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Thyssenkrupp: Stahlarbeiter demonstrieren

Autor: 
dpa
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03. Dezember 2019
Die Konzernzentrale von Thyssenkrupp spiegelt sich in einer Wasserfläche. Foto: Marcel Kusch/dpa

Die Konzernzentrale von Thyssenkrupp spiegelt sich in einer Wasserfläche. Foto: Marcel Kusch/dpa ©Foto: dpa

Bei Thyssenkrupp wächst die Unruhe. Der Konzern braucht ein Zukunftskonzept für die schwächelnde Stahlsparte. Die IG Metall ist alarmiert: «Ein Sterben auf Raten werden wir nicht zulassen.»

Duisburg - Mehrere Tausend Stahlarbeiter von Thyssenkrupp wollen am Dienstag (11.55 Uhr) in Duisburg für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und für Investitionen in die Stahlproduktion demonstrieren.

Anlass für die Kundgebung ist eine Aufsichtsratssitzung der Stahlsparte des Industriekonzerns. In der Sitzung will der Vorstand von Thyssenkrupp Steel Europe sein Konzept für die Zukunft des größten deutschen Stahlproduzenten vorstellen.

Bei Thyssenkrupp ist nach Einschätzung der IG Metall "das gesamte Stahlgeschäft in seiner Existenz bedroht". Die Gewerkschaft ist vor allem alarmiert, weil Ende des Jahres ein Zukunftssicherungsvertrag ausläuft, in dem Thyssenkrupp den Beschäftigten Standort- und Arbeitsplatzgarantien zugesichert hatte. "Ein Sterben auf Raten werden wir nicht zulassen", hieß es bei der Duisburger IG Metall. Thyssenkrupp hat im Stahlbereich rund 27.000 Mitarbeiter. Größter Standort ist das Werk in Duisburg.

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Thyssenkrupp muss seine Stahlsparte im Alleingang zukunftsfähig machen, weil die EU-Kommission im vergangenen Sommer die seit langem geplante Fusion mit dem europäischen Zweig des indischen Tata-Konzerns untersagt hatte. Durch den Zusammenschluss sollte Europas zweitgrößter Stahlkonzern entstehen. Ziel von Thyssenkrupp war es, die Abhängigkeit von dem stark schwankungsanfälligen Stahlgeschäft deutlich zu verringern.

Thyssenkrupp mit weltweit 162.000 Mitarbeitern hatte bereits den konzernweiten Abbau von 6000 Arbeitsplätzen angekündigt, 2000 davon in der Stahlsparte. Personalvorstand Oliver Burkhard hatte aber bei der Vorlage der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr gesagt, es könne noch nicht ausgeschlossen werden, "dass es mehr Stellen werden, die wir abbauen müssen". Beim Stahl wirkt sich unter anderem die sinkende Nachfrage aus der Automobilindustrie negativ aus.

Thyssenkrupp müsse die Wettbewerbsfähigkeit beim Stahl "aus eigener Kraft" sicherstellen, hatte der im Konzernvorstand für Stahl zuständige Manager Klaus Keysberg gesagt. Dazu seien "tiefgreifende Maßnahmen" erforderlich. Auch müsse Thyssenkrupp mehr in Stahl investieren als in der Vergangenheit. Um sich die Investitionen leisten zu können, "müssen wir an unseren Kosten arbeiten. Da werden alle ihren Beitrag leisten können", hatte Keysberg gefordert.

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