Corona-Krise

Fraport: Auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
10. August 2020
Die Corona-Krise könnte beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport zu einer Reihe von Kündigungen führen. Foto: picture alliance / dpa

Die Corona-Krise könnte beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport zu einer Reihe von Kündigungen führen. Foto: picture alliance / dpa ©Foto: dpa

In der Corona-Krise stehen am größten deutschen Flughafen tausende Jobs auf der Kippe. Doch die Arbeitnehmer haben noch Hoffnungen, das sozialverträglich lösen zu können.

Frankfurt/Main - Gewerkschaften und Betriebsräte haben den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport aufgefordert, bei seinen Reaktionen auf die Corona-Krise auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Er sehe dabei die Hauptanteilseigner, das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, in der Verantwortung, sagte Hessens DGB-Chef Michael Rudolph in Frankfurt.

Der Betriebsrat der Fraport AG werde im laufenden Monat mit der Geschäftsführung über ein Freiwilligenprogramm verhandeln, kündigte Betriebsratschefin Claudia Amier an. "Wir brauchen sehr attraktive Abfindungsregelungen und eine ausgedehnte Altersteilzeit für Beschäftigte bis zu den Jahrgängen 1964/1965." Darüber hinaus müsse über Qualifizierungsangebote für die Beschäftigten und Teilzeitprogramme gesprochen werden.

- Anzeige -

Fraport-Chef Stefan Schulte hatte angekündigt, wegen des langfristigen Corona-Einbruchs 3500 bis 4000 der rund 22.000 Jobs dauerhaft streichen zu müssen und dabei betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausgeschlossen. Noch in den Jahren 2022/2023 dürften die Passagierzahlen am Heimatdrehkreuz nach Schultes Einschätzung 15 bis 20 Prozent unter den bisherigen Höchstwerten liegen, mit entsprechend weniger Arbeit für die Beschäftigten.

Laut Konzern-Betriebsrat sind derzeit rund 18.000 der 22.000 Fraport-Beschäftigten am Standort in Kurzarbeit. Rund 1000 Inhaber von befristeten Verträgen seien bereits ausgeschieden, sagte die Konzernbetriebsratsvorsitzende Karin Knappe.

DGB-Chef Rudolph verlangte, die in der Corona-Krise möglichen Betriebskostenzuschüsse auch auf Betriebe mit öffentlichen Anteilseignern auszuweiten. Am Flughafen stehe immerhin ein Terminal ganz und das andere teilweise leer. Der im MDax notierte Konzern hatte allerdings berichtet, über knapp 3 Milliarden Euro an liquiden Mitteln und zugesicherten Kreditlinien zu verfügen. Damit sei die Liquidität mindestens bis zum Ende des Jahres 2021 abgesichert.

© dpa-infocom, dpa:200810-99-110652/2

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Bei Möbel Seifert in Achern werden fünf Jahre lang Serviceleistungen bei Polstermöbeln garantiert.
    21.10.2020
    Große Herbstaktion bei Möbel Seifert: 5 Jahre Service für neue Polstermöbel
    Möbel Seifert in Achern ist dafür bekannt, dass Angebot und Service ständig optimiert werden. Nach der Sortimentserweiterung um die HOME-Kollektionen werden aktuell bis zum 14. November Herbst-Aktionswochen geboten. Sie beinhalten Sparpreis-Angebote in allen Sortimenten sowie Serviceleistungen bei...
  • Das Team der Postbank Finanzberatung und der Postbank Immobilien Ortenaukreis.
    20.10.2020
    Das Postbank Immobilien Team Ortenaukreis bietet Kompetenz rund um die eigenen vier Wände
    Ein neuer Job in einer anderen Stadt oder unerwarteter Nachwuchs - Gründe, die eigene Immobilie zu verkaufen oder sich eine Neue zu suchen, gibt es viele. Um die Ausschau nach geeigneten Interessenten oder Angeboten schneller voranzutreiben, ist es ratsam, auf die Unterstützung von Profis zu zählen...
  • Petra Brosemer ist Immobilienfachwirtin und Inhaberin von Brosemer Immobilien in Zell am Harmersbach.
    16.10.2020
    Fair, transparent und ehrlich: Brosemer Immobilien vermittelt Werte
    Wenn ein Haus oder eine Wohnung die Eigentümer wechseln, dann ist das sehr viel mehr als nur ein Gang zum Notar. Eine Immobilie zu vermitteln heißt auch immer, zwischen Menschen zu vermitteln. „Wir können beides“, sagt Petra Brosemer, Immobilienfachwirtin und Inhaberin von Brosemer Immobilien in...
  • Die App heyObi bietet viele Vorteile für die Kunden.
    12.10.2020
    Herunterladen und 10 % Rabatt kassieren – nur im Oktober / 7 Obi-Märkte in der Region sind dabei
    Die kostenlose heyObi-App ist der digitale Begleiter im Alltag und bietet Inspiration sowie zahlreiche Tipps und Tricks rund um Haus und Garten. Registrierte Nutzer der App genießen weitere attraktive Angebote, wie zum Beispiel die digitale Beratung von Fachberatern, zielgerichtete Navigation in...