Tunnelbohrmaschinen-Bauer

Warum Herrenknecht jetzt auf Iran-Geschäft verzichtet

dpa
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09. August 2018

©Christoph Breithaupt

Vor dem Hintergrund der US-Sanktionen gegen den Iran macht der Tunnelbohrmaschinen-Hersteller Herrenknecht künftig keine Geschäfte mehr mit dem Iran.

»Wir verzichten auf ein Geschäft mit einem Auftragsvolumen von rund 20 Millionen Euro«, sagte Unternehmenschef Martin Herrenknecht der »Wirtschaftswoche«. Herrenknecht sollte nach Angaben eines Sprechers eine Vortriebsmaschine für den Bau eines großen Autotunnels liefern. Der Vertrag habe bereits »unterschriftsreif vorgelegen«, sagte der Unternehmenschef.

Schwarze Liste?

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US-Präsident Donald Trump hatte im Mai einseitig das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt. Seit Dienstag sind US-Sanktionen wieder in Kraft. Trump hatte andere Staaten davor gewarnt, mit dem Land Handel zu treiben.

Hätte der Tunnelbohrmaschinenbauer das Geschäft getätigt, hätten er sich der Darstellung des Firmenchefs zufolge der Gefahr ausgesetzt, auf einer schwarzen Liste zu landen. Die USA führen eine Liste mit Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen und damit aus Sicht der USA gegen die Sanktionen verstoßen. »Wir halten uns an die politischen Rahmenbedingungen«, sagte Herrenknecht.

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