Tunnelbohrmaschinen-Bauer

Warum Herrenknecht jetzt auf Iran-Geschäft verzichtet

Autor: 
dpa
Lesezeit < 1 Minute
Jetzt Artikel teilen:
09. August 2018

©Christoph Breithaupt

Vor dem Hintergrund der US-Sanktionen gegen den Iran macht der Tunnelbohrmaschinen-Hersteller Herrenknecht künftig keine Geschäfte mehr mit dem Iran.

»Wir verzichten auf ein Geschäft mit einem Auftragsvolumen von rund 20 Millionen Euro«, sagte Unternehmenschef Martin Herrenknecht der »Wirtschaftswoche«. Herrenknecht sollte nach Angaben eines Sprechers eine Vortriebsmaschine für den Bau eines großen Autotunnels liefern. Der Vertrag habe bereits »unterschriftsreif vorgelegen«, sagte der Unternehmenschef.

Schwarze Liste?

- Anzeige -

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai einseitig das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt. Seit Dienstag sind US-Sanktionen wieder in Kraft. Trump hatte andere Staaten davor gewarnt, mit dem Land Handel zu treiben.

Hätte der Tunnelbohrmaschinenbauer das Geschäft getätigt, hätten er sich der Darstellung des Firmenchefs zufolge der Gefahr ausgesetzt, auf einer schwarzen Liste zu landen. Die USA führen eine Liste mit Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen und damit aus Sicht der USA gegen die Sanktionen verstoßen. »Wir halten uns an die politischen Rahmenbedingungen«, sagte Herrenknecht.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Wirtschaft

VW-Chef Herbert Diess prangert einen «Feldzug gegen die individuelle Mobilität» an.
Wolfsburg
vor 1 Stunde
Die Struktur der deutschen Energieerzeugung passt nach Ansicht von VW-Konzernchef Herbert Diess nicht zu einem schnellen Umstieg in die Elektromobilität.
Goldman Sachs auf dem Börsenparkett an der Wall Street.
New York
vor 1 Stunde
Niedrigere Steuern und ein brummendes Geschäft mit Börsengängen haben der US-Investmentbank Goldman Sachs im Sommer einen überraschend starken Gewinnschub gebracht.
Der schwedische Lkw-Hersteller Volvo hat schwerwiegende Probleme bei der Abgasreinigung seiner Fahrzeuge festgestellt.
Göteborg
vor 5 Stunden
Beim schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo könnten Materialfehler ein teures Nachspiel haben. Eine Komponente in der Abgasregelung verschleiße schneller als gedacht, teilte der zweitgrößte Lkw-Bauer der Welt mit.
Bill Gates, Microsoft-Gründer, bei der Diskussion «Innovationspotenzial in Afrika».
Berlin
vor 5 Stunden
Microsoft-Gründer Bill Gates (62) hält den Kapitalismus für das richtige Mittel, um Ungleichheiten zu bekämpfen. «In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem kann man Steuerniveaus festlegen, um Wohlstand zu verteilen», sagte er am Montagabend vor Journalisten in Berlin.
Hinter einem Metallzaun steht ein Audi. Der Autobauer muss 800 Millionen Euro Bußgeld wegen Verstößen bei Dieselfahrzeugen zahlen.
Ingolstadt/Wolfsburg
vor 7 Stunden
Die Staatsanwaltschaft München hat der VW-Tochter Audi in der Dieselaffäre ein Bußgeld von 800 Millionen Euro aufgebrummt. «Die Audi AG hat den Bußgeldbescheid akzeptiert», teilte die Volkswagen AG am Dienstag mit.
Tesla-Chef Elon Musk spricht bei einer Pressekonferenz. Tesla-Chef Elon Musk tüftelt offenbar in größerem Stil daran, die Bordcomputer in Teslas Elektroautos zu Videospielkonsolen umzurüsten.
Palo Alto
vor 7 Stunden
Tesla-Chef Elon Musk hat mit dem Hoffnungsträger Model 3 weiter alle Hände voll zu tun, macht aber schon wieder mit abenteuerlichen Ideen von sich reden.
Elektrolyseblöcke zur Herstellung von e-gas auf dem Gelände der Audi e-gas-Anlage.
Hannover
vor 7 Stunden
Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben.
Mit Opel steht der nächste deutsche Autobauer im konkreten Verdacht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben.
Berlin
vor 9 Stunden
Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic fordert im Abgasskandal angesichts eines bevorstehenden Rückrufs bei Opel ein härteres Durchgreifen der Regierung.
Bill Gates (l) und Paul Allen, beide Gründer von Microsoft, bei einem Spiel der Portland Trail Blazers.
Seattle
vor 9 Stunden
Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Das teilte das Unternehmen Vulcan Inc., dessen Gründer und Vorsitzender der US-Unternehmer war, am Montag (Ortszeit) im Namen seiner Familie mit.
Das durch den Klimawandel häufigere gleichzeitige Auftreten von Dürre- und Hitzeperioden macht der Brauzutat Gerste zu schaffen.
East Anglia
vor 10 Stunden
Bier könnte infolge des Klimawandels knapp und teurer werden. Bei einem ungebremsten Anstieg der Temperaturen würden sich die Bierpreise weltweit im Schnitt etwa verdoppeln, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt «Nature Plants».
Lutz Meschke, Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG.
Weissach
15.10.2018
Porsches Finanzchef Lutz Meschke sieht die Profitabilität des Sportwagenbauers wegen des wachsenden Anteils von Elektroautos nicht in Gefahr. Der Sportwagenbauer gilt seit jeher als Ertragsperle für den VW-Konzern.
Aldi-Filiale in Sydney: Der deutsche Discounter steht in Australien wegen eines Streits um Milchpreise in der Kritik.
Wirtschaft
15.10.2018
Der deutsche Discounter Aldi sieht sich in Australien massiver Kritik ausgesetzt. Landwirtschaftsminister David Littleproud warf dem Unternehmen beim Sender ABC vor, rein gar nichts zu tun, um die einheimischen, von der Dürre gebeutelten Milchbauern zu unterstützen.