Corona-Hilfe im Südwesten

Schon 46.000 Anträge – Unternehmen erbitten Hilfe vom Land

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red/dpa/lsw
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26. März 2020
Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat mit der Flut an Anträgen für Hilfe wegen der Corona-Krise viel zu tun. (Archivbild)

Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat mit der Flut an Anträgen für Hilfe wegen der Corona-Krise viel zu tun. (Archivbild) ©Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Großer Ansturm kleiner Unternehmen auf die Corona-Hilfe des Landes - stündlich werden Tausende Anträge hochgeladen. Doch die Wirtschaftsministerin warnt: Die Nothilfe ist für Notfälle und nicht für Umsatzeinbußen gedacht.

Stuttgart - Erste Gelder des Landes für Unternehmen in der Corona-Krise könnten bereits am Freitag fließen. „Wir sind vorbereitet - die Auszahlung der Soforthilfe Corona wird voraussichtlich schon im Laufe des morgigen Vormittags beginnen“, sagte Edith Weymayr, Vorstandsvorsitzende der Förderbank L-Bank, am Donnerstagnachmittag. Stand 15.00 Uhr am Donnerstag hatten rund46.000 Selbstständige und kleine Unternehmen im Südwesten Online-Anträge auf Nothilfe gestellt. Pro Stunde kämen rund 6000 hinzu, hieß es beim Wirtschaftsministerium. Das Programm war am Mittwochabend angelaufen.

„In einem ersten Schritt geht es jetzt darum, mit unserem Sofortprogramm all jenen Unternehmen zu helfen, die ohne diese Unterstützung innerhalb weniger Tage insolvent gehen würden“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Es müsse klar sein, dass es nicht darum ginge, den Betrieben ihre coronabedingten Umsatzeinbußen auszugleichen, sondern existenziell bedrohten Betrieben zu helfen, Rechnungen zu bezahlen, Mieten zu überweisen und zu überleben.

Ministerium bearbeitet Anträge fast rund um die Uhr

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„Mir ist bewusst, dass die aktuelle Situation zu Einbußen bei einem sehr großen Kreis führt. Die hohe Anzahl an bereits eingegangenen Anträgen zeigt, dass der Bedarf enorm ist“, sagte Hoffmeister-Kraut. Aber nicht alle Branchen und Betriebe seien gleichermaßen in Not. Die Soforthilfen müssten dort ankommen, wo sie auch wirklich nötig seien. Daher sei auch das verfügbare liquide Privatvermögen einzusetzen, bevor die Hilfen in Anspruch genommen werden könnten.

Die Anträge werden an die jeweiligen Kammern in den Regionen verteilt, die sie prüfen und anschließend der L-Bank zur endgültigen Entscheidung weiterleiten. „Bei einem solch hohen Antragsaufkommen innerhalb weniger Stunden sind gewisse Verzögerungen und Anfangsschwierigkeiten aber leider nicht ganz auszuschließen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Man arbeite fast rund um die Uhr - auch wer in den nächsten Tagen einen Antrag einreiche, sei nicht zu spät.

Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten, die unter den Folgen der Corona-Krise leiden, können einmalig bis zu 9000 Euro erhalten, die sie nicht zurückzahlen müssen. Für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es maximal 15.000 Euro. Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 30.000 Euro bekommen können.

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