Palo Alto

Elon Musk gibt Vorsitz im Tesla-Verwaltungsrat ab

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
08. November 2018
Die US-Börsenaufsicht wirft Musk Marktmanipulation vor, nachdem er über Pläne getwittert hatte, Tesla von der Börse zu nehmen.

Die US-Börsenaufsicht wirft Musk Marktmanipulation vor, nachdem er über Pläne getwittert hatte, Tesla von der Börse zu nehmen. ©dpa - Marcio Jose Sanchez/AP

Die bisherige Finanzchefin des australischen Telekommunikations-Anbieters Telstra löst Elon Musk an der Spitze des Tesla-Verwaltungsrates ab. Die 55-jährige Robyn Denholm wird dafür ihren bisherigen Job nach kurzer Zeit wieder aufgeben.

Tesla-Chef Musk muss den Vorsitz in dem Aufsichtsgremium des Elektroauto-Herstellers als Teil einer Vereinbarung mit der US-Börsenaufsicht SEC für mindestens drei Jahre ablegen. Die Behörde warf ihm Marktmanipulation vor, nachdem er über Pläne getwittert hatte, Tesla von der Börse zu nehmen. Musk hatte den Eindruck erweckt, dass er die nötige Finanzierung dafür sicher habe. Er gab das Vorhaben weniger als drei Wochen später wieder auf.

- Anzeige -

Denholm sitzt bereits seit 2014 im Tesla-Verwaltungsrat, steht Musk nach US-Medienberichten aber weniger nahe als einige andere Mitglieder des Gremiums. Die Verwaltungsräte in US-Unternehmen spielen eine stärkere Rolle als Aufsichtsräte in Deutschland: Neben Aufsichtsfunktionen bestimmen unter anderem auch die Strategie mit. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Firmenchef auch den Vorsitz im Verwaltungsrat hält. Bei Tesla will die SEC erreichen, dass Musk stärker kontrolliert wird. Unter anderem sollen seine Tweets, die Kursbewegungen auslösen können, erst freigegeben werden.

Denholm hat Erfahrung in der Autobranche: Sie arbeitete einst im Finanzbereich bei Toyota in Australien. Ihre Karriere hob aber vor allem in der Tech-Branche ab: Sie arbeitete bei Sun Microsystems und war Finanzchefin beim Netzwerk-Spezialisten Juniper Networks, bevor sie zu Telstra wechselte. Dort war sie zunächst für das operative Geschäft zuständig und übernahm erst zum 1. Oktober die Position der Finanzchefin. Sie wird den Job noch in ihrer sechsmonatigen Kündigungsfrist bis Mai 2019 weitermachen.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
03.01.2019
Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.
27.12.2018
Abenteuer-Indoor-Spielplatz
Wer möchte seinen Kindern zum Geburtstag nicht gern etwas ganz Besonderes bieten? Im Kiddy Dome in Schutterwald ist das möglich. Denn nicht nur an ihrem großen Tag sind die Kinder in diesem Abenteuer-Indoor-Kinderspielplatz die Könige. 
27.12.2018
Wie wir nachts schlafen bestimmt, wie unser Tag verläuft – und deshalb ist gesunder Schlaf auch so wichtig. Das eigene »Bett nach Maß« klingt fast wie ein Traum – doch Leitermann Schlafkultur ist Spezialist auf diesem Gebiet und macht es möglich.
20.12.2018
Was braucht es für einen gesunden Körper? Den Willen natürlich! Und außerdem das richtige Training und Ernährung. Im Fitnessstudio Sportpark in Schutterwald gibt es die passende Beratung mit gezielten Übungen zur "Gute-Laune-Figur".

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

Tesla-Chef Elon Musk stellte den günstigeren Tesla Model 3 bereits 2017 vor.
vor 3 Stunden
Hamburg/Eschborn
Tesla darf seinen Hoffnungsträger Model 3 in Europa verkaufen. Die niederländische Behörde RDW erteilte ihre finale Zulassung, wie Tesla bestätigte.
Carlos Ghosn, ehemaliger Verwaltungsratschef von Nissan.
vor 11 Stunden
Tokio
Der in Japan angeklagte Ex-Topmanager des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Bezirksgericht in Tokio wies am Dienstag einen erneuten Antrag seines Anwalts auf Freilassung gegen Kaution ab.
Nach acht Jahren unter einem Rettungsschirm hatte Griechenland am 20. August 2018 das dritte Hilfsprogramm der Europäer abgeschlossen.
vor 11 Stunden
Wirtschaft
Fünf Monate nach Auslaufen der Hilfsprogramme für Griechenland haben die Geldgeber des hoch verschuldeten Euro-Landes die zweite sogenannte erweiterte Kontrolle in Athen gestartet.
Bislang musste jeder in der EU verkaufte Staubsauger mit Energie-Label versehen werden.
vor 11 Stunden
Brüssel
Beim Kauf eines neuen Staubsaugers dürften Verbraucher in der EU künftig auch Geräte ganz ohne Energie-Label im Angebot finden. Bislang musste jeder in der EU verkaufte Staubsauger mit einem solchen Etikett versehen werden - wie auch Waschmaschinen oder Kühlschränke.
vor 12 Stunden
Freiburg
Der neue Chef des Geschäftsbereichs Innovation und Umwelt bei der IHK Südlicher Oberrhein, André Olveira, spricht im Interview mit der Mittelbadischen Presse über Innovationen und Digitalisierung im Mittelstand.
Das Huawei-Logo an einer Filiale des Konzerns in Peking.
vor 13 Stunden
Shenzhen
Der neue Deutschland-Chef des chinesischen Telekom-Riesen Huawei hat Sicherheitsbedenken ob der Netzwerkausrüstung seines Konzerns zurückgewiesen.
3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden in Davos erwartet.
vor 15 Stunden
Davos
Das Weltwirtschaftsforum eröffnet am Dienstag, 22.Januar, (11.00 Uhr) in Davos offiziell seine 49. Jahrestagung. Am Nachmittag ist eine Rede des rechtspopulistischen neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro geplant.
21.01.2019
Offenburg/München
München hat dem Verleger Hubert Burda viel zu verdanken. Anfang der 60er-Jahre kam der Offenburger Burda-Verlag nach München und etablierte dort sein zweites Standbein. Dafür möchte sich die bayerische Metropole nun bei dem Unternehmer bedanken.
Trotz einer durch die Hitze im Sommer zurückgegangenen Nachfrage nach Schnittblumen konnte die grüne Branche ihren Umsatz im vergangenen Jahr um rund 0,5 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro steigern.
21.01.2019
Essen
Mit 105 Euro sind die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben der Bundesbürger für Blumen und Zierpflanzen im vergangenen Jahr wieder angestiegen.
2019 werde die weltweite Wirtschaftsleistung nur noch um 3,5 Prozent steigen, heißt es im Weltwirtschaftsberichtes des IWF,
21.01.2019
Washington/Davos
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose angesichts ungelöster Handelskonflikte und eines drohenden ungeregelten Brexits erneut nach unten korrigiert.
Am Freitag waren Überlegungen einer der Kommissions-Arbeitsgruppen bekannt geworden - darunter ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen.
21.01.2019
Berlin
In der Debatte über weitere Maßnahmen zum Klimaschutz lässt die Bundesregierung die Frage eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen vorerst offen.
Die Bahn wirbt damit, dass eine Fahrt von Berlin nach München weniger als vier Stunden dauert.
21.01.2019
Berlin
Auf ihrer Paradestrecke zwischen Berlin und München bekommt die Deutschen Bahn mehr Konkurrenz. Eurowings will beide Städte von Mai an verbinden, wie die Lufthansa-Tochter mitteilte.