Fußball

«Tornado» Mbappé rettet Weltmeister Frankreich

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
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12. Oktober 2018
Frankreichs Star Kylian Mbappé jubelt über sein Tor zum 2:2 gegen Island.

Frankreichs Star Kylian Mbappé jubelt über sein Tor zum 2:2 gegen Island. ©dpa - David Vincent/AP

Dieses Spiel wird sich Bundestrainer Joachim Löw sicher noch einmal genauer anschauen: Auch Fußball-Weltmeister Frankreich ist verwundbar. Fünf Tage vor dem Nations-League-Vergleich der beiden Top-Nationen kamen die Franzosen gegen Island nicht über ein 2:2 hinaus.

Und bis zur 90. Minute drohte der Mannschaft von Trainer Didier Deschamps in Guingamp sogar die erste Niederlage seit dem WM-Triumph von Moskau. Doch dann rettete Jungstar Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain das Vaterland, wie es die französische Zeitung «Le Parisien» pathetisch formulierte. Birkir Bjarnason (30.) und Kari Arnason (58.) hatten Island in der Bretagne sogar mit 2:0 in Führung gebracht. Ein Eigentor von Holmar Eyjolfsson (86.) und der eingewechselte «Tornado» Mbappé («L'Équipe») retteten Frankreich noch das Remis (90.).

Das Remis kam umso überraschender, weil Island erst im September in der Nations League zwei heftige Pleiten in der Schweiz (0:6) und gegen Belgien (0:3) kassiert hatte. Seiner Elf habe es vor allem während der ersten 60 Minuten an Tempo gefehlt, bemängelte Deschamps. Die Einwechslung des 19 Jahre alten Mbappé, der zunächst geschont wurde, belebte jedoch das Angriffsspiel merklich.

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«Er ist sehr wichtig für das Team, das hat man heute Abend wieder gesehen. Als er gekommen ist, hat er den Unterschied gemacht», sagte der Stuttgarter Bundesliga-Profi Benjamin Pavard über Mbappé, der erst wenige Tage zuvor in der Liga gegen Olympique Lyon mit vier Toren geglänzt hatte und wegen leichter Muskelbeschwerden anfangs auf der Bank saß. Daneben schonte Deschamps bereits mit Blick auf das Deutschland-Spiel einige weitere Stars. Neben Mbappé standen auch Blaise Matuidi und N'Golo Kanté nicht in der Startelf.

Bei Island spielte der Augsburger Alfred Finnbogason die ersten 45 Minuten, Rurik Gislason vom SV Sandhausen wurde kurz vor Schluss eingewechselt. «Wir können deutlich besser spielen, das ist klar. Wichtig war, dass wir am Ende eine Reaktion gezeigt haben», sagte Deschamps und betonte vor dem Duell mit dem Weltmeister-Vorgänger im Pariser Vorort Saint-Denis voller Respekt vor Thomas Müller & Co.: «Am Dienstag haben wir es mit einem ganz anderen Gegner zu tun.»

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