Palo Alto

Tesla will rund neun Prozent seiner Mitarbeiter kündigen

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
12. Juni 2018
Teslas Model 3 soll nach Angaben von Firmenchef Musk im ersten Halbjahr 2019 auch in Europa ausgeliefert werden.

Teslas Model 3 soll nach Angaben von Firmenchef Musk im ersten Halbjahr 2019 auch in Europa ausgeliefert werden. ©dpa - David Zalubowski/AP

Der Elektroautopionier Tesla will inmitten der Probleme um den Stotterstart seines ersten Mittelklassewagens Model 3 in großem Stil Stellen streichen.


«Wir müssen eine schwierige Entscheidung treffen und etwa neun Prozent unserer Kollegen über das gesamte Unternehmen hinweg gehen lassen», heißt es in einer E-Mail an die Mitarbeiter, die Tesla-Chef Elon Musk am Dienstag bei Twitter teilte. Der Jobabbau dürfte mehr als 3000 Beschäftigte treffen.
Durch die Kündigungen sollten die Kosten gesenkt werden, um dem Ziel der Profitabilität näher zu kommen, so Musk. Der Tech-Milliardär machte gegenüber den Mitarbeitern allerdings deutlich, dass es ihm dabei nicht allein ums Geld gehe: «Da Tesla in den fast 15 Jahren seines Bestehens noch keinen Jahresgewinn gemacht hat, ist unsere Motivation offensichtlich nicht der Profit.»
Musk erklärte, es sei in den vergangenen Jahren zum Aufbau einiger aus heutiger Sicht überflüssiger und teilweise doppelt besetzter Positionen gekommen. Der Jobabbau werde zudem keine Stellen in der Produktion betreffen und die Fertigungsziele beim Hoffnungsträger Model 3 in den kommenden Monaten nicht belasten. Ende 2017 hatte Tesla nach eigenen Angaben rund 37 543 Vollzeitangestellte.
In einem Memo an die Mitarbeiter hatte Musk bereits Mitte Mai einen gründlichen Unternehmensumbau angekündigt. In dem damaligen Schreiben hatte es geheißen, dass dadurch vor allem flachere Hierarchien geschaffen, die Kommunikation verbessert und Bereiche beschnitten werden sollen, die nicht entscheidend für den Erfolg von Tesla sind. Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass Teslas Produktionschef eine Auszeit nimmt und ein weiterer Manager zur Konkurrenz gewechselt ist.
Tesla kämpft indes weiter mit Anlaufproblemen bei der Massenfertigung des Model 3. Musks Firma liegt bereits ein halbes Jahr hinter ihrem ursprünglichen Zeitplan und will die Marke von 5000 Fahrzeugen pro Woche nun bis Ende Juni erreichen. Zuletzt lag die wöchentliche Produktionsrate laut Musk bei rund 3500 Stück. Tesla hat über 400 000 Bestellungen für den Wagen, dessen Produktion bereits im vergangenen Sommer startete, bislang aber nicht wie erhofft in Gang kam.Musk-Tweet

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

Wer noch 70-Cent-Briefmarken hat, muss sie ab dem 1. Juli für einen mit der Deutschen Post versendeten Brief mit einer 10-Cent-Marke ergänzen.
19.06.2019
Bonn
Das Porto für Briefe und Postkarten in Deutschland wird am 1. Juli teurer. Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Post grünes Licht für die Erhöhung gegeben. Das Versenden eines Standardbriefs im Inland kostet dann 80 Cent statt bisher 70 Cent.
Der traditionsreiche US-Hersteller Harley-Davidson will künftig gemeinsam mit der Firma Qianjiang Motorcycle aus China kleinere Motorräder für den asiatischen Markt fertigen.
19.06.2019
Shenzen/Milwaukee
Der US-Motorradbauer Harley-Davidson geht trotz der heftigen Kritik von Präsident Donald Trump eine Partnerschaft in China ein.
Der letzte Käfer lief 2003 in Puebla in Mexiko vom Band. Im September 2018 wurde bekannt, dass Volkswagen in diesem Sommer die Produktion des Käfer-Nachfolgers VW Beetle einstellen will.
19.06.2019
Braunschweig
Im Streit um die Urheberrechte für das Design des legendären VW Käfer und seines Nachfolgers New Beetle hat die Klägerin vor Gericht eine Niederlage erlitten.
Die umfangreichen EU-Markenrechte für die drei Streifen von Adidas in unterschiedlichen Formen blieben zwar unberührt - allerdings hat das EU-Gericht einer ganz bestimmten Ausführung den markenrechtlichen Schutz entzogen.
19.06.2019
Luxemburg
Der Sportartikelhersteller Adidas hat nach einem Urteil des EU-Gerichts einen Teil seiner Drei-Streifen-Markenrechte verloren.
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die EZB und ihren Chef Mario Draghi (r.) vor Kritik an ihrem geldpolitischen Kurs in Schutz genommen.
19.06.2019
Sintra/Frankfurt
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Europäische Zentralbank (EZB) vor Kritik an ihrem geldpolitischen Kurs in Schutz genommen.
Das Endstück eines 516 Kilometer langen Seekabels wird vom Kabelverlegeschiff «Boka Connector» im Watt unter dem Deich hindurch an Land gezogen.
19.06.2019
Büsum
Der Bau der Stromleitung «NordLink» geht auf die Zielgerade. Sie verbindet die Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen mit der Windenergie aus Deutschland und soll die Versorgungssicherheit in den Stromnetzen beider Länder erhöhen.
Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 27.040 geförderte Sozialwohnungen neu gebaut.
19.06.2019
Wiesbaden
Auf dem vielerorts engen Wohnungsmarkt in Deutschland ist keine Entspannung in Sicht: In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden weniger Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahreszeitraum.
Die Bayer-Tochter Monsanto will das milliardenschwere Schadenersatz-Urteil um Krebsgefahren ihres Unkrautvernichters Roundup aufheben lassen.
19.06.2019
Oakland
Die Bayer-Tochter Monsanto will das milliardenschwere Schadenersatz-Urteil im jüngsten US-Prozess um Krebsgefahren ihres Unkrautvernichters Roundup aufheben lassen.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
19.06.2019
Frankfurt/Main
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben nach dem massiven Kurssprung des Dax erst einmal durchgeschnauft: Der Leitindex bewegte sich im frühen Handel mit minus 0,05 Prozent auf 12.325,49 Punkte kaum vom Fleck.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im April bei einem Gipfel in Peking.
19.06.2019
Peking
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will sich in China für bessere Wettbewerbsbedingungen einsetzen. Zum Auftakt eines dreitägigen China-Besuches traf Altmaier in Peking mit dem Minister für Marktregulierung, Xiao Yaqing, zusammen.
Eine Boeing 737 Max 8 steht auf dem Werksgelände des amerikanischen Flugzeugbauers in Seattle. IAG will gleich 200 Max-Jets kaufen.
18.06.2019
Le Bourget
Überraschung beim krisengeschüttelten Flugzeugbauer Boeing: Der British-Airways-Mutterkonzern IAG will auf einen Schlag 200 Mittelstreckenjets der 737-Max-Reihe bestellen - noch während für den Typ ein weltweites Flugverbot gilt.
US-Präsident Donald Trump hat gedroht, noch mehr chinesische Waren mit Strafzöllen zu belegen.
18.06.2019
Washington
US-Präsident Donald Trump plant ein größeres Treffen mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Japan Ende Juni, um über den Handelskrieg beider Länder zu reden.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • 12.06.2019
    Storytelling von Reiff Medien
    Exakt bestimmen, wer meine Werbung sehen will und Produkte mit neuen Erzählformen und einflussreichen Gesichtern bewerben: Online-Marketing ist heute so kraftvoll wie nie – und die Experten von Reiff Medien Digital Natives unterstützen regionale Firmen auf diesem Weg.
  • Die Profis für Werbeanzeigen auf digitalen Plattformen (von links): Sebastian Daniels (Abteilungsleiter Digital Natives), Serkan Nezirov und Andreas Lehmann von Reiff Medien.
    12.06.2019
    Interview mit drei Experten
    Wie können sich Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung ihren Kunden präsentieren? Die neue Abteilung »Reiff Medien Digital Natives« bietet maßgeschneiderte Lösungen an und hievt regionale Firmen auf Plattformen wie Facebook und Instagram.
  • 30.05.2019
    Größtes Volksfest der Ortenau
    Vom 30. Mai bis 2. Juni läuft in Kehl wieder der »Messdi«. Das größte Volksfest der Ortenau mit seinen etwa 160.000 Besuchern wartet in diesem Jahr mit einigen Neuerungen auf.
  • 13.05.2019
    »Schöne Zeit« – der zeitlose Weingenuss
    Fruchtig, farbenfroh und voller Lebensfreude – so zeigt sich der neue »Schöne Zeit«-Weißwein der Durbacher WG. Der Name ist Programm und steht für zeitlosen Genuss für jedes Alter – aus dem Herzen des Durbachtals.