Breisach

Winzerkeller legt beim Umsatz deutlich zu

Autor: 
Tobias Symanski
Lesezeit 2 Minuten
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19. Juli 2018

Ein Schild im Weinberg wirbt für den Badischen Winzerkeller: Der Erzeuger hat 2017 deutlich mehr Umatz erzielt. ©Badischer Winzerkeller

Der Badische Winzerkeller in Breisach kelterte aufgrund der Fröste 2017 weniger Wein, nimmt aber trotzdem mehr ein.

Weniger Rebfläche und Produktionsmenge, aber mehr Einnahmen: Der Badische Winzerkeller in Breisach hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichen Umsatzsprung von 6,2 Prozent auf 44,8 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilte die Zen­tralgenossenschaft mit.

Nach dem Stopp des Abwärtstrends im Jahr 2015 erzielte der Winzerkeller damit zum zweiten Mal in Folge wieder Wachstum auf der Einnahmeseite. 2016 konnte ein Plus 2,1 Prozent erzielt werden. »Die Umsätze im schwierigen Exportumfeld bewegten sich auch im Berichtsjahr noch auf niedrigem sechsstelligen Niveau, konnten aber eine Steigerung um fast 50 Prozent erfahren«, hieß es. »Die Arbeit des Badischen Winzerkellers konzentriert sich auf die Märkte in Nordamerika, Nordeuropa, die Golfregion und Asien.«

Weniger Gesamtbestand

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Die klimatischen Voraussetzungen im Frühjahr 2017 waren nicht gut. Wie viele Winzer in Baden wurden auch die anliefernden Genossenschaften des Breisacher Weinerzeugers zum Teil stark von den Nachtfrösten des 19. bis 21. Aprils getroffen. Insgesamt wurden dem Badischen Winzerkeller von den vollanliefernden Winzergenossenschaften rund 14,2 Millionen Kilogramm Trauben zur Verfügung gestellt. Der Durchschnittsertrag lag bei 85 Kilogramm pro Ar – knapp 30 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Damit reduzierten sich zwar die absoluten Auszahlungen an viele Winzer, pro Kilogramm angelieferter Trauben konnten im Durchschnitt aber vier Prozent mehr als im Vorjahr gezahlt werden.

Inklusive der Eingangsmengen von teilanliefernden Mitgliedsbetrieben, dem Zukauf und der Anreicherung wurden 2017 12,2 Millionen Liter eingelagert. Im Vorjahr waren es noch 17,2 Millionen Liter. Dementsprechend reduzierte sich der Gesamtbestand von 26,6 Millionen auf 21,9 Millionen Liter.

Auch die zur Verfügung stehenden Rebfläche hat sich 2017 reduziert. 51 Mitglieder – 29 voll- und 22 teilanliefernde Winzergenossenschaften mit rund 4000 Winzern und 1708 Hektar Fläche – hatte den Breisacher Erzeuger zuletzt mit Trauben versorgt, ein Jahr zuvor waren es noch 52 Mitglieder mit 1741 Hektar Anbaufläche.
 

Stichwort

Badischer Winzerkeller

Der Badische Winzerkeller wurde 1952 gegründet. Damals schlossen sich mehrere kleine badische Winzergenossenschaften zum »Haus der Badischen Winzer« zusammen. Sie starten in einer hölzernen Baracke in Breisach, heute ist der Winzerkeller der größte Weinhersteller im Anbaugebiet. 80 Prozent der Weine werden im Lebensmittelhandel und bei Discountern verkauft, 15 Prozent gehen an Fachhandel, Gastronomie und Export und fünf Prozent werden über Weinhöfe und im Direktvertrieb angeboten.
Die Aufteilung der Rebsorten 2017:
▸ 43 Prozent Spätburgunder
▸ 21 Prozent Müller-Thurgau
▸ 12 Prozent Grauer Burgunder
▸ 11 Prozent Weißer Burgunder
▸ 2 Prozent Riesling
▸ 2 Prozent Gutedel
▸ 9 Prozent sonstige Rebsorten   tas

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