Netzreaktionen zu Curevac

Viel Hohn und Zuspruch für Dietmar Hopp und Jens Spahn

Autor: 
Sebastian Xanke
Lesezeit 2 Minuten
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17. Juni 2021
SAP-Mitgründer Dietmar Hopp hat schon früh in Curevac investiert.

SAP-Mitgründer Dietmar Hopp hat schon früh in Curevac investiert. ©Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Der Corona-Impfstoff von Curevac schützt vorläufig nicht wirksam genug gegen das Virus. Im Netz gibt es deshalb viel Hohn, aber auch Zuspruch für Dietmar Hopp und Jens Spahn. Viele Reaktionen haben gar nichts mit Curevac zu tun.

Stuttgart - Der Corona-Impfstoff von Curevac ist weit weniger wirksam als bisher gehofft. Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichte das Tübinger Pharmaunternehmen in der Nacht zu Donnerstag. Demnach erfülle das Vakzin nicht die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien. Auf Twitter zeigen sich die Nutzer enttäuscht – und äußern viel Hohn aber auch Zuspruch für SAP-Mitgründer Dietmar Hopp sowie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

So schreibt ein User zynisch: „Spahn hat Millionen Dosen von #CureVac bestellt und jetzt stellt sich raus, dass es schlecht wirkt.“ Obdachlose und Hartz-IV-Empfänger müssten nun aufpassen, dass sie nicht damit geimpft werden. Der Nutzer spielt damit auf Vorwürfe gegen Jens Spahn an, der mutmaßlich minderwertige Masken an sozial benachteiligte Gruppen ausstellen wollte.

Auch die Bloggerin Julia Probst schießt, wie viele weitere Nutzer, in eine ähnliche Richtung. Hinweise darauf, dass der Bundesgesundheitsminister etwas in dieser Art plant, gibt es nicht.

Von anderen Usern erhält Spahn Unterstützung. Eine Nutzerin schreibt etwa, dass man dem Bundesgesundheitsminister zwar viel vorwerfen könne, aber nicht, dass er sich frühzeitig um mehr Impfstoff bemüht habe.

Neben Jens Spahn sieht sich auch SAP-Mitgründer und TSG-Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im Netz unqualifizierten Kommentaren ausgesetzt. Hopp war 2005 als Investor in Curevac eingestiegen und verkündete später, der Impfstoff solle „das Rennen um den besten Impfstoff gewinnen“.

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Ein Nutzer reagiert darauf spöttisch: „Dietmar Hopp hat zumindest auf 50 plus 1 spekuliert.“ Damit ist die umstrittene 50+1-Regel im Fußball gemeint, die der Kommerzialisierung im Fußball Einhalt gebieten soll. Hopp hätte also laut dem User den Curevac-Impfstoff lieber bei einer Wirksamkeit von mehr als 50 Prozent statt den jetzigen 47 Prozent gesehen.

Der Aktien- und Kapitalmarktexperte Christian Röhl lobt Dietmar Hopp dagegen. Dieser habe bisher viel in deutsche Biotech-Firmen investiert und so zum Fortschritt der Branche beigetragen.

Doch viele andere User bleiben bei ihren spöttischen Bemerkungen über Dietmar Hopp und ziehen immer wieder Parallelen zum Fußball.

Einige Nutzer setzen sich mit dem Thema sachlicher auseinander. Sie weisen mitunter darauf hin, dass eine Impfstoff-Zulassung in aller Regel nicht erfolgversprechend ist und mit den bisherigen Vakzinen um Biontech und Co. echte Glücksgriffe gelandet wurden.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagiert ebenfalls.

„Schade, das Team aus Tübingen hätte Erfolg verdient gehabt“, schreibt Lauterbach.

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