist, bleiben die Perspektiven der DTM aber ziemlich vage.

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