Washington/Beaverton

Trump attackiert US-Football-Star: Nike-Aktie fällt

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
05. September 2018
Der frühere Football-Quarterback Colin Kaepernick ist Teil der neuesten «Just Do It»-Werbekampagne von Nike.

Der frühere Football-Quarterback Colin Kaepernick ist Teil der neuesten «Just Do It»-Werbekampagne von Nike. ©dpa - Rick Scuteri/AP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner scharfen Kritik an American-Football-Star Colin Kaepernick auch dessen Sponsor Nike unter Druck gesetzt.

Die Werbe-Zusammenarbeit des Sportartikel-Riesen mit Kaepernick sende eine «furchtbare Botschaft» aus, sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus der konservativen Internetseite «The Daily Caller». Die Aktien des Konzerns aus Beaverton (Bundesstaat Oregon) reagierten spürbar auf die Verbalattacke, sie verloren an der New Yorker Börse 3,2 Prozent.

Nike verpflichtete den früheren Quarterback der San Francisco 49ers für eine neue Kampagne. Kaepernick hatte vor zwei Jahren eine Protestwelle von Spielern der Profiliga NFL gestartet, die sich während der amerikanischen Hymne durch Kniefälle oder erhobene Fäuste gegen Polizeibrutalität und Rassen-Ungleichheiten aussprachen.

Trump bemängelte dies und forderte die Teams auf, Sanktionen gegen die Spieler zu verhängen. Die 49ers entließen ihren Spielmacher zum Ende der Saison 2016/17, seitdem findet er keine neue Mannschaft mehr. Nun ging Trump auch Nike wegen des Engagements von Kaepernick als Werbebotschafter an. Trump verwies in dem Interview mit «The Daily Caller» auch darauf, dass Nike in New York Mieter in einem seiner Gebäude sei: «Sie zahlen viel Miete.»

- Anzeige -

Auf einem Poster von Nikes «Just Do It»-Werbekampagne zum 30. Geburtstag des bekannten Firmenmottos steht: «Glaube an etwas. Selbst wenn es bedeutet, alles zu opfern.» Kaepernick postete ein Foto dazu auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken. Dieses zeigt eine Nahaufnahme seines Gesichts mit dem Werbeschriftzug.

Der nordamerikanische Marken-Vizepräsident für Nike, Gino Fisanotti, sagte dem TV-Sender ESPN zu Kaepernick: «Wir glauben, Colin ist einer der inspirierendsten Sportler seiner Generation, der die Plattform Sport dazu nutzte, um die Welt zu verbessern.»

Neben dem ehemaligen NFL-Spieler sind unter anderem auch Odell Beckham Jr. (American Football), Serena Williams (Tennis) und LeBron James (Basketball) Teil der «Just Do It»-Kampagne. Insbesondere James - einer der größten Stars der US-Profiliga NBA - war von Trump ebenfalls angegriffen worden. Der Basketballer hatte sich in einem Interview jüngst erneut kritisch über den US-Präsidenten geäußert.

«In den vergangenen Monaten habe ich festgestellt, dass er den Sport dazu benutzt, um uns zu spalten», sagte der dreimalige NBA-Meister und Olympiasieger. Kollegen wie Stephen Curry hatten einen Besuch im Weißen Haus aus Protest gegen Trumps Verhalten abgelehnt.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
03.01.2019
Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.
27.12.2018
Abenteuer-Indoor-Spielplatz
Wer möchte seinen Kindern zum Geburtstag nicht gern etwas ganz Besonderes bieten? Im Kiddy Dome in Schutterwald ist das möglich. Denn nicht nur an ihrem großen Tag sind die Kinder in diesem Abenteuer-Indoor-Kinderspielplatz die Könige. 
27.12.2018
Wie wir nachts schlafen bestimmt, wie unser Tag verläuft – und deshalb ist gesunder Schlaf auch so wichtig. Das eigene »Bett nach Maß« klingt fast wie ein Traum – doch Leitermann Schlafkultur ist Spezialist auf diesem Gebiet und macht es möglich.
18.12.2018
Eine Mission im Team
Ein verschlossener Raum, ein kniffliges Rätsel und nur 60 Minuten Zeit, um es zu lösen und so wieder nach draußen zu gelangen: Willkommen bei Escape Rooms Exitpark in der Ortenau.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

Zu den Hauptträgern des Beiersdorf-Wachstums in der Pflegesparte gehört unter anderem die «Nivea-Creme».
vor 40 Minuten
Hamburg
Der Nivea- und Tesa-Hersteller Beiersdorf ist 2018 trotz des starken Euro in der Pflege- und Klebersparte gewachsen. Der Umsatz legte im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 7,23 Milliarden Euro zu, teilte das im Dax notierte Unternehmen in Hamburg mit.
Während die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser sinkt, steigt die für Mehrfamilienhäuser.
vor 41 Minuten
Wiesbaden
In Deutschland wird weiter viel gebaut und renoviert. Von Januar bis November 2018 wurde der Neubau oder Umbau von 315.200 Wohnungen genehmigt. Das waren 0,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Auch Stiftung Warentest prangert regelmäßig Mogelpackungen an, die viel weniger Ware enthalten, als die Verpackung vorgaukelt.
vor 6 Stunden
Hamburg
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat kürzlich wieder einmal etwas gemacht, was viele Verbraucher beim Einkaufen auch manchmal gerne tun würden. Sie hat gut verschlossene Lebensmittel- und Spülmittelverpackungen mit einem Röntgengerät durchleuchtet.
Die US-Behörden haben den größten Telekom-Ausrüster und zweitgrößten Handyhersteller der Welt schon lange auf dem Kieker.
vor 6 Stunden
Peking/New York
Chinas Telekom-Gigant Huawei steht einem Medienbericht zufolge wegen angeblicher Ausspähung von Geschäftsgeheimnissen im Fokus einer strafrechtlichen Untersuchung der US-Justizbehörden.
Ein Küstenschutzboot für Saudi-Arabien wird im Hafen von Mukran auf ein Transportschiff verladen. Die Bundesregierung hat 2018 fast ein Drittel weniger Rüstungsexporte genehmigt als im Vorjahr.
vor 8 Stunden
Berlin
Die Bundesregierung hat 2018 fast ein Viertel weniger Rüstungsexporte genehmigt als im Vorjahr. Der Gesamtwert brach um 22,7 Prozent ein: von 6,242 Milliarden Euro auf 4,824 Milliarden Euro.
Schild am Eingang des Bundesministeriums "für Verkehr und digitale Infrastruktur" in Berlin.
vor 9 Stunden
Berlin
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die Führung der Bahn kommen am Donnerstagmorgen erneut zu einem Spitzentreffen zusammen. Dabei geht es darum, wie die Züge des bundeseigenen Konzerns möglichst schnell pünktlicher werden und der Service verbessert wird.
vor 20 Stunden
Finanzpartner
Große Kunden aus der Energiebranche hat Powercloud bereits gewonnen. Für das weitere Wachstum hat sich das IT-Unternehmen nun einen starken Finanzpartner gesucht: General Atlantic steigt bei den Achernern ein und bringt einen hohen Millionen-Euro-Betrag mit.
Carlos Ghosn ist Architekt der internationalen Kooperation von Renault mit den japanischen Herstellern Nissan und Mitsubishi.
vor 22 Stunden
Paris
Vor dem Hintergrund der Inhaftierung von Auto-Manager Carlos Ghosn in Japan hat die französische Regierung eine Delegation nach Tokio geschickt.
Die Goldman Sachs-Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Wall Street klar.
vor 22 Stunden
New York
Dank guter Geschäfte an den Aktienmärkten und niedrigerer Steuern hat die US-Investmentbank Goldman Sachs 2018 deutlich mehr verdient.
Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält.
vor 23 Stunden
Straßburg
Nach der umstrittenen Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat bis 2022 hat das EU-Parlament strengere Prüfmechanismen für Pestizide gefordert.
Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor.
16.01.2019
Frankfurt/Main
Die Deutschen werden trotz der Zinsflaute in der Summe immer vermögender.
Fröhlich verfolgen Gäste der Bayern-Halle auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin beim Ländertag Bayerns die kulturellen Darbietungen.
16.01.2019
Berlin
Auf der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin präsentieren sich von diesem Freitag an 1750 Aussteller aus 61 Ländern.