Rostock/Sassnitz

Kein Ökosiegel mehr für Ostsee-Hering

Autor: 
dpa
Lesezeit < 1 Minute
Jetzt Artikel teilen:
21. September 2018
Ein Fischer holt auf einem Fischkutter gefangene Heringe aus dem Stellnetz.

Ein Fischer holt auf einem Fischkutter gefangene Heringe aus dem Stellnetz. ©dpa - Stefan Sauer

Die Heringsfischer in der westlichen Ostsee dürfen ihre Fänge ab sofort nicht mehr als Öko-Fisch verkaufen.

Am Freitag verloren die Fischer aus Deutschland, Dänemark und Schweden, die in der westlichen Ostsee Hering mit Schleppnetzen fangen, für ihre Fischerei das MSC-Siegel. Der MSC-Umweltstandard verbiete die Befischung von Beständen, die keine nachhaltige Größe haben und in ihrer Regeneration beeinträchtigt sind, begründete Stefanie Kirse, Leiterin der Umweltorganisation in Deutschland die Suspendierung der Fischereien.

- Anzeige -

Fischer hatten die Aberkennung des Siegels in den vergangenen Wochen immer wieder kritisiert. Auch die fischeverarbeitende Industrie befürchtet, dass Hering aus der westlichen Ostsee ohne das Siegel schwerer zu vermarkten ist. Im Frühsommer hatte der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) den Mindestwert für die notwendige Biomasse an erwachsenen Heringen in der westlichen Ostsee von 90 000 Tonnen auf 120 000 Tonnen heraufgesetzt. Damit rutschte der Heringsbestand mit einer Größe von aktuell etwa 105 000 Tonnen unter den Referenzwert.

Die Umweltorganisation Marine Stewardship Council (MSC) zertifiziert nachweislich nachhaltigen Fischfang und setzt sich für «gesunde Meere» ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
Fachberatung aus Ortenberg
07.12.2018
Smart Home vernetzt das eigene Zuhause und spart Zeit und senkt Energiekosten. Es sorgt aber vor allem für mehr Sicherheit – wenn man die passende Ausrüstung hat. Der Einstieg ist mit dem richtigen Fachmann aber gar nicht schwierig.
Netzwerk Fortbildung
06.12.2018
Die Weiterbildung boomt – und immer mehr Arbeitgeber und Arbeitnehmer erkennen, wie wichtig es ist, sich durch eine Weiterqualifizierung sicher in der Welt zurecht zu finden. Wer eine geeignete Weiterbildung sucht, ist beim „Netzwerk Fortbildung“, dem Weiterbildungsportal des Landes Baden-...
Bodyscan bei Möbel Singler in Lahr
05.12.2018
Der Schlaf ist für den Menschen besonders wichtig. Wer nicht gut schläft, ist morgens müde und nicht fit für den Alltag. Im schlimmsten Fall entstehen sogar dauerhafte Rückenschmerzen. Matratzen mit dem Bodyscan-Liegesystem ändern das, denn sie sind perfekt auf den eigenen Körper abgestimmt.
Nachts Auto zu fahren strengt die Augen an – für Brillenträger kommen oft noch weitere Sichteinschränkungen dazu. Dagegen gibt es jetzt aber spezielle Gläser.
Dunkle Jahreszeit
15.11.2018
Im Herbst und Winter kann es für Autofahrer auch mal ungemütlich werden, denn Wetter- und Lichtverhältnisse sorgen für eine schlechte Sicht. Besonders für Brillenträger wird das unter Umständen zum Problem. Spezielle Autofahr-Brillengläser schaffen hier aber Abhilfe.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

Die Schutterwälder Firma ist nun ein reines Familienunternehmen.
Schutterwald
vor 48 Minuten
Die türkische Say-Gruppe hat ihre Anteile am Autozulieferer Borsi verkauft. Das Unternehmen aus Schutterwald gehört nun ganz der Familie Breer.
Dieter Schmid (vorne links), Geschäftsführer der Privatbrauerei Waldhaus, mit seinen Braumeistern und Bierbrauern.
Bierausstoß gesteigert
vor 8 Stunden
Die Schwarzwälder Privatbrauerei Waldhaus hat beim Bierausstoß erneut einen Rekord erzielt.
Der Autohersteller Ford plant an seinem zweitgrößten deutschen Produktionsstandort in Saarlouis einen Jobabbau.
Saarlouis/Köln
vor 13 Stunden
Der Autohersteller Ford plant an seinem zweitgrößten deutschen Produktionsstandort in Saarlouis einen Stellenabbau.
Wegen der kritisierten Klauseln dürfen Passagiere, die einen Teil der Route nicht nutzen, den Rückflug oder weitere Teilstrecken bei vielen Fluggesellschaften derzeit nicht antreten.
Brüssel
vor 13 Stunden
Wer seinen Hinflug nicht antritt, darf beim Rückflug nicht mitfliegen. Gegen No-Show-Klauseln dieser Art wehren sich nun mehrere Verbraucherschutz-Organisationen in Europa.
Laut der Netzagentzur sind die Anrufer «äußerst hartnäckig, aggressiv, beleidigend und teilweise bedrohend» aufgetreten.
Bonn
vor 13 Stunden
Wegen unerlaubter Telefonwerbung hat die Bundesnetzagentur das höchstmögliche Bußgeld von 300.000 Euro gegen einen Vermittler von Strom- und Gasverträgen verhängt.
Für das vierte Quartal 2018 kündigte Linde eine Zwischendividende von 0,825 Dollar je Aktie an.
Guildford
vor 15 Stunden
Der Industriegasekonzern Linde will nach dem Zusammenschluss mit Praxair die Aktionäre mit einem Aktienrückkauf im Umfang von bis zu einer Milliarde US-Dollar locken.
Die Tarifrunde 2018 habe insgesamt zu kräftigen Lohnerhöhungen geführt.
Düsseldorf/Frankfurt
vor 15 Stunden
Die Tarifbeschäftigten in Deutschland haben sich im fast abgelaufenen Jahr über kräftige Einkommenssteigerungen freuen können. Ihre tariflich vereinbarten Einkünfte stiegen im Schnitt um 3,0 Prozent.
Erneut schlechte Nachrichten: Bereits das dritte Quartal war für BASF enttäuschend verlaufen.
Ludwigshafen
vor 16 Stunden
Mit Verlusten haben die Aktien des Chemieriesen BASF auf die gesenkte Jahresprognose des Unternehmens reagiert. Die Titel verloren nach Handelsbeginn am deutschen Aktienmarkt mehr als vier Prozent.
Das Bauhauptgewerbe profitiert schon länger von der guten Konjunktur und der starken Nachfrage nach Wohnungen.
Wiesbaden
vor 16 Stunden
Der Immobilienboom und der Ausbau der Verkehrsnetze bescheren der Bauindustrie weiter gute Geschäfte. Im September stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe kräftig um 6,0 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.
Immer wieder werden D-Mark-Schätze durch Zufall entdeckt - versteckt in Schubladen, auf Dachböden oder im Garten.
Frankfurt/Main
vor 16 Stunden
Der Abschied von der D-Mark scheint auch knapp 17 Jahre nach der Einführung des Euro-Bargeldes schwer zu fallen: Noch immer sind Mark und Pfennig im Milliardenwert im Umlauf.
Der Exportmotor läuft: Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns werden im Hafen auf ein Autotransportschiff verladen.
Wiesbaden
vor 16 Stunden
Trotz internationaler Handelskonflikte haben die Geschäfte deutscher Exportunternehmen im Oktober deutlich an Schwung gewonnen.
Der Firmensitz von Nissan in Tokio: Der frühere Nissan-Chef Carlos Ghosn sitz seit drei Wochen im Haft.
Tokio
vor 16 Stunden
Gegen den seit drei Wochen in Haft sitzenden früheren Nissan-Chef Carlos Ghosn sowie den Konzern selbst ist in Japan Anklage wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen erhoben werden.