Wirtschaft

Die Bilanz der Straßburger Europamesse fällt mau aus

Autor: 
Jürgen Lorey
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
25. September 2018

Immer weniger Besucher kommen zur Straßburger Europamesse. 2018 waren es noch 163.000. ©Philippe Stirnweiss

Die Europamesse liegt mit ihrem Abschneiden in diesem Jahr im französischen Trend. Das sagt Albane Pillaire, stellvertretende Direktorin von Strasbourg Èvénements. 163.000 Besucher sind acht Prozent weniger als 2017, und für kommendes Jahr sehen die Vorzeichen wohl nicht besser aus.

Der in den vergangenen Jahren sich abzeichnende Negativtrend ließ sich auch diesmal nicht aufhalten: Die 86. Ausgabe der Straßburger Europamesse, die vor einer Woche zu Ende ging, verzeichnete 163.000 Besucher. Das waren 14.000 Eintritte und somit acht Prozent weniger als 2017. 

Das Ergebnis liegt weit unter der vom Messeveranstalter Strasbourg Èvenements ausgegebenen Erwartung von rund 200 000 Besuchern. Dennoch zeigt sich Albane Pillaire, stellvertretende Direktorin von Strasbourg Èvénements, nicht arg entsetzt. Die Negativentwicklung der vergangenen Jahre betreffe den gesamten Messesektor in Frankreich, Straßburg mache keine Ausnahme. »Das ist eine langsame Erosion, die die vergangenen 15 Jahre betrachtet beunruhigend ist. Aber was die Zahlen für die diesjährige Ausgabe angeht, sind wir nicht besonders beunruhigt«, sagte sie dem Regionalfernsehen France 3 Alsace. »Wir wissen, dass wir uns auf einem schwierigen Markt befinden. Alle Messen dieses Typs haben Schwierigkeiten, sogar die in Paris. In diesem Umfeld war die Abhaltung der Straßburger Europamesse zufriedenstellend.«

Sogar die traditionelle Weinmesse in Straßburg, die jedes Jahr im August vor allem mit Konzerten nationaler und Internationaler Stars das Publikum anlockt, habe in diesem Jahr mit 280 000 Besuchern im Vergleich zu 2017 rund 20 000 eingebüßt.

- Anzeige -

»Wird noch schlimmer«

Die Standbetreiber hatten schon auf der Messe eine gewisse Vorahnung, dass der diesjährige Zuspruch geringer ausfallen könnte, wie eine nicht repräsentative Umfrage von France 3 Alsace beim Abbau der Stände ergab. »Die Leute die kommen, hatten ihren Rundgang nach zwei Stunden beendet«, sagte Möbelausteller Jacky Waltz. Dazu komme der hohe Eintrittspreis von sieben Euro pro Person. »Wenn sie mit zwei Kindern kommen und auf der Messe noch essen, kostet der Tag rund 200 Euro.« Sein Kollege Yves Sbinne habe von anderen Ausstellern gehört, die »30 bis 40 Prozent« weniger Besucherkontakt gehabt hätten. »Das wird nächstes Jahr noch schlimmer, weil es den Erfinderwettbewerb Lépine nicht mehr gibt, der 20 Jahre auf der Messe vertreten war.«

Den Umzug der Messe ab kommendem Jahr hinter das Hotel Hilton an der Avenue Herrenschmidt unweit des Kongress- und Musikzentrums sieht Vize-Direktorin Pillaire als Chance, »die Messe wie auf einem weißen Blatt Papier neu strukturieren zu können.«

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

VW-Chef Herbert Diess prangert einen «Feldzug gegen die individuelle Mobilität» an.
Wolfsburg
vor 10 Stunden
Die Struktur der deutschen Energieerzeugung passt nach Ansicht von VW-Konzernchef Herbert Diess nicht zu einem schnellen Umstieg in die Elektromobilität.
Goldman Sachs auf dem Börsenparkett an der Wall Street.
New York
vor 10 Stunden
Niedrigere Steuern und ein brummendes Geschäft mit Börsengängen haben der US-Investmentbank Goldman Sachs im Sommer einen überraschend starken Gewinnschub gebracht.
Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo hat schwerwiegende Probleme bei der Abgasreinigung seiner Fahrzeuge festgestellt.
Göteborg
vor 14 Stunden
Beim schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo könnten Materialfehler ein teures Nachspiel haben. Eine Komponente in der Abgasregelung verschleiße schneller als gedacht, teilte der zweitgrößte Lkw-Bauer der Welt mit.
Bill Gates, Microsoft-Gründer, bei der Diskussion «Innovationspotenzial in Afrika».
Berlin
vor 14 Stunden
Microsoft-Gründer Bill Gates (62) hält den Kapitalismus für das richtige Mittel, um Ungleichheiten zu bekämpfen. «In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem kann man Steuerniveaus festlegen, um Wohlstand zu verteilen», sagte er am Montagabend vor Journalisten in Berlin.
Hinter einem Metallzaun steht ein Audi. Der Autobauer muss 800 Millionen Euro Bußgeld wegen Verstößen bei Dieselfahrzeugen zahlen.
Ingolstadt/Wolfsburg
vor 16 Stunden
Die Staatsanwaltschaft München hat der VW-Tochter Audi in der Dieselaffäre ein Bußgeld von 800 Millionen Euro aufgebrummt. «Die Audi AG hat den Bußgeldbescheid akzeptiert», teilte die Volkswagen AG am Dienstag mit.
Tesla-Chef Elon Musk spricht bei einer Pressekonferenz. Tesla-Chef Elon Musk tüftelt offenbar in größerem Stil daran, die Bordcomputer in Teslas Elektroautos zu Videospielkonsolen umzurüsten.
Palo Alto
vor 16 Stunden
Tesla-Chef Elon Musk hat mit dem Hoffnungsträger Model 3 weiter alle Hände voll zu tun, macht aber schon wieder mit abenteuerlichen Ideen von sich reden.
Elektrolyseblöcke zur Herstellung von e-gas auf dem Gelände der Audi e-gas-Anlage.
Hannover
vor 16 Stunden
Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben.
Mit Opel steht der nächste deutsche Autobauer im konkreten Verdacht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben.
Berlin
vor 18 Stunden
Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic fordert im Abgasskandal angesichts eines bevorstehenden Rückrufs bei Opel ein härteres Durchgreifen der Regierung.
Bill Gates (l) und Paul Allen, beide Gründer von Microsoft, bei einem Spiel der Portland Trail Blazers.
Seattle
vor 18 Stunden
Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte das Unternehmen Vulcan Inc., dessen Gründer und Vorsitzender der US-Unternehmer war, am Montag (Ortszeit) im Namen seiner Familie mit.
Das durch den Klimawandel häufigere gleichzeitige Auftreten von Dürre- und Hitzeperioden macht der Brauzutat Gerste zu schaffen.
East Anglia
vor 19 Stunden
Bier könnte infolge des Klimawandels knapp und teurer werden. Bei einem ungebremsten Anstieg der Temperaturen würden sich die Bierpreise weltweit im Schnitt etwa verdoppeln, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt «Nature Plants».
Lutz Meschke, Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG.
Weissach
15.10.2018
Porsches Finanzchef Lutz Meschke sieht die Profitabilität des Sportwagenbauers wegen des wachsenden Anteils von Elektroautos nicht in Gefahr. Der Sportwagenbauer gilt seit jeher als Ertragsperle für den VW-Konzern.
Aldi-Filiale in Sydney: Der deutsche Discounter steht in Australien wegen eines Streits um Milchpreise in der Kritik.
Wirtschaft
15.10.2018
Der deutsche Discounter Aldi sieht sich in Australien massiver Kritik ausgesetzt. Landwirtschaftsminister David Littleproud warf dem Unternehmen beim Sender ABC vor, rein gar nichts zu tun, um die einheimischen, von der Dürre gebeutelten Milchbauern zu unterstützen.