Frankfurt/Main

Unglückliche Rückkehr von Trapp zur Eintracht: «Nicht schön»

Autor: 
dpa
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
02. September 2018
Der Frankfurter Torwart Kevin Trapp (M) kann das 2:1 für Werder Bremen nicht verhindern.

Der Frankfurter Torwart Kevin Trapp (M) kann das 2:1 für Werder Bremen nicht verhindern. ©dpa -  Thomas Frey

Unglücklicher hätte das Bundesliga-Comeback von Nationaltorwart Kevin Trapp für Eintracht Frankfurt beim 1:2 gegen Werder Bremen am Samstag kaum sein können.

«Ich habe mich gefreut, wieder spielen zu können und wollte helfen», meinte der 28-Jährige nach Spiel geknickt. «Zwei Gegentore im ersten Spiel ist für mich persönlich nicht schön.»
Da nützte es auch nichts, dass er keine Schuld an beiden Gegentreffern hatte. Dies galt für das 0:1 durch Yuya Osako (23. Minute) genauso wie für das Freistoß-Tor von Milot Rashica in der letzten der 96 Minuten langen Partie. «So das Gegentor zu bekommen, in der letzten Sekunde, das ist bitter, enttäuschend und tut weh», meinte Trapp.

Der Bremer Mittelfeldakteur hatte den Ball kunstvoll und präzise über die Mauer in die linke Torecke gedreht. «Wenn er ins Torwarteck gegangen wäre, wäre es mein Fehler gewesen», befand der Keeper. «So aber muss ich ein bisschen warten und darf nicht zu viel riskieren.»

Auch Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter machte dem Rückkehrer, der nach dreijährigem Engagement bei Paris Saint-Germain an den DFB-Pokalsieger vom Main für ein Jahr ausgeliehen ist, keine Vorwürfe. Im Gegenteil. «Viele hätten ihm etwas anderes vergönnt», sagte der Österreicher. «Zumindest der Punkt wäre schön, wenn er ihn hätte festmachen und den Freistoß hätte halten können. Er war aber gut geschossen.»

Ansonsten habe es Trapp einen Tag nach seiner Vorstellung in Frankfurt bei seinem Blitzdebüt gut gemacht. «Was er zu halten hatte, hat er gehalten. Er ist mit Sicherheit ein Spieler, der uns in Zukunft weiterbringen wird», meinte Hütter über den Ersatz für den ursprünglich als Nummer eins verpflichteten, angeschlagenen Frederik Rönnow. Nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage - zuvor gab es die Pleite im Supercup (0:5 gegen den FC Bayern) und das Erstrunden-Aus im Pokal in Ulm - kann der Coach einen guten Rückhalt gebrauchen.

Hütter muss aber nicht befürchten, nach dieser Last-Minute-Niederlage wieder unter Druck zu geraten. Eher hat sich das Eintracht-Team Anerkennung für den Kampfgeist in einer höchst unglücklich verlaufenen Partie verdient. Früh musste Verteidiger Carlos Salcedo (10.) ausgewechselt werden. Danach folgte die Rote Karte für Jetro Willems (32.) nach einer Tätlichkeit und am Ende noch das späte 1:2.

- Anzeige -

«Die Mannschaft hat 60 Minuten lang heroisch in Unterzahl gekämpft», urteilte Hütter. «Der Wille meiner Mannschaft hat mir imponiert.» Auch Frankfurts Manager Bruno Hübner war angetan von dieser Moral: «Wir haben tapfer nach vorne gespielt - mit viel Herz und viel Leidenschaft. Es ist eine total ärgerliche Niederlage.»

Nach dem 1:1 durch einen Strafstoß von Sébastien Haller (54.) schien zumindest der Punktgewinn gesichert. Dass bei dem Foul, das zu dem Elfmeter führte, Werder-Torwart Jiri Pavlenka so hart am Kopf getroffen wurde, dass er ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste, gehört zu den besonderen Umständen des Spiels.

Torwart Trapp war zwar frustriert, aber auch zufrieden, nach guten Jahren von 2012 bis 2015 wieder in Frankfurt zu sein. «Trotz der Niederlage bin ich froh, wieder hier zu sein», betonte er. Nach den «drei wunderbaren Jahren» war es für ihn klar, dass er trotz der vielen Anfragen anderer Vereine wieder an die alte Wirkungsstätte zurückkehrt: «Wenn ich Frankfurt machen kann, mache ich Frankfurt.»Spielbericht auf der Eintracht-Homepage

Mitteilung Trapp-Verpflichtung

Kurzporträt von Kevin Trapp auf der DFB-Website

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
15.02.2019
Bars, Musik, Kostümprämierung
Schon siebenmal fand der Gammlerball in Kehl bislang am Schmutzigen Donnerstag statt. In diesem Jahr ist das anders. Erstmals wird in der Stadthalle am Fasnachtssamstag gefeiert. Neben DJ Vuko sorgen verschiedene Narrenzünfte und die Gammlerbänd Willstätt für die Musik. Mit der Terminänderung aufs...
13.02.2019
Manufaktur für orthopädische Leistungen
Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 180.000 Kilometer – unsere Füße. FUSS ArT, die Manufaktur für orthopädische Leistungen rund um den Fuß, ist seit Anfang Februar 2019 in der Moltkestraße 30-32 in Offenburg am Start und bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum und...
04.02.2019
Offenburg
Das Braun Möbel-Center bietet Wohnmöbel in vielen Formen, Farben und Materialien. Vom 7. bis zum 9. Februar findet auf dem Gelände die dreitägige Möbelmesse statt. Hier können die Kunden in verschiedenen Themenwelten die aktuellsten Wohntrends entdecken. Neben einem großen Sonderverkauf gibt es...
03.01.2019
Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.