Düsseldorf

Städteranking: München und Darmstadt an der Spitze

Autor: 
dpa
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
08. November 2018
München landete das sechste Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft.

München landete das sechste Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft. ©dpa - Felix Hörhager

Viele Großstädte südlich des Mains sind einer Studie zufolge besonders wirtschaftsstark, dynamisch und gut für die digitale Zukunft gerüstet.

Städte im Ruhrgebiet rutschen dagegen weiter ab, wie aus dem Städtevergleich der «Wirtschaftswoche» und des Internet-Portals Immobilienscout24 hervorgeht.

«Das Städteranking untersucht die Kriterien, die eine Stadt attraktiv machen», erläuterte Beat Balzli, Chefredakteur der «Wirtschaftswoche».

München landete das sechste Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft, gefolgt wie schon 2017 von Ingolstadt und Stuttgart. Unter den Top zehn der 71 kreisfreien größeren Städte sind auch Erlangen, Wolfsburg, Frankfurt, Regensburg, Ulm, Darmstadt und Würzburg.

Für die jährliche Untersuchung vergleicht die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft die aktuelle Wirtschaftskraft, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven aller kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Verschiedenste Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Lebensqualität wurden analysiert.

- Anzeige -

Bei der Dynamik verdrängte die bayerische Landeshauptstadt Ingolstadt vom ersten Platz. Berlin arbeitete sich auf den zweiten Rang vor. Vor allem die Start-up-Szene und der Immobilienmarkt entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bundeshauptstadt nach Einschätzung von Hanno Kempermann von IW Consult positiv. Steigende Mieten und Immobilienpreise werden als Zeichen der Attraktivität einer Stadt gewertet. Der Aufsteiger unter den Top zehn ist Wolfsburg: Die Autostadt machte zum Vorjahr einen Sprung von 11 Plätzen auf Rang 5.

Darmstadt ist als High-Tech-Zentrum der Metropolregion Rhein-Main-Neckar der Studie zufolge weiterhin am besten gerüstet für das digitale Zeitalter, gefolgt von Erlangen, Stuttgart, München und Wolfsburg.

Als «Alarmsignal» wertete Kempermann die Entwicklung im Ruhrgebiet. Städte wie Bottrop (Rang 71), Duisburg (70), Hamm (69), Herne (67) Gelsenkirchen (66) sackten der Studie zufolge bei der Zukunftsfähigkeit weiter ab. «Im Ruhrgebiet muss mehr passieren im Hinblick auf die Digitalisierung», sagte Kempermann. Auch bei der Wirtschaftskraft und der Dynamik rangierten viele Großstädte der Region, die nach dem Zechensterben im Strukturwandel steckt, auf den hinteren Plätzen.

Deutlich aufgeholt haben in den vergangenen fünf Jahren einige größere Städte abseits der Metropolen. «Die Metropolen sind nicht unbedingt am dynamischsten», sagte Kempermann. So schoben sich Lübeck (17), Jena (18), Koblenz (20), Freiburg (27) und Wuppertal (33) im Dynamik-Ranking um jeweils mehr als 10 Pätze nach vorn. Besonderen Schwung bescheinigte Kempermann Uni-Städten und forschungsstarken Kommunen mit innovativen Branchen, wie zum Beispiel Jena mit dem Schwerpunkt Optik. Die Stadt in Thüringen verbesserte sich den Angaben zufolge gleich um 33 Plätze.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

Ein Orang-Utan klettert zwischen Bäumen im Tanjung Puting National Park in Kalimantan auf Borneo. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden auf der Insel zur Gewinnung von Palmöl 70 000 Hektar Regenwald gerodet.
Jakarta
vor 8 Stunden
Auf der weltweit drittgrößten Insel Borneo wird der Lebensraum für Orang-Utans durch die Palmölindustrie immer kleiner.
Für die nahe Zukunft rechnen die Experten angesichts der sich eintrübenden konjunkturellen Rahmenbedingungen mit einer weiteren Zunahme der Überschuldungszahlen in Deutschland.
Düsseldorf
vor 9 Stunden
Trotz guter Konjunktur und niedriger Arbeitslosigkeit können immer mehr Menschen in Deutschland ihre Rechnungen nicht bezahlen. Überdurchschnittlich stark zugenommen hat nach Angaben der Experten 2018 erneut die Altersüberschuldung.
Bierflaschen stehen am auf der Abfüllanlage für Flaschenbier. Wegen des extrem trockenen Sommers ist die Hopfenernte in Deutschland schlechter ausgefallen.
Nürnberg
vor 9 Stunden
Wegen der mageren Hopfen- und Getreideernte in diesem Jahr müssen sich Biertrinker auf steigende Preise einstellen. Wegen des extrem trockenen Sommers ist die Hopfenernte in Deutschland schlechter ausgefallen.
Bundeswirtminister Peter Altmaier kündigt eine Förderung in Milliardenhöhe für die Produktion von Batteriezellen an.
Berlin
vor 9 Stunden
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht große Fortschritte bei der geplanten Produktion von Batteriezellen für E-Autos in Deutschland und plant einen milliardenschweren Anschub.
Mietwohnung: Immer schwieriger zu bekommen - und zu bezahlen: 
Berlin
vor 9 Stunden
Die deutsche Immobilienwirtschaft erwartet, dass sich die Wohnungsnot der Menschen in den Großstädten in den nächsten Jahren noch verschärft.
Zu den bekanntesten Einsatzgebieten der Blockchain-Technologie zählt die Digitalwährung Bitcoin.
Berlin
vor 10 Stunden
Der Branchenverband Bitkom sieht in der Blockchain-Technologie große Zukunftschancen für die deutsche Wirtschaft. Deutschland sollte bei der Entwicklung entsprechender Anwendungen zum Vorreiter werden, sagte Bitkom-Geschäftsführer Achim Berg.
Energieeffizienz bedeutet, dass derselbe Nutzen mit weniger Ausgangsenergie erreicht wird. Ein Weg sind sparsame Geräte und eine bessere Dämmung von Gebäuden.
Straßburg
vor 10 Stunden
Die EU steckt sich ehrgeizigere Ziele beim Energiesparen, um beim Klimaschutz voranzukommen. Bis 2030 sollen die Energieeffizienz um 32,5 Prozent gesteigert und der Verbrauch insgesamt deutlich gedrückt werden.
Das Pipeline-Verlegeschiff "Audacia" verlegt auf der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Ostsee-Erdgaspipeline Nord Stream 2.
Brüssel
vor 11 Stunden
Die US-Regierung droht mit Zwangsmaßnahmen, um die Gasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland zu stoppen. Noch hoffe Washington darauf, dass «die Opposition gegen das Projekt organisch wirkt», sagte der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, in Brüssel.
Die Kläger werfen dem von Bayer übernommenen US-Unternehmen Monsanto vor, mit Glyphosat ein krebserregendes Mittel verkauft und nicht ausreichend über die Schädlichkeit informiert zu haben.
Leverkusen
vor 11 Stunden
Der Agrarchemie-Konzern Bayer muss sich in den USA noch mehr Glyphosat-Klagen stellen als bisher bekannt. Bis Ende Oktober seien Gerichtsschriften von insgesamt etwa 9300 Klägern zugestellt worden, sagte Bayer-Konzernchef Werner Baumann.
In Betrieben ohne Tarifvertrag erhalten nur 42 Prozent der Beschäftigten ein Weihnachtsgeld.
Düsseldorf/Frankfurt
vor 12 Stunden
Wenn es ums Weihnachtsgeld geht, haben Tarifbeschäftigte die besseren Karten. 77 Prozent von ihnen haben auch zu diesem Jahresende einen rechtlichen Anspruch auf eine Jahressonderzahlung, wie das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag mitteilte.
Fahrverbotsschild für Fahrzeuge mit Diesel-Motor bis Euro5 an der Max-Brauer-Allee in Hamburg.
Berlin
vor 12 Stunden
Rund 945 000 Dieselfahrzeuge von Handwerkern und Lieferdiensten kommen nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums für mögliche Hardware-Nachrüstungen in besonders belasteten Städten in Betracht.
Der Kaffeebecher neben der Tastatur statt auf dem Tisch des Cafes "nebenan" - viele Beschäftigt arbeiten ohne Pause.
Berlin
vor 14 Stunden
Mehr als jeder vierte Beschäftigte in Deutschland arbeitet ohne Pause durch. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.