Bielefeld/Frankfurt

Textil-Tarifverhandlungen: Arbeitgeber wollen Abschluss

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
11. Februar 2019
Die IG Metall fordert eine Tariferhöhung um 5,5 Prozent für die rund 100.000 Beschäftigten der Textilindustrie.

Die IG Metall fordert eine Tariferhöhung um 5,5 Prozent für die rund 100.000 Beschäftigten der Textilindustrie. ©dpa - Martin Schutt

Vor der dritten Tarifrunde in der westdeutschen Textilindustrie pochen die Arbeitgeber auf eine rasche Einigung.

«Wir werden alles in unserer Kraft Stehende unternehmen, um bei unseren Gesprächen in Bielefeld einen Abschluss zu verhandeln», kündigte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Markus Simon, vor der dritten Runde in Bielefeld an.

Die Forderung der IG Metall nach einer Tariferhöhung um 5,5 Prozent für die rund 100.000 Beschäftigten sei dafür jedoch «keine realistische Grundlage», sagte Simon weiter.

- Anzeige -

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde unter anderem 3,4 Prozent mehr Einkommen sowie Einmalzahlungen angeboten bei einer Gesamtlaufzeit von 28 Monaten. Die Gespräche für die 10.000 Textilbeschäftigten in Ostdeutschland werden separat geführt.

IG-Metall-Verhandlungsführer Manfred Menningen forderte die Arbeitgeber auf, «endlich ein gutes Gesamtpaket» vorzulegen. Die Branche werde nur dann für Fachkräfte attraktiv, wenn sie den Beschäftigten entsprechende Angebote mache. Neben einer fairen Entgelterhöhung und einer verbesserten Altersteilzeitregelung gehörten dazu auch flexible Arbeitszeitmodelle.

Nach Angaben der IG Metall hatten vor den Gesprächen rund 8400 Beschäftigte vorübergehend die Arbeit niedergelegt, davon 2900 in Nordrhein-Westfalen. Für die Arbeitgeber wies Simon auf die zusätzliche Belastung der Unternehmen durch die Warnstreiks vor dem Hintergrund zurückgehender Umsätze und Aufträge in der Branche hin.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
  • 15.02.2019
    Bars, Musik, Kostümprämierung
    Schon siebenmal fand der Gammlerball in Kehl bislang am Schmutzigen Donnerstag statt. In diesem Jahr ist das anders. Erstmals wird in der Stadthalle am Fasnachtssamstag gefeiert. Neben DJ Vuko sorgen verschiedene Narrenzünfte und die Gammlerbänd Willstätt für die Musik. Mit der Terminänderung aufs...
  • 13.02.2019
    Manufaktur für orthopädische Leistungen
    Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 180.000 Kilometer – unsere Füße. FUSS ArT, die Manufaktur für orthopädische Leistungen rund um den Fuß, ist seit Anfang Februar 2019 in der Moltkestraße 30-32 in Offenburg am Start und bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum und...
  • 04.02.2019
    Offenburg
    Das Braun Möbel-Center bietet Wohnmöbel in vielen Formen, Farben und Materialien. Vom 7. bis zum 9. Februar findet auf dem Gelände die dreitägige Möbelmesse statt. Hier können die Kunden in verschiedenen Themenwelten die aktuellsten Wohntrends entdecken. Neben einem großen Sonderverkauf gibt es...
  • 03.01.2019
    Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

Euro-Geldscheine, aufgenommen bei einem Pressetermin in der Filiale der Bundesbank.
vor 5 Stunden
Frankfurt/Main
Straßen, Schulen, schnelles Internet - Möglichkeiten zum Investieren hätte der deutsche Staat reichlich.
Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister, spricht auf der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam.
vor 5 Stunden
Berlin
Die Regeln der Welthandelsorganisation WTO müssen nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) moderner werden.
VW hat 2018 mehr Autos verkauft hat als je zuvor.
vor 7 Stunden
Wolfsburg
Volkswagen gewährt am Freitag einen ersten Einblick in die Bilanz 2018 - ein Jahr, in dem VW mehr Autos verkauft hat als je zuvor. Die Zahlen dürften nach Analysteneinschätzung etwas besser als ein Jahr zuvor ausfallen.
Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister, unterhält sich bei einer Kundgebung von Taxifahrern am Bundesverkehrsministerium mit einem Teilnehmer.
vor 19 Stunden
Berlin
Rund 700 Taxifahrer haben am Donnerstag in Berlin lautstark gegen die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zur Öffnung des Fahrdienstmarktes protestiert.
Blick auf die Kasseler-Zentrale der Wintershall Holding GmbH, dem größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten.
vor 20 Stunden
Hamburg
Das künftige Öl- und Gasförderunternehmen Wintershall DEA will nach dem Abschluss des laufenden Fusionsprozesses 800 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.
Die Nutella-Fabrik in der Normandie ist laut französischer Nachrichtenagentur AFP die weltweit größte.
vor 20 Stunden
Rouen
Der italienische Nahrungsmittelkonzern Ferrero hat die Nutella-Produktion in einem nordfranzösischen Werk wegen eines Qualitätsmangels vorübergehend eingestellt.
Die Ausbauvorgaben sind nach Ansicht von Telekom-Chef Höttges teilweise nicht machbar.
vor 21 Stunden
Bonn
Im Streit über die anstehende Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen verschärft auch die Deutsche Telekom ihre Gangart.
Die Nettozinseinkünfte der EZB kletterten um 465 Millionen auf knapp 2,3 Milliarden Euro.
vor 21 Stunden
Frankfurt/Main
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr erhöht.
Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister, spricht auf der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam.
vor 21 Stunden
Berlin
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich für einen «neuen Anlauf» bei den schwierigen deutsch-russischen Beziehungen ausgesprochen.
Auf seinem Weg ins Landesinnere der USA brachte Wirbelsturm «Florence» gewaltige Wassermassen und Sturm mit sich.
vor 21 Stunden
Zürich
Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re hat 2018 wegen Naturkatastrophen erneut einen Milliardengewinn verfehlt.
Dank guter Wirtschaftslage sind im vergangenen Jahr so wenige Firmen in Deutschland in die Pleite geschlittert wie seit Ende der 1990er Jahre nicht.
vor 21 Stunden
Frankfurt/Main
Dank guter Wirtschaftslage sind im vergangenen Jahr so wenige Firmen in Deutschland in die Pleite geschlittert wie seit Ende der 1990er Jahre nicht.
Die Henkel-Aktionäre sollen nicht unter den Turbulenzen leiden. Im Gegenteil: Der Konzern plant die Ausschüttung einer Rekorddividende.
vor 21 Stunden
Düsseldorf
Nach einer Serie von glänzenden Jahren hat der Persil- und Pritt-Hersteller Henkel 2018 deutlich an Schwung verloren.